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10 Vorteile von Godzillas Angriff auf Tokyo
Godzilla. Eine echte Tragödie. Wie immer im Leben, sollte man jedoch nicht nur die Schattenseiten sehen. Wir haben unsere Köpfe rauchen lassen und bringen euch hier die zehn guten Seiten, die dieses Ungeheuer mit sich gebracht hat. (Ja, längst überfällige Straßensanierungen sind dabei.)
10.Vereintes Japan
Es ist wie streitende Eltern, die aufhören, weil das Kind weint. Ein gemeinsames Ziel und schwupps ziehen alle am gleichen Strang. Siehe auch: Kenpachiro Nakajimas „Kinder Godzillas“. Würde es deren Lazarette ohne die nötigen Verwundeten geben? Ich denke nicht.
9.Tourismus
Seht ihr das riesige Monster, welches festgefroren mitten in Tokyo steht? Bedrohung? Mahnmal? Falsch! Das ist eine waschechte Touristenattraktion! Wenn wir unsere Karten richtig spielen, wird das Unmengen Ausländer und deren Geld zu uns bringen!
Mit einem missmutigen Blick schloss Rando Yaguchi die Webseite. Er wusste, dass die Presse sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen würde, dieses Thema zu ihrem Nutzen auszuschlachten. Ein derart geschmackloses Stück Clickbait hatte er jedoch nicht erwartet. Zumal es voller Halbwahrheiten und Spekulationen steckte. Von Zusammenhalt konnte man nie sprechen. Die Menschen halfen einander, aber das war in den Vierzigern ebenso der Fall gewesen. Am Schicksal der Hibakusha änderte dies nichts. Jene die Hiroshima und Nagasaki überlebt hatten, doch Opfer der Strahlung wurden, wurden zu Ausgestoßenen. Ihr Leid verschwiegen, ganz im Sinne der Zensur. Ob man dieselben Fehler wiederholen würde blieb abzuwarten.
Während des Konflikts selbst? Konnte man wenigstens hier eine geeinte Front darstellen? Wohl kaum. Jedes Ministerium wollte die Zuständigkeit nur von sich schieben und wären Yaguchi und sein Team nicht gewesen, hätte man Godzilla nie aufgehalten und die Amerikaner hätten ihre Atombomben tatsächlich eingesetzt.
Dieselben Amerikaner, die Japan jetzt ebenfalls mit Notlagern und Hilfszentren unterstützten, die jedoch keine Erwähnung fanden. Der Groll für die Taten der Vergangenheit saß tief. Vielleicht war Kayoko auch deshalb so bemüht sich beiden Nationen zu beweisen.
Kayoko. Wie würde es mit ihr weitergehen? Eine Frage von vielen, die ihn seit ihrem Sieg über Godzilla verfolgte.
Konnte man es überhaupt als Sieg bezeichnen? Das Schlimmste war überwunden. Mehr jedoch nicht. Godzilla war immer noch da, festgefroren, einer Statue gleich, aber eine konstante Präsenz, die ihren Schatten über unzählige Verstorbene, Verletzte und Obdachlose warf. Aus diesem Grund würde Yaguchi es befürworten, wenn seine Sondersektion weiterhin bestehen würde. Dieses Anliegen durchzuboxen würde jedoch einen beachtlichen Aufwand darstellen und so war da auch die Frage: Wie würde es mit all den anderen weitergehen?
Wie würde es mit ihm selbst weitergehen?
Es war das Klingeln seines Handys, welches ihn aus seinen Gedanken riss. Die Nummer am Display kannte er. Der Anruf kam jedoch äußerst überraschend.
„Yaguchi hier. Was gibt es?“
Im Zuge einer Pressekonferenz hat Premierminister Yusuke Satomi heute seinen Rücktritt bekannt gegeben. Obwohl er erst wenige Tage im Amt war und zahlreiche Stimmen die Meinung vertreten, dass es seine Machtübernahme war, die im Fall der unbekannten Kreatur, nun Godzilla genannt, die nötige Wende herbeigeführt hat, hat Satomi die Schuld auf sich genommen und die Konsequenzen gezogen. In einem Statement erklärte er, dass es an der Zeit ist, eine jüngere, mutigere Generation ans Ruder zu lassen. In diesem Sinne ist es der provisorische Generalsekretär Hideki Akasaka, der vorerst in die Rolle eines stellvertretenden Führungsträgers schlüpft. In Expertenkreisen wird er auch als einer der Favoriten für den Posten des Premierministers gehandelt.
