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Tell me why

Summary:

Michael denkt, dass er alleine mit allem klar muss. Doch bald muss er erkennen, dass er sich Alexis Hilfe wünscht.

Notes:

(See the end of the work for notes.)

Work Text:

Er hasste es hier, nein um genauer zu sein, hasste er diese Zeit an dem sein Körper ihn nicht mehr gehorchte, dachte Michael Kaiser, 19 Jahre Stürmer der U20 Mannschaft von Bastard München seufzend und drehte sich in seinem Bett um.
Das war der 3 Tag, an dem mit diesen Gefühl der Krämpfe und Hitze kämpfte. Er lag in seinem Bett in den verschwitzten Leintuch und drehte sich hin und her, um die Schmerzen zu vertreiben, was kurze Zeit half, bevor der nächste Schub kam und er sich wieder umdrehen musste. Michael lag inzwischen nur noch mit Unterhose und einem Shirt im Bett, wobei er die Decke nicht weglassen konnte, weil er etwas brauchte, was er sich zwischen die Beine drückte konnte.
Zum Glück kann ich wenigstens solange schlafen, wie ich will, dachte er sich, doch die Hitze machte es ihm nicht leicht, dies zu tun. Mann, warum war ich nur ein Omega, dem es verboten war Mittel gegen diese Hitze zu nehmen, bis vor ein Monaten war noch alles in Ordnung außer seinen Gefühlen für Alexis vielleicht. Der nächste Krampf durchzucke ihn und er stöhnte auf, verdammt warum war Alpha nicht hier und half ihn, dachte Michael sich, obwohl er eigentlich wusste, dass er keinen Alpha hatte und drehte sich einige Mal in seinem Bett um, bis er schließlich eine Position fand, die die Schmerzen erträglicher machten und ihn einschlafen ließen.
Im Traum flüsterte eine bekannte Stimme " Micha mein Micha keine Sorge, ich bin da und helfe dir" Michael konnte die Stimme im Traum nicht zu ordnen, doch er wusste, dass er bei ihr sicher war und so schlief er beruhigt weiter, bis ihn eine sanfte Hand weckte. "Michael wach auf" sagte die Stimme von ihren Trainer Peter Kammerle, Michael öffnete langsam ein Auge und sah wie Kammerle ihn mit besorgten grünen Augen musterte:" Was os?" fragte er immer noch müde und sein Gesicht immer noch in seinem Kissen vergraben. Kammerle räusperte sich, bevor anfing zu reden:" Michael, warum hast du mir nicht gesagt, dass deine Hitze bevorsteht. Ich war zwar auf Fortbildung, doch du weißt, dass du mich immer anrufen kannst und sollst, wenn was ist, ich hätte dir auch über das Telefon Tipps gegeben und Kat hätte dir Essen vorbeigebracht...Apropo Essen hast du in den letzten 2 Tagen was gegessen, hat dir Alexis was gebracht, oh Gott was bin ich nur für ein schlechter Trainer, ich war nicht da, als mein Schützling mich brauchte". Michael hört wie sich ihr Trainer in Panik redete, konnte aber nichts darauf erwidern, da er von der Hitze noch erschöpft war und am liebsten weiterschlafen wollte, das war nicht der einzige Grund, denn es war ihm unangenehm Kammerle diese Dinge zu beantworten, denn der ältere Omega machte sich wie immer viel zu viele Sorgen um ihn.
Vermutlich lag es daran, dass seine erste und einzige Hitze bisher in Mitten eines Spiels bekommen hatte, als Kammerle in Karenz war und er ihm nicht helfen konnte. Alexis hatte ihn an diesem Tag zur Teamärztin getragen und diese hatte seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden lassen, seine Medizin wirkten nicht mehr und er würde in Zukunft jede 3 Monate seine Hitze bekommen oder sein Körper würde irgendwann Schäden davon tragen, wenn er die Medikamente weiternahm.
