Work Text:
Ihren ersten Kuss tauschten sie in einem Hotelzimmer. Weiterbildung, ein langer Tag voller Vorträge und Arbeitsgruppen, Kaffee aus dicken, weißen, spülmaschinenfesten Porzellantassen. Kuchenhäppchen und Käsebrötchen in den Pausen.
Leo hatte sich die Hände gewaschen, bei offener Badezimmertür, und Adam war kurz durch den Flur, dann zurückgekommen. Ein Tiger im Käfig. Er fing sich mit dem Oberarm an der Türzarge ab, halb vorgebeugt, und sah Leo beim Händeabtrocknen zu. Leo schaute auf, wie Adam da im Türrahmen verharrte, den Flurspiegel direkt im Rücken, auch schön, dass man vom Klo aus den Blick in den Spiegel genießen konnte, wenn man die Tür nicht schloss.
Leo wollte an ihm vorbei, zur Seite. Adam lauerte wohl, dass das Bad frei wurde, sie hatten über irgendetwas aus der Weiterbildung gesprochen, Adam hatte geredet und dann als sie auf Augenhöhe waren, auf der Türschwelle, hatte Adam den Abstand zwischen ihnen überwunden und ihn geküsst. Einfach so.
Dass da mehr sein könnte, sein würde, hatte sich abgezeichnet. Leo hatte erst nicht richtig glauben wollen, dass er Adam glücklich machte. Sie brachten sich gegenseitig zum Lachen. Da war keine Barriere mehr. Den Sumpf aus Roland Schürks Erbe, seinem Konsortium aus Berufskriminellen, die die Beute und Adam deshalb an den Kragen wollten, den hatten sie trocken gelegt.
Der Kuss kam also nicht so überraschend. Leo hatte natürlich gedacht, dass es passieren konnte, aber er hatte es nicht eilig gehabt. Er war noch zu berauscht von diesem glücklichen Ende, das die Sache mit dem Geld genommen hatte. Er hatte in den letzten Wochen dieses kribbelige Gefühl von Verliebtsein einfach nur genossen. Weil er wusste, dass seine Gefühle erwidert wurden.
Beim Küssen legte Adam ihm eine Hand schwer auf die Schulter und Leo musste einfach nur dagestanden haben, immer noch halb im Bad, halb im Zimmer, ganz überwältigt. Bis Adams sich vor ihn kniete, ihm die Jeans aufknöpfte und Leo einen blies. Die Überwältigung schlug in nackte Lust um. Leos Knie gaben nach. Er musste sich am Türrahmen festhalten. Er warf einen Blick in den Spiegel, auf Adams blonden Hinterkopf darin.
Vor dem Spiegel erhob sich Adam und bedachte Leo mit einem durchdringenden Blick, bevor er zum Bett ging und ein Kondom aus seiner Reisetasche kramte. Alles in hektischer Aktivität. Leo stieg aus seinen Jeans, warf einen letzten wilden Blick auf sich selbst und folgte Adam. Machte er ja immer. Adam schob das Kondom über die Bettdecke zu ihm und wühlte weiter in seiner Reisetasche.
„Ich mach’s nur mit Gummi.“
„Ja, klar“, sagte Leo leichthin. Er zog sich Pulli und Shirt aus, während Adam weiter vor seiner Tasche hockte und darin etwas suchte.
Da hielt Adam triumphierend eine durchsichtige Flasche Gleitgel in die Höhe. Er grinste und öffnete den Verschluss einhändig, ließ einen Klecks auf seine Hand tropfen und hielt Leo dann die Flasche hin.
Leo griff automatisch danach. Er sah zu wie Adam seine Jeans mühsam mit einer Hand öffnete und dann mit der anderen Hand hinter sich griff. Oh. Oh.
„Und die Klamotten bleiben an“, sagte Adam plötzlich in die Stille.
„Was?“ fragt Leo.