Satomis Wunsch dürfte sich auch darüber hinaus erfüllen. Da zahlreiche Amtsträger sich in Folge der Katastrophe zurückgezogen oder gar ihr Leben verloren haben, findet sich eine Vielzahl junger Politiker schon jetzt in der engeren Auswahl für bedeutende Positionen. Aufgrund ihres Beitrags zur Bewältigung jüngster Ereignisse, geht man davon aus, dass Kabinettssekretär Rando Yaguchi und Berater des Premierministers Shuichi Izumi schon jetzt von der neuen Führung profitieren werden. Im Hinblick auf Auslandspolitik ist es speziell Yaguchi der-
Ruckartig wurde der Radiosender gewechselt und heitere Volksmusik ertönte. „Bah. Meiner Meinung nach sollte man die alle feuern! Die hatten doch nur Glück nachdem sie ewig auf ihren Händen gesessen sind. Und jetzt? Jetzt ernten sie die Lorbeeren dafür.“ Einen Augenblick lang, war der Fahrer des Taxis geneigt sich noch weiter aufzuregen. Als er den Mann auf seinem Rücksitz doch endlich erkannte, ließ er jedoch davon ab.
Yaguchi selbst hörte zwar jedes Wort des Fahrers, störte sich allerdings nicht daran. Er war mit den Geschehnissen nicht näher vertraut, wusste nicht, dass es Yaguchis Bemühungen – und seinen direkten Untergebenen – zu verdanken war, dass es nicht noch schlimmer ausgegangen war. Er prangerte nur an, was Yaguchi selbst verabscheute. Die Unfähigkeit, nein, den Unwillen zu handeln. In dem Moment, in dem es keine fixen Abläufe gab an die man sich halten konnte, verfiel die japanische Politik in eine Schockstarre, aus der sie nur mühsam wachgerüttelt wurde. Der junge Kabinettssekretär und Sondersektionsleiter war sich dessen bewusst. Auch er sah sich deshalb stetig mit der Frage konfrontiert, ob ein Rücktritt angebracht war. Vorerst musste er seine Position und damit einhergehende Verbindungen allerdings noch nutzen.
Wieder war es sein Handy, welches ihn davon abhielt derartige Gedanken weiterzuspinnen. Diesen Anruf hatte er jedoch erwartet. Erhofft. „Endlich meldest du dich, Izumi, ich versuche schon die ganze Zeit dich zu erreichen.“
„Du weißt ja wie es läuft.“, kam die trockene Antwort. „In Zeiten wie diesen verfolgt ein Meeting das Nächste. Wundert mich, dass du bisher verschont wurdest.“
„Akasaka muss eine stabile Regierung aus dem Nichts aufbauen. Querdenker wie ich sind ihm da eher ein Dorn im Auge.“
Ein amüsiertes Lachen und das von dem sonst so gefassten Izumi. Nicht völlig überraschend. Yaguchi wusste, dass sein Freund in ihm einen künftigen Premierminister sah – und in sich selbst seinen Generalsekretär. „Wir wissen beide, dass das nicht stimmt. Er braucht-“
„Izumi.“, fiel Yaguchi ihm doch ruckartig ins Wort. „Verzeih, aber lass uns darüber ein andermal sprechen. Ich wollte dich aus einem bestimmten Grund sprechen. Du hast doch Zugang zu sämtlichen Personenregistern unserer Notlager, ja? Ich brauche Kopien. Vollständige.“
„Ich müsste zusehen wie ich es rechtfertigen kann diese Angaben zu teilen, aber das krieg' ich hin. Wonach suchst du?“
„Nach einem Baby.“
Nach ihm die Sintflut
Tausende Tote. Hundertausende Obdachlose. Aber nur eine Regierung, die nicht weiß was sie tut. Mehr hat es nicht gebraucht. Ja, es war Godzilla, der unser schönes Tokyo in ein Meer aus Flammen gehüllt hat, der es radioaktiv verseucht hat. Wir haben uns dieser Gefahr gestellt und gemeinsam haben wir sie gemeistert. Doch was jetzt? Chaos! Es war Godzilla, der uns angegriffen hat. Doch es war Premierminister Yusuke Satomi, der in unserer Stunde der Not den Schwanz eingekniffen hat. Ein Rücktritt aus Angst, getarnt als Akt der Selbstgeisselung. Andere dürfen nun die von ihm hinterlassenen Scherben einsammeln. Zu sehr hat er sich aber auch nicht bestraft. Mit Hideki Akasaka und Konsorten liegt die Macht auch weiterhin innerhalb der Partei. Es soll ja doch in der Familie bleiben.