Kammerle war an diesem Tag zu ihm gekommen mit seiner Tochter Angelika in der Trage, weil er nicht warten konnte bis seine Freundin Katharina nachhause kam, um auf sie aufzupassen, so besorgt war er um Michael gewesen. Die darauffolgenden Tage half er ihm mit der Situation klar zu kommen, er hatte Essen mitgebracht, ihm kalte Waschlappen aufgelegt und ihm in den Arm genommen, als die Schmerzen unerträglich wurden. Seitdem hatte Michael keine Hitze gehabt und war jede Diskussion mit Kammerle über das Omegadasein ausgewichen. Auch mit Alexis war die Situation noch komischer geworden, als sie schon war, denn seit diesem Tag war der Alpha noch anhänglicher geworden und drauf bedacht Michael in all möglichen Dingen zur Seite zu stehen, was Michaels verwirrenden Gefühlen nicht wirklich half. Deshalb hatte es er dieses Mal vermieden, Alexis Bescheid zu geben, dass er wieder in der Hitze war, sondern schrieb ihn nur einen kurze Nachricht, dass es ihm nicht gutging und er allein sein wollte. Alexis ließ es sich aber nicht nehmen die letzten Tag ein paar Mal an seine Tür zu klopfen und zu fragen, ob es ihm gut geht, doch Michael hatte ihn immer abwürgen können. Auch wenn jedes Mal in seinem Kopf das Chaos ausbrach, wenn Alexis ging, denn sein innere Stimme wollte, dass Alpha sich in sein Nest legen und Michael beschützen müsse. Doch er war noch zu klar bei Verstand, dass er es nicht übers Herz brachte, ihn darum zu bitten, obwohl ihm die Erinnerung wie Alexis seine Hand auf der Krankenstation gehalten hatte und ihn mit seine Seerosenduft die Angst nahm, verfolgte. Aber er konnte nicht, Alexis sollte mit dem hier nichts zu tun haben, er war zu gut, um sich um einen dreckigen Omega wie ihn kümmern zu müssen.

Aber nachdem Kammerle nun hier war, würde Alexis früher oder später davon erfahren. Michael seufzte, blieb noch solange liegen, bis Kammerle aufgehört hatte zu reden:" Trainer, du musst dich nicht mehr Sorgen, ich komme ganz gut alleine klar, ok aah", gerade als Michael das sagte, durchzuckte der altbekannte Schmerz wieder Michaels Becken und er krümmte ich zusammen. Kammerle war sofort da und legte ihm eine Hand um die Schulter, um ihn zu helfen sich hinzulegen, dabei wurde Michael von den Geruch nach Chrysanthemen eingenommen, was ihm sofort ein Gefühl des Zuhauseseins gab. Nachdem er Michael geholfen hatte sich bequem hinzulegen, stand Kammerle auf und ging an das angrenzende Bad und holte einen feuchten Lappen und legte ihn auf Michaels Stirn, da er ihm die Körpertemperatur seines Schülers Sorgen bereitete. Der Geruch nach Chrysanthemen und der kühle Lappen sorgten schließlich dafür, dass der Schmerz nicht mehr so stark war.
" Besser?" fragte Kammerle, während er ihm das Haar aus dem Gesicht strich. Michael nickte und schloss seufzend die Augen. Er konnte Kammerle schließlich nicht sagen, dass sein Geruch in beruhigt, das wäre Michael peinlich.
" Wie lange geht deine Hitze schon?"
" Drei Tage"
" Was unmöglich, sie sollte nicht mehr so stark sein nach... warte Michael wann hast du das letzte Mal etwas Richtiges gegessen und damit meine ich nicht Proteinriegel, sondern Gemüse und hast du kein Nest, verdammt ich hätte dir alles erklären sollen, aber egal", offenbar hatte er die Reste der Proteinriegeln gesehen, die auf den Boden lagen. Michael hatte zwar in den Tagen Lust auf etwas anderes als diese Riegeln gehabt, doch war zu erschöpft, um sich etwas zu holen und jedem zu bitten, war nicht in Frage gekommen. Kammerle schien das jetzt für ihn zu übernehmen, denn er holte seine Handy hervor, überlegte fieberhaft, bevor er etwas eintippte und sich wieder Michael zu wandte. Dessen Schmerz hatte in der Zwischenzeit nachgelassen, sodass er Kammerle beobachten konnte: " Michael, kannst du mir sagen, wie du dich fühlst, hast du Hunger, möchtest du etwas bestimmtes haben? Apropo war in diesen drei Tagen jemand bei dir?", während er das sagte, strich er wieder mit einer Hand über die Stirn seines Schülers, die andere hielt er sich gegen die Stirn, als würde er Kopfschmerzen haben. Michael brauchte einige Minuten, um zu verstehen, was er meinte, seine Gedanken wanderten kurz zu Alexis, aber dieser war nie in seinem Zimmer gewesen, seitdem die Hitze begonnen hatte, also konnte Kammerle dachte doch nicht ernsthaft...