„Ich zieh mich nicht aus“, sagte Adam und stand auf. Er machte eine ruppige Geste, die wohl ausdrücken sollte, dass er damit alles an Klamotten meinte. Hoodie, Hemd, Hose, Socken. Leo fiel das Lächeln aus dem Gesicht und Adam nahm Kampfhaltung an. Er reckte das Kinn vor, sagte bedrohlich ruhig: „Wenn du damit ein Problem hast, ist das deine Sache.“ Er wartete kurz ab, ob Leo jetzt einen Rückzieher machen würde, atmete durch, als nichts kam. Dann stieß er nach, milder, fast einladend: „Aber sonst bin ich für alles bereit. Lass anfangen.“
Adam setzte sich aufs Bett und hielt ihm das Kondom hin. Der Reißverschluss seiner Jeans war geöffnet. Dass er hart war, sah Leo, aber mehr nicht. Adam wartete, bis Leo sich das Kondom über gerollt und seinen Schwanz mit Gleitgel eingerieben hatte, dann drehte er sich um und schob sich die eigene Jeans und Unterhose runter. Er bückte sich vor Leo, stützte die Handflächen auf dem Bett ab. Leo sah die zwei Grübchen am Becken, legte seine Daumen drauf, spreizte die Hände, fuhr mit den Fingerspritzen an den scharfen Hüftknochen entlang. Über dem Becken deuteten zwei Knubbel die Linie seiner Wirbelsäule an, mehr sah er nicht von Adams Rücken.
Als er mit dem Daumen zwischen Adams Arschbacken fasste, richtete sich Adam halb auf.
„Nein, brauchst du nicht. Kannst einfach loslegen“, wiegelte er ab. Seine Stimme klang heiser. Leo kannte Adam gut genug, wusste, dass er es wollte, aber er hatte sich das alles wirklich anders vorgestellt. Rummachen vorm Fernseher oder ein Rumblödeln beim gemeinsamen Abwaschen, das erst zu Lachen und dann Küssen führte. Er hatte sich ausgemalt, dass es in seiner Wohnung passieren würde. Musste ja, denn Adam fasste ihn nicht mal an, wenn sie im Haus seiner Eltern waren.
Dass ihr erstes Mal so ein Fick vor dem Hotelbett sein würde, hätte er nie gedacht. Dafür ist Leo eigentlich nicht der Typ. Sind sie beide nicht. Aber wenn es das ist, was Adam will, dann kann Leo das machen. Adam hatte es zuerst gefallen, das wusste Leo. Er hatte laut gestöhnt, als er Leos Schwanz nahm. Auch dass Leo seine Taille umfasste, ihn aufs Bett schob und sich hinter ihn kniete war noch okay gewesen, aber als Adam dann eine Hand vom Bett löste, um sich abzuwichsen, war sein Hoodie ein kleines Stück nach oben gerutscht und Adam hatte aufgehört zu wichsen und lieber das Teil wieder in Form gezogen. Leo hatte den Hoodie danach schön mit breiten Händen auf Adams Hüften festgehalten. Aber Adam hatte sich nicht mehr angefasst, einfach den Rücken gerade durchgedrückt, mit den nach Halt suchenden Händen die Bettdecke malträtiert und den Kopf hängen lassen.
Dann hatte Adam darauf gewartet, dass Leo fertig wurde. Als der Gedanke einmal da war, ließ er sich nicht mehr abschütteln. Leo hatte es nicht mehr durchgehalten, seinen Schwanz raus- und das Kondom abgezogen. Das landete im Mülleimer unter dem kleinen Schreibtisch.
Er sah aus dem Augenwinkel, dass Adam sich aufsetzte und seine Jeans hochzog. Das war es dann wohl, dachte er, als Adam vom Bett rutschte, in so einer anmutig fließenden Bewegung, als hätte er das schon unzählige Male getan, und sich wieder vor ihn kniete. Adams Hände waren schwitzig und warm, sein Griff sicher. Er brauchte ihn nicht lange anfassen, bis Leo wieder ganz hart war.
„Kannst auf mein Gesicht abspritzen“, bot Adam wie beiläufig an. Leo ging dieser Vorschlag wie ein Hammerschlag durch den Körper. Er schwankte nach vorn, packte Adams Handgelenk und Adam hielt sofort inne, öffnete den Mund weit und streckte die Zunge raus. Wie aus einem verdammten Porno. Leo versuchte es so zu machen wie er das gesehen hatte. Zielte auf Adams Zunge und rückte so nah an ihn ran, dass Adam ihn lecken konnte, wenn er wollte. Adam nahm ihn wieder in den Mund, drückte seine Zunge gegen die Krone, höhlte die Wangen aus, zog den Kopf zurück und ließ Leos Schwanz aus seinem Mund gleiten. Alles von einem nassen Schnalzen und Adams angestrengten Atemzügen begleitet, wieder und wieder, während seine Hand seinen Schritt knetete. Adam legte die andere Hand auf Leos zitternde Oberschenkel, wie zur Warnung, und dann sah er zu Leo auf, und es war um Leo geschehen. Er wichste auf Adams ausgestreckter Zunge ab, berührte mit den Knöcheln Adams Kinn, als der angestrengt schluckte.