Als Yaguchi die Zeitung von sich schob, konnte er ein empörtes Aufstöhnen nicht verkneifen, ehe er sich wieder Kaffee und Laptop widmete. Eigentlich hatte er gar nicht die Zeit sich von stupiden Artikeln ablenken zu lassen. Den lauten Fernseher, welcher durchgehend Nachrichten ausstrahlte, konnte er noch ignorieren, aber als er die theatralische Überschrift im Zusammenhang mit einem Bild eines recht betrüblich wirkenden Yusuke Satomis erblickte, packte ihn dann doch die Neugier. Damit war er ihnen vollends auf den Leim gegangen. Zu keiner Zeit ging es darum ernste Kritik an Satomi zu üben. Selbst wenn Sie gewusst hätten, dass es seine Bitte um Hilfe von Seiten der Franzosen war, welches ihnen die nötige Zeit verschafft hat, Godzilla noch vor einem Angriff durch die Amerikaner aufzuhalten, hätte dies nichts am Inhalt des Artikels geändert. Er wurde nicht für seine Fehler kritisiert, sondern weil er schlicht da war. Er war ein politischer Gegner und in einer Position, die ihn angreifbar machte, stellte sein Rücktritt doch ein Schuldbekenntnis dar.
Yaguchi störte sich nicht daran, dass hier seine Partei angegriffen wurde. Er störte sich nicht einmal daran, dass man Satomi in der Luft zerfetzen wollte. All dies war Teil des Berufs. Was ihn frustrierte, war wie das Leid der Menschen ausgebeutet wurde, um einerseits einen Gegner zu attackieren, aber gleichzeitig auch noch Geld damit zu machen.
Menschen wie Hiroko Sakagi. Er hatte sie zu Studienzeiten kennengelernt. Sie waren gute Freunde. Eine Zeit lang auch mehr. Umso überraschender kam es, dass sich ihr Ehemann bei ihm meldete. Für die Gründe hatte Yaguchi jedoch vollstes Verständnis. Hiroko hatte die Krise nicht überstanden. Ihre Leiche wurde im Zuge von Aufräumarbeiten gefunden. Nicht gefunden wurde das gemeinsame Kind.
„Herr Yaguchi!“
Tomohiro Sakagi nahm hastig platz. Der Mann war ein bemitleidenswerter Anblick, als hätte er seit Tagen nicht geschlafen. Der Verlust der Gattin musste sehr an ihm nagen. Die Furcht um die Tochter wohl noch mehr.
„Ich...ich denke...“
Er schien unsicher. Nicht jeder war geübt darin ein Gespräch mit einem Fremden anzufangen, noch dazu wenn er dessen Hilfe benötigte. Für Yaguchi war dies jedoch Teil des Jobs.
„Hiroko hat oft von-“
„Herr Sakagi. Sparen wir uns die Floskeln. Wir haben ein Kind zu finden.“ Der Versuch seinem Gegenüber ein aufbauendes Lächeln zu schenken war in Intention gelungener als in Umsetzung. „Ich habe gute und schlechte Nachrichten. Gut ist: Unter den gemeldeten Toten befindet sich nach aktuellem Stand kein Baby von weiblichem Geschlecht. Schlecht ist: Auch unter den Überlebenden gibt es keine passenden Kandidaten.“
Der Mann schien überrumpelt. Womöglich hatte er nicht gedacht, dass sie so schnell zum eigentlichen Thema kamen. Auch wenn Yaguchi sich nicht ausmalen konnte, was er überhaupt erwartet hatte.
„Herr Sakagi. Wir kennen einander nicht. Aber ich will ihnen helfen. Ich verspreche ihnen, ich werde alles in meiner Macht stehende tun, jede Möglichkeit die ich habe ausreizen, um ihre Tochter zu finden. Schon jetzt kann ich ihnen jedoch sagen, es sieht nicht so aus, als wäre sie in einem unserer Notlazarette.“
„Aber wo kann sie dann sein? Sie war bei meiner Frau. Wenn, dann hätte man die beiden zusammen... zusammen...“ Er hatte Tränen in die Augen. Wohl kaum das erste Mal in den letzten Stunden. Wohl kaum das letzte Mal. Es war ein unangenehmer Anblick, dem Yaguchi schlicht entgehen wollte. So blickte er stattdessen, erstmals seit seiner Ankunft im Café, zum TV Gerät. Was er sah, verhalf ihm zu einer Idee.
Trotz der turbulenten Situation, nehmen sich auch die vorläufigen Regierungsspitzen Zeit für das Volk. Hier sehen sie den provisorischen Generalsekretär Hideki Akasaka bei seinem Besuch eines Notlazaretts in Adachi. Besuche weiterer Hilfezentren in Itabashi, Nerima und Kita, sowie des großflächigen US-amerikanischen Notlagers in Shinagawa sind ebenfalls geplant. In einem Interview erklärte er dies damit, dass es wichtig sei die Menschen wissen zu lassen, dass es eine Regierung gibt und diese auch für sie da ist.
„Kayoko Ann Patterson, mit wem spreche ich?“
Ein Schmunzeln schlich sich in Yaguchis Züge als er ihre Stimme hörte. An der gegenseitigen Sympathie die ihnen die Medien nachsagten war wohl mehr dran, als ihm lieb war.
„Rando Yaguchi. Es ist gar nicht so simpel sie zu erreichen, Miss Patterson.“
Für einen Moment war das Schnalzen einer Zunge der einzige Laut, der die Stille unterbrach.