" Wenn du damit andeuten wollst, dass.." doch bevor Michael den Satz zu Ende bringen konnte, wurde er von Kammerle unterbrochen:" Damit meine ich nicht, ob du mit jemanden geschlafen hast, denn das hast du offensichtlich nicht, würde mich auch nichts angehen, solange es einvernehmlich ist, doch dein Partner würde dich niemals alleine lassen. Ich meine damit, ob jemand geschaut hat, dass du genug zu Trinken hast und nicht überhitzt", Michael drehte seinen Kopf beschämt auf die Seite, sodass er seinen Trainer nicht mehr ansehen konnte:
" T-tut mir leid Herr Kammerle und nein"
" Keine Sorge Michael, ich weiß, dass du es nicht so gemeint hast, willst noch etwas schlafen oder soll ich dir etwas zu essen holen?",
" Schlafen" meinte dieser leise und ließ sich langsam wieder auf die Matratze sinke. " Gut, ich bleibe derweil bei dir" erwiderte Kammerle, dieser nickte und schon bald merkte er wie Michaels Atme sich verlangsamte und er eingeschlafen war. Peter betrachtete seinen schlafenden Schüler und dachte sich, was der arme Junge schon alles durchgemacht hatte.
Er seufzte und strich weiter über dessen Kopf, um nicht nur Michael, sondern sich selber Trost zu spenden. Es würde alles gut werden, dachte er.

Michael hatte gerade davon geträumt, dass Alexis ihn durch die Türen eines großen Hauses trug, als er zum zweiten Mal an diesem Tag vom Rütteln an seiner Schulter geweckt. Diese fühlt sich anders an als Kammerle, nichts desto trotz war Michael kurz davor denjenigen anzupfauchen, der seinen Schlaf störte. Doch dann stieg ihm der Geruch von Seerosen in die Nase und ließ ihn einen leiser Seufzer über seine Lippen kommen. Er drehte seinen Oberkörper leicht in die Richtung der Hand, sodass diese seine heiße Haut berührt. Die Hand war angenehm kalt, dass Michael sich wünschte, dass er ihm am ganzen Körper berühren würde und die Hitze verschwinden lassen würde. " Mehr" sagte Michael, die Hand verließ kurz seine Schulter und landet dann auf seine Stirn, um ihn die verschwitzten blonden Strähnen aus des Gesicht zu streichen, sein Inneres sagte ihm, dass nun endlich Alpha da war und ihn beschützen würde. " Micha, du glühst ja, warte ich hole dir einen neuen Lappen". Die Hand verließ seine Stirn und Michael wurde plötzlich von einem Gefühl der Panik erfüllt, denn wie konnte Alpha ihn verlassen, wenn ihn sein Omega am meisten brauchte.
" Warte Alpha"
Michaels Stimme war verzweifelt, als er sich aufrichtete und in Richtung seines Alphas schaute. Alexis hatte die Hand auf die Klinke des angrenzendes Badezimmers gelegt, richtete den Blick aber Micha, als dieser nach ihm rief.
" Micha"
" Bleib bei mir Alpha" sagte Michael fast schon flehend. Alexis ging zur ans Bett und strich Micha wieder durchs Haar um ihn zu beruhigen:" Micha nur kurz, ich habe dir ein paar Sachen gebracht, die dir die Zeit erleichtern wird, lass mich kurz los, bin in 1 Minute wieder da", Alpha drückte ihn einen Kuss auf die Stirn und entfernte sich von Michael. Als der Kontakt weg war, durchzuckte wieder dieses Gefühl des Schmerzens und sein Körper verkrampfte sich. Er musste sich wieder hinlegen, um den Schmerz zu ertragen und zog die Knie unter der Decke an die Brust, er biss sich auf die Lippen, um das letzte bisschen Selbstbeherrschung zu behalten und nicht nach seinen Alpha zu schreien. Seine Lippen zitterten und schon bald zitterte auch sein ganzer Körper, obwohl er vor Hitze brannte. Gerade als er wirklich schreien wollte, spürte er wie er wieder auf den Rücken gedreht wurde und auf seiner Stirn etwas Kaltes gelegt wurde. " Alles gut Micha, ich bin da, ich werde immer da sein, keine Sorge. Ich habe dir noch Kleidung für dein Nest mitgebracht, da Kammerle gemeint hat, das würde helfen. Weil ich so schnell wie möglich hier sein wollte, habe ich allerdings nur meinen Hoodie und zwei T-shirt von mir auftreiben können, oh und Kammerle hat dir noch seine Jacke da gelassen", sagte Alpha und Michael öffnete die Augen, um zum ersten Mal seinen Alpha richtig an. Alexis setzte sich mit besorgten Blick neben Micha auf das Bett und hielt Michael Kleidungsstücke vor die Nase:" Hier" sagte Alexis und legte ihn diese auf die Brust. Zuerst wusste Michael nicht, was er machen sollte, doch als ihm wieder der Geruch von Seerosen in die Nase stieg, nahm er das erstbeste Kleidungsstück, den Hoodie in dem Fall, in die Hand und drückte es in sein Gesicht. Scharf zog er den Geruch ein und rieb sein Gesicht an den Stoff, Alpha Alpha beschützt Omega dachte Michaels Gehirn. Alexis setzte sich neben Michael auf das Bett und betrachtete ihn, wie er verzweifelt sein Gesicht in seine Hoodie versteckte. Alexis hatte sich die letzten 3 Tage unglaubliche Sorgen um Micha gemacht und wie er ihn jetzt so da liegen sah, seinen Hoodie verzweifelt umklammert und vor Hitze glühend, wünschte er sich er wäre früher gekommen. Verdammt dachte Alexis und strich sich die Haare aus dem Gesicht, warum hatte Micha ihm nichts gesagt, er hätte doch helfen können. Warum hatte er nur auf Michael gehört, als er meinte, er würde die nächsten Tage nicht gestört werden wollen. Ach half ja jetzt nichts mehr, er würde hier bleiben, bis es Michael besser ging, so wie Kammerle es gesagt hatte ( Alexis wäre so oder so nicht mehr von Michas Seite weichen).