Danach verschwand Adam im Bad zum Duschen und als er zehn Minuten später wieder ins Zimmer kam, ging er einfach zur Tagesordnung über. Als hätte die letzte halbe Stunde nicht stattgefunden.
Dann zwei Tage später, als sie vom Dienst in Leos Wohnung zurückkamen, noch nicht mal die Straßenkleidung abgelegt, küsste Adam ihn so heftig, dass Leo mit dem Hinterkopf gegen die Wand neben der Garderobe stieß.
„Sorry, sorry. Konnte nicht mehr warten. Scheiße, du machst mich so an“, sagte Adam und küsste ihn wieder. Sie lagen sich in den Armen. Leo fühlte sich wie im siebten Himmel, nicht wegen des Küssens sondern weil er zwei Tage gedacht hatte, dass er es verkackt hatte, dass Adam das nur ausprobieren wollte. Und eben doch kein Interesse an ihm hatte. Was völliger Blödsinn war, weil sie ja mehr oder weniger zusammen wohnten, aber was sollte Leo sonst denken, wenn Adam so tat als wäre das im Hotelzimmer nie passiert?
Adam gab wieder das Tempo vor, lutschte ihm noch im Wohnungsflur den Schwanz, nahm ihn dabei so tief, dass Leo nicht verstand wie Adam das konnte ohne zu würgen. Aber Adam ging immer bis zum Äußersten. Danach zog er Adam an sich, sie küssten sich ausgiebig, aber als Leo eine Hand gegen Adams Schritt legte, wich Adam ihm aus.
„Adam?“ fragte Leo vorsichtig. Hier lief was richtig falsch. Adam zog lieber seine Jeansjacke aus, streifte sich die Schuhe ab, alles, wofür er vorher keine Zeit gehabt hatte, abgewandt von Leo, den er jetzt wie Luft behandelte. Er ging in die Küche und holte ein Glas aus dem Schrank, füllte es mit Leitungswasser.
Leo ging ihm nach. „Alles okay? Adam?“
„Ja. Was soll sein?“ fragte Adam betont gleichgültig, lehnte sich mit dem Rücken an die Spüle und trank aus dem Glas. Ihre Blicke begegneten sich, Adam sah zuerst weg. Leo wartete.
„Alles in Ordnung bei dir?“
„Ich hab doch gesagt, dass ich mich nicht ausziehe, oder?“
„Ja, aber ich dachte... Heißt das, du willst nicht, dass ich dich berühre?“
Das war offenbar eine schwierig zu beantwortende Frage, wie Leo feststellen musste. Adam runzelte die Stirn, setzte zweimal zum Sprechen an. Sagte schließlich dem Fußboden, dass er es schon mochte, aber eben nur über der Bekleidung. Zu seinen Konditionen.
„Wenn das ein Dealbreaker ist, dann sag’s mir jetzt und ich such mir was anderes.“ Was er meinte, war die Wohnung, dass er ausziehen würde. Obwohl er noch gar nicht offiziell eingezogen war. Adam schlief momentan nicht im Bunker, hatte sich so bei Leo einquartiert, wie Leo es damals bei ihm getan hatte. An einem Abend vor zwei Wochen bei ihm geklingelt und die Reisetasche neben der Couch abgestellt. Nur, dass Adam nicht auf der Couch schlief sondern sie sich Leos Doppelbett teilten. Dass Adam bei geöffnetem Fenster mit langer Pyjamahose, Socken und Hoodie schlief, hatte Leo dann auch nicht mehr überrascht.
„Nein, kein Dealbreaker. Ich verstehe bloß nicht-!“ Er kam nicht weiter, Adam stieß sich von der Spüle ab und marschierte an ihm vorbei ins Wohnzimmer. Er sprach weiter ohne sich nach Leo umzudrehen.