„Offensichtlich simpler, als dich dazu zu bewegen mich Kayoko zu nennen.“
Mehr als ein amüsiertes Schnauben hatte Yaguchi nicht zu erwidern. Trotz ihrer japanischen Wurzeln, war Kayoko in manchen Belangen nicht mit den Feinheiten seiner Kultur vertraut. Es sei denn sie war es und wusste genau warum sie gerade bei ihm auf diesen Schritt beharrte.
„Was verschafft mir die Ehre?“, fuhr sie schließlich fort.
„Ich benötige ihre Hilfe. Ich muss das US Lager in Shinagawa besuchen. Voller Zutritt zu allen Bereichen.“
Diesmal war die Stille spürbar länger. „Willst du das wirklich?“
„Es ist keine Frage des Wollens. Ich bin auf der Suche nach einem vermissten Kind. Ich muss jede Option ausschöpfen.“
„Verstehe. Heute Nachmittag ist eine Begehung angesetzt. Ich kann sicher etwas drehen. Aber nur damit du es weißt, du wärst nicht allein. Du müsstest Akasaka begleiten.“
Die Zukunft der Politik?
Was genau ist eigentlich zwischen Rando Yaguchi und Kayoko Ann Patterson? Diese Frage beschäftigt nicht nur Politexperten. In jüngster Zeit wurden beide oft zusammen gesehen. Harmlos für derart entscheidende Vertreter ihrer Regierung. Viele glauben, dass da jedoch mehr ist. Alles nur Fantastereien, weil sich zwei attraktive, junge Menschen öfter zusammen zeigen, oder ist an der Idee vielleicht doch etwas dran?
Yaguchi schüttelte den Kopf. Zeitschriften druckten heutzutage wirklich alles.
„Wenn dich das schon stört, solltest du sehen was das Internet produziert.“
Er sah auf und steckte das Magazin wieder weg, ehe er Akasaka die Hand zum Gruß reichte. Letzterer war nicht allein, sondern wurde von zwei Vertretern der Presse begleitet.
„Ich denke, das will ich gar nicht wissen.“
Yaguchis Aussage wurde mit einem Nicken kommentiert. Weiter wollten beide in Anwesenheit der Medien nicht darauf eingehen, konnte man doch ahnen, wie die folgende Berichterstattung ausarten würde. Ähnlich bedeckt gaben sie sich auch im weiteren Verlauf, nachdem ein Vertreter der Amerikaner sie abgeholt hatte. Sie gingen durch das Lager, ließen sich Überlebende, die bester Gesundheit waren, zeigen, darunter auch spielende Kinder. Sie schüttelten Hände, posierten für Fotos und tauschten unterdessen Floskeln aus, die selbst mit viel Aufwand keine Story produzieren könnten.
Dies änderte sich, als sie einen abgesperrten Bereich des Lagers erreichten. „Ab hier keine Presse.“ Der Soldat, welcher mit starkem Akzent sprach, ließ lediglich die beiden Politiker passieren. Auch wenn sie es nicht nach außen zeigten, verspürten beide Männer ein Gefühl der Erleichterung.
„Jetzt kannst du es mir ja sagen. Warum bist du hier?“ Obwohl er zu Yaguchi sprach, blieb Akasakas Blick stets nach vorne gerichtet.
„Der Witwer einer Bekannten.“ Er verkniff es sich näher darauf einzugehen wie Hiroko verstorben war. „Sein Kind wird vermisst.“
Vor ihnen wurde ein Vorhang aus Plastik zur Seite gezogen um beiden den Zugang zu jenem Teil des Lagers zu verschaffen, von dem die Welt scheinbar nichts erfahren sollte.
Fehlende Gliedmaßen. Haut die in den meisten Fällen rot verfärbt war. In einigen bereits schwarz. Körper die von Blasen übersäht waren. Der Geruch von Blut lag ebenfalls in der Luft, da einige Behandlungen an Ort und Stelle vorgenommen wurden. Optimalbedingungen waren ein Luxus in Zeiten wie diesen. Krankenhäuser mussten priorisieren.
Der Anblick schnürte Yaguchi die Kehle zu. Er wusste um die Folgen der Katastrophe, um die Verletzten und Verstorbenen. Er hatte jedoch nicht mit einer derart hohen Zahl an Strahlungsopfern gerechnet.
„Denkst du, du findest es hier?“
„Ich hoffe nicht.“
Langsam schritt er voran. Das Tun um sie herum schien nie zu stoppen. Ärzte eilten von Patient zu Patient. Viele hatten noch Hoffnung in ihren Zügen, andere bloß Resignation und Müdigkeit.