Innerlich verfluchte er für seine eigene Feigheit. Er hätte schon früher Micha seine Gefühle gestanden sollen, denn dann wäre vielleicht, dass hier nicht passiert, dann würde Alexis vielleicht jetzt neben ihm im Bett liegen und den Schmerzen nehmen, vielleicht wenn er nur ja sagen würde. Doch die Angst, dass Micha ihn zurückweisen würde, hatte ihn bisher dazuabgehalten. Deshalb wusste Alexis auch nicht, was er genau tun sollte, um die Hitze zur verkürzen, denn was konnte er tun außer hier zu sitzen und zu schauen, dass sein Michael nicht überhitzte. Sein Michael wie schön das klang, den Omega als seinen bezeichnen zu können. Ach seufzte Alexis und strich Michael eine Strähne aus dem Gesicht, Michael wollte keinem Alpha haben, der sich um ihn kümmert, obwohl ihn Michas Rufen nach ihm Hoffnung gab, dass es anders war.
Micha drehte sich auf die Seite, sein Waschlappen verrutschte und als Alexis ihn wieder an seinem Platz zurück legen wollte, wurde sein Arm gepackt und über Michas Hüfte gelegt, sodass er nun ebenfalls am Bett lag. " Alpha" flüsterte Micha, während er sich an Alexis kuschelte und mit leisen Atemzügen einschlief.
Alexis war überfordert mit der Situation, denn einerseits freute er, dass Micha seine Nähe suchte, anderseits wollte er es nicht ausnutzen, da Micha dies bei klarem Verstand niemals getan hätte.
Sein Herz pochte laut und seine Wangen waren rot, verdammt dachte Alexis, er wollte sich lösen, doch dabei würde Micha sicher aufwachen und wäre sicher nicht erfreut, wenn " sein Alpha ihn wieder verließ". Alexis seufzte und ergab sich seinen Schicksal, legte seinen Kopf neben Michas auf den Kissen hin, gab ihn davor noch einen Kuss auf den Hinterkopf und zog ihn mit einer Hand an seine Brust. Als sie beide so da lagen, konnte Alexis Gott oder wenn auch immer nicht genug danken, dass er im letzten Jahr Wachstumsschub hatte und nun 10cm größer war als Michael und er sein Kinn auf dessen Kopf legen konnte. Alexis fühlte sich wie in einem Traum sicher und glücklich in ihrem Nest. Mit diesem Gedanken schloss er ebenfalls die Augen und schlief beruhigt ein.

" Alpha" vernahm Alexis ein Flüstern, doch der wurde noch von seiner Traumwelt eingenommen und antwortete nicht.
" Alpha bitte, ich will...." die Stimme wurde lauter, doch Alexis Augen waren noch schwer und er murmelte etwas, bevor seine Gedanken wieder in den Schlaf abdriften.
Die Stimme ließ nicht locker und wurde immer lauter, gleichzeitig spürte Alexis wie etwas fellartiges über seinen Hals und sein Shirt strich. Seit wann haben wir eine Katze, fragte er sich, hob aber seine Hand um über das Fell der Katze zu streichen. So weich und lang dachte sich Alexis seufzend und kuschelte sich mit dem Kopf an die Katze, was dieser gefiel, denn sie schmiegte sich an ihn und begann sich an ihn zu reiben.
Plötzlich hörte er wieder die Stimme:" Alpha bitte, nimm mich" und plötzlich waren Hände an Alexis Oberkörper und ertasteten ihn. Die Berührung war nicht unangenehm, im Gegenteil doch als sich etwas schweres auf seine Körper legte und eine Hand nach seiner Hose griff, wurde er langsam wach.