„Und bevor du anfängst zu grübeln, das hat nichts mit dir zu tun. Und ich bin auch nicht missbraucht worden. Das ist nämlich das, was immer alle denken. Dass ich da so ein tiefsitzendes Trauma habe. Ist nicht so.“
Adam ließ sich auf die Couch fallen, warf eins der Zierkissen, die Leos letzte Freundin angeschleppt und nie wieder mitgenommen hatte, in die andere Couchecke. Er verschränkte die Arme, wartete auf Leos Urteil. Adams Knie wippte auf und ab, jetzt wo er nicht mehr durch die Wohnung laufen konnte. Er schielte auf die Schachtel Zigaretten, die auf dem Couchtisch lag. Wenn er die jetzt anbrach, obwohl das seine Schachtel für nächste Woche war, war er wohl endgültig süchtig nach dem Scheißzeug. Er hatte Leo erzählt, dass er alle paar Wochen eine Schachtel kaufte, was eh schon gelogen war, denn Adam rauchte eine Schachtel pro Woche, wenn nichts Weltbewegendes wie Flucht vor der Polizei oder eine Messerstecherei mit einem Auftragskiller anlag. Dann rauchte er auch mal zwei. Leo setzte sich auf die andere Couchseite, bewusst langsam und mit gebührendem Abstand.
„Okay, danke, dass du mir das gesagt hast. Vielleicht können wir was finden, was uns beiden Spaß macht und wo wir beide wissen, was Sache ist.“
Auf Adams Gesicht wich die Verblüffung dem Ärger. „Hat dir wohl bis jetzt keinen Spaß gemacht?“ sagt er und leckte sich demonstrativ über die Lippen.
Leo beugte sich vor. „Nein du Vollpfosten. Ich mache mir Gedanken, ob es dir Spaß macht.“
Adam lehnte sich zurück. „Ich würd’s ja nicht machen, wenn nicht.“ Als wäre ihm der Gedanke wie seltsam das alles war, noch nie gekommen. „Ach so, soll ich es noch schriftlich machen?“ fragte er spöttisch und schaltete den Fernseher ein. Diskussion beendet. Lass es bleiben, Leo. Er begann sich durch die Programme zu zappen und Leo wartete ab, die einfachste Taktik, die jeder lernt, der Befragungen durchführt. Irgendwann, als sie längst so eine verworrene Netflix-Serie über Zeitreisen anschauten, bei der Leo längst den Faden verloren hatte, die Adam aber unbedingt weiter gucken wollte, griff Adam das Thema wieder auf, sagte ohne Einleitung: „Ich finde dich heiß. Es ist geil, dir einen zu blasen. Ficken kannste auch, keine Angst.“ Adam warf ihm einen Seitenblick zu. „Du wolltest doch wissen, was mir Spaß macht“, erklärte er voller Häme. Der Ausdruck in seinen hin und her schnellenden Augen erzählte eine ganz andere Geschichte. Leo sah darin Adams inneren Konflikt, sein verzweifelt ehrliches Bemühen, ihm, Leo, klar zumachen, dass es wirklich nicht an ihm lag, dass Adam gewissen Dinge einfach nicht zulassen konnte.
Leo verdrehte die Augen, fühlte sich unendlich erleichtert. „Du bist echt so ein Arschloch.“
„Du erst!“ antworte Adam prompt und grinste in sich hinein.
Zumindest war das geklärt und Leo konnte sich auf Adams Launen einstellen. Die Regeln lernen. Nie in der Öffentlichkeit, dazu gehörte auch ein leerer Park nachts oder eine Wiese mitten in der Walachei, nie ohne Klamotten, aber die Regel galt nur für Adam. Leo sollte so nackt wie möglich sein. Arme und Rücken waren immer erlaubt, solange Leo sich an die Regel mit der Kleidung hielt. Haare und Kopf waren es auch, wenn Adam Leo einen blies. Aber Adams Befriedigung stand nie im Mittelpunkt und Adam lehnte jede Hilfe, die Leo anbot, mit einer Mischung aus Verwirrung und Unmut ab. Er versicherte Leo, dass er auf seine Kosten kam. Dass er das alles gerne tat. Das war zwar keine Regel, aber meistens war es auch Adam, der zeigte, wann er wollte, der den ersten Schritt machte.