Wie naiv war er in seinem Optimismus gewesen? Mit der Bedrohung vorerst außer Gefecht und der guten Nachricht, dass die Strahlungswerte bereits rapide absanken, hatte er geglaubt es würde alles ein gutes Ende nehmen. Welch' Ignoranz gegenüber all dem Schaden, der bereits angerichtet war.
Die Überraschung und das Entsetzen in seinen Zügen gingen auch an Akasaka nicht vorbei. „Die Amerikaner wollen großräumige Berichterstattung über all dies vermeiden. Da wir im Zuge des Wiederaufbaus auf ihre Hilfe angewiesen sind, waren wir natürlich gewillt dies zu akzeptieren. Ich denke nicht, dass sie es vollends vertuschen wollen. Es ist mehr ein Lenken der Öffentlichkeit durch gezieltes Zurückhalten von Informationen. Andere gewinnen auf diesem Weg Wahlen.“
„Hier geht es aber nur um den Umgang mit ihrer eigenen Schuld. Richtig?“
„So ist es. Nachdem sie es waren, die Godzilla in die Nutzung seines Strahlenangriffes provoziert haben. Die USA sehen gerne alles als ihren Zuständigkeitsbereich und müssen dann mit den Folgen umgehen. In Anbetracht der angespannten Verhältnisse unserer Länder, ist jeder Kompromiss zurzeit ein Erfolg. Auch wenn es bedeutet das Leid all dieser Menschen unter den Tisch fallen zu lassen.“
„Hibakusha.“
Mehr musste Yaguchi nicht sagen. Auch Akasaka wusste, dass er Recht hatte. Die Geschichte wiederholte sich.
„Deine Beziehung zu Patterson könnte unsere Position zumindest festigen. Ein einflussreicher Kontakt in der US-Regierung wäre sehr wünschenswert.“
„Müssen wir wirklich darüber reden? Musst du auf das Niveau der Boulevardpresse sinken? Insbesondere jetzt wo wir, wo ich selbst auch andere Sorgen habe?“
Ärzte und Patienten blickten zu den beiden Politikern als Yaguchi den derzeit mächtigsten Mann Japans ungehemmt anfauchte.
Die Situation war schlicht zu viel für ihn. Er setzte sich selbst unter Druck, sah das Leben eines Kindes in seinen Händen, ungeachtet dessen, dass er es nur suchen solllte. Es war typisch für ihn.
„Yaguchi. Vielleicht ist es ja wirklich nicht hier. Viele Überlebende versorgen sich selbst und gegenseitig. Es könnte überall sein, niemand würde ein Kind in Not einfach so ignorieren, denkst du nicht? Und darüber hinaus: Es gibt schließlich noch andere Lazarette.“
Vom Feuer geformt, aus der Asche steigen wir empor. Die Katastrophe ist nicht bloß Fluch, sondern auch Segen, der uns erinnert was wirklich wichtig ist. Die Kinder Godzillas glauben, dass die Kreatur ein Zeichen für die Existenz einer höheren Macht ist. Eine Macht, die uns den Verfall unserer Gesellschaft vor Augen führt. Es ist eine Lektion, die wir beherzigen wollen, jetzt und in Zukunft.
Das Pamphlet der 'Kinder Godzillas' las sich wie typische Sektenpropaganda. Nichts, womit Yaguchi nicht schon vertraut war, auch wenn er bedauerte, wie sehr es ihn gleichermaßen an politische Werbung erinnerte. Das Grundkonzept war letztlich wohl dasselbe. Tief drin war eine gute Idee, ein aufrichtiger Gedanke. Er wurde nur unter belanglosen Floskeln begraben und letztlich ging es nur noch darum möglichst viel Macht zu erlangen.
Die Frage war, was war Kenpachiro Nakajimas Intention?
Er war bereits wohlhabend, wie nicht nur sein beachtliches Anwesen in einem der Randbezirke Tokyos zeigte, in dem Yaguchi gegenwärtig auf seinen Gastgeber wartete. Hinzu kam die Tatsache, dass er die Errichtung gleich mehrerer Notlager aus eigener Tasche finanziert hatte. Es konnte also nicht um Geld gehen. Ging es um Einfluss? Macht? Es war nicht selten, dass erfolgreiche Unternehmer auch politische Ambitionen hatten.
Vielleicht wollte er auch wirklich nur das Richtige tun? Ob er dabei wirklich glaubte was seine Broschüren vermarkteten, oder es schlicht als Mittel zum Zweck sah, war eine andere Frage. Fakt war, so oder so, dass er den Menschen half. Vielleicht auch jenem vermissten Kind, nach dem Yaguchi suchte.
„Verzeihen sie, dass ich sie warten ließ.“, hörte er schließlich die Stimme des älteren Mannes, als dieser das kleine Arbeitszimmer betrat. Wobei sowohl klein, als auch Arbeitszimmer relative Begriffe waren. Es erweckte mehr den Eindruck eines geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmers. Zweifellos wurden in diesem Raum sonst Geschäfte über Unsummen abgewickelt. „Hat mein Assistent ihnen bereits etwas zu trinken angeboten?“, fuhr er, nach einer begrüßenden Geste, fort, ehe er auf einem großen Lehnsessel Platz nahm.