" Alpha Alpha bitte bitte nimm mich, ich fühle mich so leer ohne dich. Bitte bitte ich will.....ich will nicht ohne dich sein, bitte mach mich zu deinem Partner", das machte ihn nun endgültig wach. Er sprang wie von der Terrantel gestochen aus dem Bett, dabei hätte er fast der Katze (Micha) fast einen Kinnhaken gegeben, doch dessen Gesicht war gerade noch rechtzeitig auf dem Kissen gelandet. Alexis wusste nicht, was gerade passiert, doch eins war klar, er durfte nicht mehr zu Micha ins Bett steigen, sonst....er schüttelte den Kopf und die Röte stieg ihm in die Wange, als er an die Hände dachte, die berührten hatten.
Michael hob den Kopf und sah Alexis verwirrt an:" Alpha willst du mich nicht?" fragte er und der Ausdruck auf seinen Gesicht verwandelt sich von verwirrt zu panisch. Der Omega sprang aus dem Bett und warf sich in die Arme seines Alphas, drückte seine Nase in den dessen Shirt:
" Alpha bitte, ich werde gut zu dir bitte, lass mich bei dir bleiben, ich werde dir auch alle Kinder geben, die du dir wünschst", bettelte er und Alexis spürte wie sein Shirt nass wurde. Alexis Herz wurde schwer, als er begriff das Michael weinte, daher konnte er nicht anders, als ihn an sich zu drücken und beruhigend über die zerzausten Haare zu streichen. " Micha mein Micha alles ist gut, ich bleibe bei dir, ich verlasse dich nicht" flüsterte er leise, während sich Micha weiter an ihn drückte, bis seine Tränen versiegten.
Während Michael ihn weiter umklammerte, ging Alexis wieder Richtung Bett und setzte so hin, dass Micha bequem auf seinen Schoß sitzen konnte. Er nahm Michas Gesicht in beide Hände und strich ihn die letzten Tränen von den Wangen. " Micha wie wäre es, wenn du etwas isst?" fragte Alexis und genau in diesem Moment, begann dessen Magen laut zu knurren, was Michael leicht rot werden ließ. Er versteckte sein Gesicht wieder in Alexis Shirt und dieser konnte nicht anders und musste leise lachen, weil der Anblick von Michael roten Wangen und den verlegenen Blick so süß war, wie von einer Kätzchen, das gefüttert werden wollte.
" Alpha bitte geh nicht"
" Keine Sorge, ich schreibe Grim, das er etwas vorbeibringen soll ok?" spürte wie Micha nickte. Alexis seufzte beruhigt und griff nach seinem Handy, dass er vorher auf Michas Nachttisch gelegt und schrieb Grim, dass eine große Schüssel Gemüsesuppe und Zwieback vorbeibringen sollte.
Sie blieben beide so sitzen, bis sie schließlich ein Klopfen an der Tür hörten:" Alexis ich habe das, was du wolltest" rief Grim durch die geschlossene
Alexis wollte schon aufstehen, doch Michas Griff wurde nicht lockerer, er seufzte, Micha wurde es nicht wollen, dass Grim so sah, deshalb sagte er:" Danke Grim lass es einfach vor der Tür stehen, ich hole es dann, Michael will zurzeit keinen anderen Besuch haben"
" Geht es ihn gut?" fragte Grim besorgt, Alexis sah zu Micha hinunter, der sich immer noch an ihn schmiegte, aber ruhig und entspannt wirkte, bevor er mit:" Ja das wird schon, keine Sorge"
" Gut wir sehen uns dann, schreib wenn ihr etwas braucht",
" Micha ich stehe kurz auf, um das Essen zu holen, kannst du mich kurz loslassen, ich bin auch gleich wieder da?" versicherte Alexis und drückte ihn einen Kuss auf den Kopf. Michael sah auf und schien kurz zu überlegen, doch dann nickte er und stieg von Alexis herunter, um sich wieder ins Bett zu legen.
Als die Wärme von Michaels Körper seinen verließ, wollte Alexis ihn wieder an sich ziehen, doch er hielt sich im Griff, schließlich ging es hier nicht um seine Bedürfnisse, sondern um die von Micha.
Seufzend stand Alexis auf und holte schnell das Tablett, dass Grim vor der Tür auf den Boden gestellt hat. Er sah, dass dieser alles besorgt hatte, warum Alexis ihn gebeten und er hatte sogar noch eine kleine Tafel Himbeerschokolade dazugelegt. Zufrieden kehrte Alexis mit dem Tablett wieder zu Micha zurück, welcher ihn die ganze Zeit beobachtet hatte. Als Alexis sich wieder zu ihm ans Bett setzte, knurrte plötzlich sein Magen. " Da hat voll jemand Hunger" meinte Alexis lächelnd und stellte das Tablett vor Micha ab, dieser betrachtete die Sachen darauf, bevor er sich den Löffel schnappte und die Suppe kostete. Die Flüssigkeit war in seinem Mund so heiß, dass er sich prompt die Zunge verbrannte und den Löffel fallen ließ. " Micha" schrie Alexis als er sah, wie der Löffel auf der Bettdecke landete.