Wochen später taten sie es im Wohnzimmer, als Adam nur ein T-Shirt und eine Sporthose trug. Lag wohl an der brütenden Sommerhitze. Sie waren zuvor aus gegangen, hatten sich ein paar überteuerte Biere in einer überfüllten Szenebar gegönnt, Adam war den ganzen Abend nicht von seiner Seite gewichen, war nicht mal zum Rauchen raus, hatte lieber direkt neben Leo gestanden anstatt auf dem Barhocker neben ihm zu sitzen. Er hatte Leo mit einem „mein Freund zahlt“ die letzte Rechnung begleichen lassen und auf der Straße vor der Bar dachte Leo für einen schwindelerregenden Moment, dass sie sich jetzt küssen würden, aber Adam hatte ihn nur breit angegrinst und sie warten fast wortlos nach Hause gelaufen.
Nachdem sie zurückgekehrt waren, in die stickigwarme Wohnung, hatte Adam eine Jogginghose angezogen aber sein T-Shirt anbehalten, Leo auf der Couch auf sich gezogen. Der Fernseher lief und im Flur brannte noch Licht. Adam hatte sich bereitwillig küssen lassen, länger als sonst, ihm dabei den Schwanz gestreichelt. Leo verdrängte den Gedanken daran, dass Adam angetrunken sein musste, um sich im Arm halten zu lassen. Dass er gar nicht versuchte, Leo auf Abstand zu halten. So wie sonst.
Leo hatte auch keinen Grund sich zu beschweren, wenn Adam doch alles tat, damit er kam. Er war sich sicher, dass Adam jeden Tag Sex mit ihm haben würde, wenn es ihre Dienstzeiten erlaubten. An den arbeitsfreien Wochenenden machten sie es zwei- oder dreimal am Tag. Adam hatte ihm oft genug schon am Frühstückstisch einen blasen wollen oder ihm beim Fernsehen abends auf der Couch einen runtergeholt. Nur eben ohne Gegenleistung.
„Leo, willst du-?“ fragte Adam und Leo nickte. Der Kopf schwamm ihm vor Alkohol. Adam zog ein Kondom und eine dieser Gleitgeleinzelpackungen aus der Hosentasche, hielt Leo, der ja längst nackt war, erst das Kondom, dann das Gleitgel hin, lachte in sich rein, als Leo über die Gleitgelverpackung fluchte, die sich nur mit den Zähnen öffnen ließ. Er zog Leo wieder auf sich, alles war gut. Mehr als gut.
Als Leo sich dann an zwei Lagen Stoff vorbei kämpfte, musste sich etwas auf seinem Gesicht abgezeichnet haben, denn Adam wurde konzentriert, zog nur beide Beine höher, damit Leo sich auf ihn legen konnte. Leo hatte Probleme, richtig einzudringen. Er schob ihm eins der Zierkissen unter den Hintern, war vielleicht grober als beabsichtigt, der Alkohol machte ihn mutiger, er zog Adams Unterhose weiter nach oben, wollte seine nackte Haut spüren. Er vergrub die Finger in Adams Schenkel, ließ Adam sein Gewicht spüren. Adam atmete gepresst aus, als Leo in ihn eindrang. Er arbeitete sich vor. Adams Atem ging flach an seinem Ohr. Adams Hände wanderten runter zu seinem Hintern und die Lust fing ihn ein, machte was mit ihm. Leo kam zu sich selbst zurück, als Adam eine Hand gegen seine Brust stemmte, sah, dass Adam den Kopf in die Sofapolster gedrückt hatte, als wollte er darin versinken, weg von Leo kommen.
„Soll ich aufhören?“ fragte Leo in den Raum zwischen ihnen. Adams T-Shirt war verrutscht oder Leo hatte es zur Seite gezogen. Er war sich nicht sicher. Adam schüttelte den Kopf. „Andere Position.“ Leo glitt aus ihm raus, wartete bis Adam sich umgedreht und die Hose bis zur Mitte der Oberschenkel gezogen hatte. Und wenn schon, dachte er dabei. Solange Adam hart war und ihm den Hintern entgegen schob? Dann hörte er Adam endlich keuchen, wusste, dass es jetzt für sie beide gut war.