„Das hat er, doch ich habe dankend abgelehnt.“
„Kein Alkohol im Dienst, sehr löblich. Aber kann ich sie nicht einmal für einen Tee oder ein Glas Wasser begeistern?“
Yaguchi lächelte. Es war ein zutiefst politisches Lächeln. Eine visuelle Floskel mehr als alles andere. „Danke, aber nein. Auch wenn ich zugeben muss, mein Besuch hat einen eher privaten Hintergrund.“
Das weckte das Interesse seines Gegenübers. Es war davon auszugehen, dass politischer Besuch für Nakajima keine Seltenheit war. Üblicherweise würde man dabei aber wohl seine Absichten mit den 'Kindern Godzillas' hinterfragen oder sich daran versuchen seine finanzielle Unterstützung zu gewinnen.
Yaguchi erzählte ihm alles. Von Sakagi, dem Kind, seinem inzwischen fast zwei Tage andauernden Bemühen es zu finden. Nakajima hörte stillschweigend zu, nickte ab und an, unterbrach ihn jedoch an keiner Stelle. Erst als die Geschichte sie schließlich in die Gegenwart führte, ergriff er wieder das Wort.
„Sie sind ein sehr anständiger Mann. Ich muss zugeben, ich hatte sie für einen Opportunisten gehalten, wie diesen Akasaka.“
„Auch er ist ein guter Mann. Mir scheint oft, dass man ihn jedoch erst kennenlernen muss um zu begreifen wie gut.“
Mit einer flüchtigen, ablehnenden Handbewegung würgte Nakajima dieses Thema ab. Typisch. Er hatte seine Meinung, aber scheinbar kein Interesse eines Besseren belehrt zu werden.
„Ich erhalte täglich Berichte und Zahlen aus all unseren Notlagern. Sie können sich vorstellen, dass mir gerade das Schicksal unserer Jüngsten am Herzen liegt. Wir haben tatsächlich einige Kinder gefunden, meist landen aber auch die Eltern in unseren Hilfezentren und finden so wieder zu ihren Kleinen.“
„Und wie ist bei Babys? Ist nachweislich, dass es auch tatsächlich die Eltern waren?“
Nakajimas Blick wurde ernster. „Die Kinder Godzillas stehen für eine neue, bessere Welt. Aufgebaut auf Zusammenhalt, aber auch auf Vertrauen. Meine Anhänger vertrauen mir. Dies zu erwidern ist das Mindeste was ich tun kann.“
„Also haben sie was, Babys an irgendwelche Leute ausgehändigt?“
„An ihre Eltern.“
„Das wissen sie nicht!“
Gute Absichten oder nicht, diese Bedingungen waren inakzeptabel. Dass er es so offen zugab zeugte von übermäßigem Selbstbewusstsein oder blanker Naivität.
„Herr Yaguchi, ich denke nicht, dass wir in diesem Gespräch auf einen gemeinsamen Nenner kommen.“ Er blockierte. Nicht nur dieses Thema, sondern ihre gesamte Diskussion war für ihn beendet. „Aber vielleicht vergewissern sie sich einfach selbst. Wir haben die Kontaktdaten aller, denen wir geholfen haben.“
Natürlich hatte er diese. Yaguchi fing nur an daran zu zweifeln, was er damit womöglich noch vorhatte. Dennoch: Es war ein Ansatz. Mehr konnte er nicht verlangen. „Ich würde sie darum bitten.“
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Mit missmutigem Blick betrachtete er das Plakat welches die Fassade eines großen Wohnkomplexes zierte. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen. Das Tempo mit dem die Werbung Godzilla für sich gewonnen hatte, verstörte Yaguchi jedoch ein wenig. Er fand es verwerflich. Akasaka wäre an seiner Stelle wohl gelassener. Alles um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Es waren drei Tage seit seinem Besuch bei Nakajima vergangen. Drei Tage in denen er ständig unterwegs gewesen war und seine tatsächliche Arbeit vollkommen vernachlässigt hatte. Die Unterlagen der 'Kinder Godzillas' halfen ihm zwar weiter, sein Fortschritt war jedoch schleppend, da man es verabsäumt hatte genaue Daten der Kinder zu notieren. Er hatte mehrere Familien besucht, sowohl zuhause als auch in den Lagern. Ein wenig mehr als die Hälfte der Babys waren Jungen. In anderen Fällen gab es genug Familienfotos um klarzumachen, dass es wirklich die Tochter der Überlebenden war. Drei Adressen waren noch ausständig. Nur noch drei Möglichkeiten das Kind zu finden.