Michael achtete nicht auf ihn, sondern betrachtete die Unordnung, die er angerichtet hatte.
Weil Micha den Löffel fallengelassen hatte, war nun ein paar Flecken auf seiner Bettdecke, was er im klaren Zustand nicht so schlimm gefunden hätte, doch jetzt fühlte er sich schuldig, dass er und sein Alpha in einem dreckigen Nest schlafen mussten. Micha ließ den Kopf hängen und strich mit einer Hand über den Fleck, bemerkte dabei nicht wie Alexis immer wieder auf ihn einredete: " Micha alles in Ordnung hast du dich verbrannt, jetzt antworte mir doch Micha". Micha spürte wie sein Kopf in Richtung seines Alphas gedreht wurde und dieser ihn mit ernsten Blick musterte. Alpha ist böse, dachte Micha und versuchte seinen Blick aufzuwenden, doch Alexis ließ es nicht zu, stattdessen strich er ihn über das Gesicht, öffnete Michas Mund, um festzustellen, ob er sich verbrannt hatte. Alexis sah, dass seine Zunge etwas gerötet war, also stand er auf und ging ins Bad, um ihn ein Wasserglas zu holen. Michael betrachtete in der Zwischenzeit wieder den Fleck und fragte sich dabei, ob sein Alpha nun erkannt hatte, was für ein wertloser Omega er war, da er nicht mal ihr Nest schön halten konnte.
" Hier trink" meinte er und hielt ihn das Wasserglas an die Lippen, damit er trinken. Micha trank ein paar Schlucke bis der Schmerz etwas weniger wurde. Alexis setzte sich wieder zu ihm und Micha sah nun, dass sein Alpha in ihrem dreckigen Nest saß. Der Omega wurde rot und richtete seinen Blick auf seine Hände, bevor er stotterend zu Alexis sagte:
" A-alpha e-ees tut mir leid das ich unser Nest ruiniert habe, aber b-bbitte verlass mich nicht" Alexis strich beruhigend über Michas zerzauste Haare und versicherte ihm, dass ihr Nest nicht zerstört war und er bei ihm bleiben würde. " Micha, ich werde nicht gehen, beruhige dich. Dein Nest ist gut so wie es ist. Komm iss etwas, ich passe auch auf, dass du dich nicht wieder verbrennst ok?", dieser zog einige Male die Luft ein und lehnte sich schließlich an Alexis, um sich an seine Hals zu schmiegen und dessen Geruch einzuatmen. " Ok" meinte er leise und deutete auf das Tablet, dass neben ihm auf den Bett stand " Hilfst du mir Alpha?"
" Natürlich Micha".
Alexis legte einen Arm, um seine Hüfte, damit Micha aufrecht sitzen konnte und begann in Löffel für Löffel die Suppe einzuflößen. Er achtete bei jedem darauf, dass die Temperatur passte, bevor Micha sie zu sich nahm. Den Zwieback und die Schokolade riss Alexis in kleine Teile und legte sie in Michas Hand, er aß einige Stücke von beide und hielt Alexis auch etwas hin. Alexis über glücklich aß natürlich auch etwas davon.
Nachdem Micha fertig gegessen hatte, half er Micha sich wieder ins Bett zu legen. " Alpha komm" sagte Micha, als er merkte, dass Alexis nicht sofort neben ihn lag. " Gleich Micha, lass mich nur kurz" sagte er und sah sich im Zimmer um. Als er die Kleidung sah, die er für Michas Nest mitgebracht hatte, begann diese um Micha herum zu drapieren, bevor er ihn zudeckte. Micha sah ihn erwartungsvoll zu und seufzte zufrieden, als sein Bett noch intensiver nach Seerosen zu riechen begann. Er selber schob die Kleidungsstücke noch zurecht und als er zufrieden war mit seinen Werk, drehte sich wieder auf die Seite, sodass Alexis sich neben ihn legen konnte. Dieser tat das auch nachdem er das Tablett auf den Boden gestellt hatte und legte ihn eine Hand um die Hüfte, sodass er ihn an seine Brust ziehen konnte. Als sie nun so eng beieinander lagen, merkte Alexis das Micha nicht mehr so heiß war wie früher, was bedeutete, dass die Hitze wohl bald vorbei sein wird. Alexis freute sich einerseits, anderseits würde er den anhänglichen Micha vermissen. Mit Gedanken daran wie Micha ihn angefleht hatte, ihn nicht zu verlassen, schlief Alexis schließlich ein.