Adam ging danach nicht ins Bad. Leo wusste nicht so richtig wohin mit sich. Normalerweise war er sofort nach dem Höhepunkt allein, jetzt saß da Adam neben ihm, die Hände auf den Oberschenkeln aufgestützt, als wollte er aufstehen. Die blonden Haare fielen ihm ins Gesicht, Leo konnte seine Augen nicht sehen.
Adam griff bemüht gleichgültig nach seiner Hand und Leo ließ sich bereitwillig ziehen, zu Adams Hosenbund und dann plötzlich rein, wo nur noch eine durchgeschwitzte Unterhose Adams Schwanz von Leos suchenden Fingern trennte.
„Scheiße, Adam.“
„Du kannst“, sagte Adam, beschwor ihn: „Du willst doch, du willst doch.“ Er ließ sich zurückfallen, die Hände starr und angestrengt an den Seiten angelegt, während Leo ihn ungelenk begrabschte. Das war überhaupt das erste Mal, dass Adam sich anfassen ließ.
„Kann ich?“ fragte Leo, um sicher zu gehen und weil Adam so angespannt war. Adam nickte, Leo hatte endlich den Mut, seine Hand um Adams Schwanz zu schließen.
„Ist das wie du es dir machst im Bad?“ flüsterte Leo.
Adam schreckte hoch. Denkst du ich kriege das nicht mit, dachte Leo. „Ja“, ächzte Adam, holte mit den nächsten Worten zum Gegenschlag aus. „Oder mit den Fingern. Ich mach’s mir mit den Fingern und stell mir vor, dass es dein Schwanz ist.“
„Fuck, Adam.“
„Fuck, Leo“, wiederholte Adam genervt, aber er rückte näher an Leo ran, damit Leo sich nicht so weit seitlich zu ihm lehnen musste. Sie schwiegen wieder, während Leo langsam so etwas wie Rhythmus aufbaute.
Adam legte nach ein paar Minuten eine Hand auf Leos Handrücken, eine federleichte, zaghafte Berührung und Leo dachte, dass der Spuk jetzt vorbei war, dass das vielleicht so eine Art Geschenk von Adam war, weil er wusste, dass Leo es mögen würde ihn anzufassen. Mehr als Adam es mochte, angefasst zu werden. Und sich nicht länger überwinden konnte und Leo bitten würde, die Hand aus seiner Hose zu nehmen.
Aber Adam half Leo nur eine andere Position zu finden, zeigte ihm den richtigen Griff, sagte plötzlich mit klarer Stimme: „Ich denke an andere Sachen, die wir noch nicht gemacht haben. Aber ich denke nur an dich, Leo. Verstehst du? Nur dich. Das habe ich noch keinem erlaubt.“ Leo wusste nicht so recht, ob Adam damit den Handjob meinte oder das, was er sich in seinen Fantasien ausmalte.
„Ist es, weil ich dich nicht sehen darf? Und wenn ich meine Augen schließe? Hilft das?“
„Ich weiß nicht.“ Adam biss sich auf die Lippen, dann drehte er den Kopf Richtung Fernseher, sank weiter zurück, so dass Leo ihn ansehen musste, die ganze lange Linie seines Körpers, nur unterbrochen von Leos Hand unter dem Gummizug der Hose. Was obszön war. Was Leo nicht so anmachen sollte.
Leo schloss die Augen, auch wenn es ihm schwer fiel. Einige Minuten lang passierte nicht viel, bis Adam sich zögerlich an ihn schmiegte und seinen Kopf in seine Richtung drehte. Leo spürte seinen Atem am Hals. Adam übernahm das Wichsen, aber Leo durfte seine Hand auf seinem Oberschenkel liegen lassen. Adam drückte nasse Küsse auf Leos Schlüsselbein, keuchte gegen seine Haut, seufzte lang und tief „Leo“, als er kam. Leo hielt zum Beweis die Augen geschlossen, bis Adam aufgestanden war. Danach sah er lange an die Zimmerdecke und ließ gar keinen Gedanken mehr zu.