Yaguchi bahnte sich seinen Weg durch den Gebäudekomplex, bis hin zu einer Tür, wo er sogleich läutete.
Es dauerte eine Weile, bis die Tür sich einen Spalt öffnete. Eine Frau, Mitte dreissig, blickte zu ihm auf. „Ja?“
„Frau Hasuda. Mein Name ist Rando Yaguchi. Ich bin Kabinettssekretär und würde gerne in einer dringenden Angelegenheit mit ihnen sprechen.“
Die Dame lächelte und öffnete die Tür fast ruckartig für ihn. „Ich kenne sie. Sicher doch, kommen sie rein. Sie wandte sich ab und ging tiefer in die Wohnung, wohin Yaguchi ihr auch folgte, nachdem er sich seiner Schuhe entledigt hatte. „Ich kann ihnen gar nicht sagen wie dankbar ich bin. Alle wissen wie wichtig sie dafür waren dieses Monster aufzuhalten. Ich kann mir gar nicht vorstellen was ich getan hätte, wenn mir oder meinem Toshio etwas passiert wäre. Wie geht es eigentlich ihrer Amerikanerin? Sie beide wären wirklich ein süßes Paar, das sagt Frau Sanada von nebenan auch immer. Ach ja, wollen sie etwas trinken?“
Die Dame kam aus dem Reden gar nicht mehr heraus. Seiner Erfahrung nach, war dies oft ein Zeichen für Einsamkeit.
„Nein danke, ich brauche nichts.“ Auf das Thema Kayoko ging er gar nicht erst ein. „Ist Toshio ihr Ehemann?“
Die Frau lachte, als sie sich vorsichtig auf den Boden setzte und ihrem Gast deutete es ihr doch gleich zu tun. „Nein. Mein Mann, Gott hab' ihn selig, weilt schon seit langem nicht mehr unter uns. Toshio ist unser Sohn. Er schläft im Nebenraum.“
Yaguchi ließ sich gerade auf den Boden sinken, als er ruckartig aufsah. Frau Hasuda hatte ihm gerade mehr Informationen gegeben, als ihr bewusst war. „Das tut mir Leid. Das muss sicher schwer sein.“
„Ach, wissen sie. Wir machen das Beste aus unserer Situation. Obwohl er noch so klein ist, hilft er mir wo er kann.“
Es wurde immer deutlicher, dass Toshio unmöglich ein Baby sein konnte. Yaguchi zögerte dennoch, war ihm doch bewusst was er im Begriff war dieser Frau anzutun.
„Frau Hasuda, wie alt ist Toshio?“
„Vier. Aber er hat in zwei Monaten Geburtstag.“
Der Schrei eines Babys unterbrach das Gespräch. Die Gastgeberin sprang sofort auf und eilte in den Nebenraum. „Entschuldigen sie, ich komme gleich wieder.“
Yaguchi beließ es jedoch nicht dabei. Er musste das Kind sehen – und die Frau mit der Wahrheit konfrontieren. Er folgte ihr ins Nebenzimmer, wo sie sich gerade daran machte einem Baby, keinem Vierjährigen, die Windeln zu wechseln. Als wäre das nicht Beweis genug, gab es da noch einen Faktor, der ihm geradezu ins Gesicht sprang.
„Frau Hasuda.“, fing Yaguchi an, sein Tonfall weitaus ernster.
„Ja?“ Die Frau wandte sich nicht zu ihm, doch er sah wie ihre Hände zitterten als sie auf das nackte, weinende Baby hinabsah. Sie wusste es, wollte es nur nicht wahrhaben.
„Das ist ein Mädchen. Ihr Name ist Chie.“
Keine Widerworte.
Nur das Schluchzen einer verzweifelten Frau.
Ich betone es noch einmal: Ich stelle nicht in Frage, dass er Gutes tut. Ich stelle die Intention und die Methoden in Frage. Es ist ja schön, dass Nakajima und seine komische, kleine Sekte den Menschen helfen. Aber sie tun es ohne Sinn und Verstand. Und wofür? Damit die Leute ihn bewundern? Damit man ihn wählt, wenn er sich zu irgendeiner Wahl aufstellen lässt? Oder will er vielleicht doch nur verehrt werden? Gottkomplex ahoi! Für einen Mann der ständig mit Worten wie 'Opportunist' um sich wirft um Leute zu kritisieren, wirkt er kaum einen Deut besser.
Yaguchi hatte dieser Tage nicht viel Grund zu schmunzeln, aber es entbehrte nicht eines gewissen Unterhaltungswerts, dass die Medien sich zwar voller Begeisterung auf zurückgetretene Politiker warfen, es jedoch einen Youtuber in seinem Wohnzimmer brauchte um die Intentionen von Menschen wie Nakajima in Frage zu stellen. Dieser hatte schlicht die Mittel um die richtigen Leute schweigen zu lassen. Es war wohl auch nur eine Frage der Zeit bis auch dieses Video aus dem Netz verschwinden würde.