 

Völlig erschöpft wachte Michael auf, sein ganzer Körper fühlte sich wund, erschöpft und verschwitzt an, als hätte er die letzte Tag mit intensiven Training verbracht. Er wusste nicht mehr so recht, was in den letzten Tag passiert war, nur an die Hitze und an das Gespräch mit Kammerle konnte er sich noch erinnern, doch dann.... Er seufzte und drückte seinen Kopf noch weiter in sein Kissen, er war noch zu müde, um sich darüber Gedanken zu machen. Michael wollte sich schon umdrehten, um eine bequemer Stelle zu finden, doch da bemerkte er wie ihn jemand festhielt und derjenige sein Kinn auf Michaels Hinterkopf gelegt hatte. Mit einem Schlag war er vollständig munter und versuchte sich umzudrehen, um das Gesicht von den zu sehen, der ihn festhielt. Es dauerte einige Minuten, bis er es geschafft hatte, da der Griff des anderen hart wie Stein war. Als er sah, wer neben ihn lag, konnte er nicht anders, als rot zu werden, denn es war niemand anders, als Alexis, der mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen neben ihm schlief. Michael sah weg, was sollte er auch sonst machen, wenn derjenige den er heimlich mochte, neben ihn lag und wahrscheinlich die ganze Nacht mit ihm gekuschelt hatte. Verdammt, was war nur passiert, dachte Michael und überlegte fieberhaft, ja er war in der Hitze gewesen und Kammerle war, Alexis auch, doch Alexis hatte er immer weggeschickt, außer er war einfach reingekommen, nein das würde Alexis nicht tun, hatte er ihn hergebeten nein ausgeschlossen, dann war es wohl Kammerle gewesen, schloss er schließlich daraus und verfluchte ihn innerlich. Als ob er Michael innere Krise spüren würde, flüsterte Alexis leise " Micha" und legte beide Hände um dessen Schultern, um ihn wieder ganz an seine Brust zu ziehen. Sofort waren alle Gedanken verschwunden und er war von den süßen Geruch eingefangen, der typisch für Alexis war und den er so mochte. Sie blieben einige Zeit so liegen, Micha mit klopfenden Herzen und glühenden Wangen an Alexis Brust gedrückt und Alexis sein Gesicht wieder in Michas Haare vergrub. Michael fragte sich, ob das ein Traum, der in dem Moment zerplatzen würde, wo Alexis aufwachen würde. Wenn das der Fall wäre, hoffte er, dass dieser niemals enden würde. Alexis Alexis schrie er in Gedanken, während er sich immer weiter an ihn drückte. Dieser blieb ruhig liegen, verstärkte seinen Griff um Michas Schulter nur ab und zu, sodass dieser nicht weg konnte. Michael wäre fast wieder eingeschlafen, als er plötzlich Alexis fragte hörte: " Micha bist du wach?", während er durch Michas verzaustes Haar strich. Der Angesprochene antwortete nicht, sondern nickte nur, sodass Alexis spürte, dass er wach war. " Alles in Ordnung bei dir, ist die Hitze vorbei?" fragte dieser schließlich besorgt, bevor er Michas Gesicht anhob und ihn ansah. " Ja, sie ist vorbei" antwortete Micha mit rauer Stimme und wünschte sich fast, sie wäre es nicht. Jetzt hatte er schließlich keinen Grund mehr so mit Alexis im Bett zu liegen ohne das... Michael konnte den Gedanken nicht vervollständigen, stattdessen löste sich er sich langsam von Alexis, um sich aufzusetzen und das Chaos in seinen Bett zu betrachten.
" Es tut mir wirklich leid, dass ich dich da mitreingezogen habe Alexis" meinte Michael schließlich beschämt, als sah, dass die Kleidungsstücke, die fast alle Alexis gehörten, zerknittert im Bett verteilt lagen.
" Nein du musst dich nicht entschuldigen Micha.Ganz im Gegenteil, du hättest mir früher Bescheid geben sollen, dann hättest du nicht so viel leiden müssen Micha, immerhin macht das ein guter A.." Alexis brauch abrupt den Satz ab und wandte den Blick ab. Michael wusste natürlich, was er sagen wollte, wer außer sein Alpha würde das jedes Mal mit ihm durchmachen wollen, aber er hatte keinen Alpha und Alexis würde das hier nicht jedes Mal mit ihn durchmachen wollen oder?
" Meinst du das macht ein guter Alpha für seinen Omega"
" J-ja" meinte dieser stammelend und sah auf seine Hände "aber ich weiß, du willst keinen Alpha, ich meine nur, wenn du einen haben willst, i-ich, was ich sagen will Micha, ich mag dich, sogar sehr und dich so zu sehen, hat mich innerlich zerrissen und d-deshalb gib mir nächstes Mal Bescheid, dann kann ich dir helfen, nicht als dein Alpha sondern als ein Freund"
" Lex i-ich.."