„Herr Yaguchi.“
Er stoppte das Video und klappte seinen Laptop zu, als Hiromi Ogashira sein Büro betrat, eine Plastiktüte in der Hand. „Ja?“
Sie reichte ihm die Tüte. Irritierten Blickes nahm er ihr diese ab und sah hinein.
„Sie haben es schon wieder getan.“, erklärte sie.
Es war ein frisches Hemd, welches sie ihm gebracht hatte. Sogleich neigte er den Kopf zur Seite um an seiner eigenen Kleidung zu schnuppern. Der Geruch ließ ihn das Gesicht verziehen.
„Eine Dusche hätte ich auch wieder nötig.“
„Absolut.“
Sie war keine Frau vieler Worte. Das mochte er an ihr. „Es waren ein paar anstrengende Tage.“ Zermürbend. Auslaugend. Lediglich die Erinnerung an Sakagis Blick als er seine Tochter wieder in den Arm nahm hielt ihn über Wasser. Ließ ihn die Opfer aller Art mit denen er konfrontiert worden war vergessen. Gleichzeitig wusste er, dass er das nicht durfte. Flucht vor der Wahrheit war keine Option.
„Außerdem...“ Ogashira sah zur Tür, als Kayoko Ann Patterson den Raum betrat. „Ich bin dann weg.“, verabschiedete sich Ogashira ohne sich wirklich zu verabschieden. Die Tür zu Yaguchis Büro schloss sie hinter sich.
„Sie ist niedlich.“, kommentierte Kayoko, nicht ohne einen Hauch von Eifersucht.
„Und überaus kompetent. Ich bedaure, dass wir in Zukunft wohl nicht mehr zusammenarbeiten werden. Aber was führt sie zu mir, Miss Patterson? Ich wusste nicht, dass sie wieder in Tokyo sind.“
Ganz der Politiker, hielt er eine gewisse Distanz schon mit seinen Worten aufrecht. Dennoch gingen ihm all die Kommentare über ihrer beider Verhältnis durch den Kopf. Es war schwer die Option zu ignorieren. Es war schwer ein Interesse an ihr zu leugnen.
„Ich wollte mich erkundigen wie es dir geht. Wie deine Suche gelaufen ist.“
Yaguchi war froh, dass sie das amerikanische Lager nicht direkt ansprach. Es war wohl für beide ein unangenehmes Thema.
„Die Suche war ein Erfolg. Mehr noch, hat es mir jedoch vor Augen geführt wie naiv ich war. Ich dachte das Schlimmste hätten wir hinter uns. Die Arbeit fängt jedoch gerade erst an. Es geht dabei nicht nur um den Wiederaufbau. Es geht um die Opfer. Um die Aasgeier die gewillt sind sie auszunutzen. Und wer weiß was es noch für Folgen hat? Es war ein einzigartiges Ereignis in der Geschichte der Menschheit. Es gibt keinen Plan dem wir nun folgen können. Ja, ich habe einer Familie geholfen. Aber was ist mit all den anderen? Ich wünschte einfach ich könnte mehr tun.“
Mit einem Mal redete er sich alles von der Seele. Dies war weniger Yaguchi der Politiker, mehr Yaguchi der Mann.
„Vielleicht kannst du das ja.“
„Was meinen sie?“
„Wie du weißt, ist das Verhältnis unserer Länder ein wenig angespannt nach den jüngsten Ereignissen. Meine Regierung hat eingewilligt keine dauerhafte militärische Präsenz im Bereich um Godzilla einzufordern und wird sich auch sonst zurückhalten. Es gilt jedoch weiterhin, dass, sollte Godzilla erwachen, Nuklearwaffen zum Einsatz kommen werden. Um das zu verhindern und als Bedingung dafür, die Überwachung gänzlich in japanische Hände zu legen, wird eine neue Sondersektion geschaffen. Sie wird ausschließlich der Überwachung, Folgekrisenbewältigung und des Ersteinschreitens dienen, sollte jemals wieder so eine Kreatur auftauchen. Ich habe auf dir als Leiter dieser Sektion beharrt. Du kannst dein gesamtes Team beibehalten. Akasaka hat zugestimmt.“
Während sie sprach richtete sich Yaguchi auf. Ungläubig, überrascht sah er sie an, ehe er zufrieden lächelte. Sie hatte ihm die Möglichkeit verschafft zu helfen. Er würde das Beste daraus machen.
„Ich danke dir, Kayoko.“
Nun war sie es, die ihre Überraschung nicht verstecken konnte. Yaguchi legte jedoch noch eines drauf.
„Wenn du Zeit hättest, wollen wir vielleicht zusammen essen?“
„Gerne.“ Kayoko grinste. „Aber zieh dir vorher ein frisches Hemd an.“