" Nein Micha...du musst meine Gefühle nicht erwidern, lass mich dir einfach nur helfen, das würde mir schon reichen".
Michael war noch total perplex von Alexis Geständnis, deshalb bekam er auch kein Wort über die Lippen, denn warum wollte Lex so einen Omega wie ihn haben, er war kaputt und würden den Alpha nur Schaden zufügen. Aber er brachte es nicht übers Herz ihn zu abzuweisen, wenn es genau das ist, wonach er sich innerlich sehnte, zu Alexis zu gehören. Deshalb atmete tief durch, bevor er fragte"
" Bist du dir sicher?"
" Natürlich bin ich mir sicher, dass ich dir helfen will Micha", schrie er fast.
" Das meinte ich nicht, bist du dir sicher, dass du mich magst und mein Alpha sein willst?" Damit hatte Alexis nun nicht gerecht, dass Michael wirklich überlegte, dass sie beide...hastig nickte er immer wieder:" Natürlich Micha, ich könnte mir keinen besseren Partner vorstellen".
" Auch wenn ich gemein bin und....", Lex ließ ihn aber nicht ausreden
" Micha du bist doch nur so, weil du nicht weiß wie du deine Gefühle zum Ausdruck bringen sollst und außerdem hat mich noch keiner besser behandelt als du"
" Ok" meinte Michael, mehr brauchte er nicht über sich zu sagen, denn er glaubte noch immer das Alexis das bereuen würde. Dieser begann währenddessen auf den Bett mit den Knien auf und ab zu hüpfen, weil er sich so freute
" YEAHH YEAHH Micha, oder sollte ich jetzt lieber sagen mein Micha". Michael wollte schon fragen, ob er jetzt den Verstand verloren hatte, entschied sich aber dagegen, denn er wusste, dass sein Alpha war einfach so, er konnte sich über die kleinste Sache riesig freuen. Deshalb sagte er einfach:
" Ach hör auf", Alexis schüttelte den Kopf "Kann ich nicht mein Micha, ich freue mich zu sehr", er seufzte, es hatte keinen Sinn ihn zu sagen, dass er aufhören sollte und wenn er ehrlich war, war er überglücklich über dessen Reaktion. Michael lehnte sich erschöpft an Lex und dieser....
schlang seine Arm um ihn und drückte Micha an sich.

Alexis Gedanken liefen auf Hochtouren, da er immer noch nicht begreifen konnte, dass Micha wirklich ja gesagt hatte. Er konnte seine Freude nicht im Zaum halten, also begann Micha an sich zu drücken und seine Geruch auf ihn verteilen, sodass jeder wusste, dass er Alexis gehörte. Micha schien zum Glück nichts dagegen zu haben, denn er ließ es zu. Nun saßen so dicht aneinander gedrückt und Alexis dachte, dass er nur noch glücklicher wäre, wenn Michael wirklich die Worte " Ich liebe dich" verwendet hatte, doch er kannte Micha gut genug um zu wissen, dass das für ihn ein Liebesgestandnis war und das andere mit der Zeit kommen würde. Als sie nun so da saßen auf Michas Bett in ihrem Nest und Alexis sich schon ihre gemeinsame Zukunft ausmalte, fiel ihm plötzlich etwas ein, was Micha während seiner Hitze gesagt hatte und Alexis wollte nicht der einzige sein, der sich daran erinnern konnte. Deshalb beugte sich zu Micha, sodass sein Mund auf Höhe seines linken Ohrs war und flüsterte: " Und ich hoffe, dass du mir wirklich eines Tages die versprochenen Kinder schenkst, natürlich nur wenn du sie auch willst". Michael, der gerade noch zufrieden und glücklich in Lex Armen lag, riss die Augen auf, als er verstand, was Lex da gesagt hatte und wollte schon aufspringen und fragen was das sollte, doch dann fiel ihm etwas und er wandte schnell die Blick ab " Das habe ich nicht wirklich gesagt oder?" doch Alexis Lachen sagte mehr als tausend Worte und Micha wusste, dass er verloren war, aber komischerweise war es Michael nicht so peinlich, wie er gedacht hatte, vielleicht weil es Lex war." Ich verspreche nichts Lex", meinte er schließlich leise: " Musst du auch nicht, mir genügt es schon dich zu haben Micha". Damit beugte sich Alexis zu Micha und drückte seine Lippen auf die des anderen, um jeden Zweifel, der einer der beiden haben könnte, zu ersticken.

Notes:

Dankeschön fürs Lesen.
Falls sich jemand fragt, wer Peter Kammerle ist, er ist der OG Trainer der U20 Mannschaft von BM, denn ich und Rosenfall erschaffen haben. Mehr sie als ich.