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Am Balkon hingen jetzt zwei Blumenkästen mit Geranien, Caros Einzugsgeschenk an sie. Als Adam eingezogen war, standen auf dem Balkon nur zwei leere Bierkästen, die Leo da vergessen hatte. Sie saßen auf der brandneuen Bank, die Füße auf dem Balkongeländer, ein Bierkasten diente noch umgedreht als Tisch für die Flaschen und den Öffner. Die Sonne tauchte gemächlich hinter die gegenüberliegenden Dächer. Irgendwo neben Leo stand auch die halbvolle Gießkanne. Adam hatte alle Kronkorken zwischen Daumen und Zeigefinger zu kleinen Röllchen verformt und sich gerade noch davon abgehalten, die vom Balkon auf den Vorgarten runter zu schnipsen so wie er das in Berlin so oft getan hatte und wo es keinen gejuckt hätte.
Die Fantasien sahen so aus: Leo, der Adam fickte, auf dem Fußboden, der sich nahm, was er wollte und Adam benutzte. Dem es egal war, dass Adams Knie wund wurden. Das alles konnte er Leo, der ja am liebsten beim Picknicken im Park stundenlang mit ihm knutschen würde, nicht sagen. Aber Leo konnte zwischen den Zeilen lesen, wenn er wollte, und er hatte ja davon angefangen, ihn gefragt, ob er mit Leo Spaß hatte. Ob Leo etwas tun konnte, was sie noch nicht miteinander getan hatten.
Adam hatte versucht einen Witz aus der Sache zu machen. „Du meinst so was wie gemeinsam in der Badewanne oder was?“
Leo hatte gelächelt. „Vielleicht gibt es ja was, eine Fantasie…was du ausprobieren möchtest.“ Er hatte vor Verlegenheit die Schultern fast ans Ohr gezogen, aber Adams suchenden Blick Stand gehalten und Adam hatte plötzlich ganz viele Bilder im Kopf, von Leos breiten Schultern, seinen starken Armen, Leo, der ihn festhielt.
„Ich stelle mir schon vor, dass du was mit mir machst.“
„Was machst?“ fragte Leo und klang dabei so hoffnungsvoll, dass es Adam schon halb leid tat überhaupt was gesagt zu haben.
Adam hatte das Label seiner Bierflasche schon halb abgeknippert, bis er sich schließlich abrang: „Oder dass du mich überfällst.“ Leo bleib die eigene Bierflasche auf halben Weg zum Mund stehen, weil er natürlich sofort begriff, was Adam meinte.
„Guck mich nicht so an, Hölzer. Das sind alles nur Fantasien, in denen ich das Sagen habe. Hat nichts mit echten Sachen zu tun. Und ich erwarte da auch nichts von dir. Ich weiß, dass du … dass das nicht dein Ding ist.“
Leo war sich gar nicht sicher, ob er ein Ding hatte. Er hatte angefangen, Adam anzustarren, wenn er mal ein Shirt trug, was diesen Sommer dank der Hitzewelle oft genug passiert war. Aber nackte Haut sehen zu wollen, war ja kein Fetisch. Er hatte nichts in der Hinsicht vorzuweisen. Er wusste nur, dass er alles tun würde, was Adam wollte, wenn er im Gegenzug so etwas wie Nähe bekommen würde. Vielleicht war das die Lösung? Er konnte Adam „überfallen“ und dann mit ihm kuscheln, wenn er wehrlos war.
„So mit Handschellen?“ fragte er, nur um die eigenen Gedanken abzuschütteln.
„God no! Oder so Uniform kink? Nee, nein.“ Adam sah dabei so entrüstet aus, dass Leo schon fast lachen musste.
Adam überlegte. „Ich kann’s nicht erklären. Eher so in der Fantasie, dass ich was machen muss, um irgendwo rauszukommen.“ Er nahm einen Schluck von seinem Bier. „So mit Demütigung“, murmelte er. Zwang, zwing mich einfach, hätte er am liebsten geschrien.
„Verstehe“, sagte Leo, obwohl er das nicht tat. Es passte nicht zu dem, was er bis jetzt über Adam gelernt hatte. Er wusste nur, dass Adam ihm vertraute, dass er vielleicht der erste Mensch war, dem Adam davon erzählte. Aber wohl auch mit der Sicherheit, dass Leo nichts davon umsetzen würde. Alles nur graue Theorie.
„Was ist mit dir? Was sind deine Fantasien?“ fragte Adam schnell.
Leo zuckte die Schultern. Er sah sich halt Pornos an meistens, wenn er nur schnell kommen wollte. Er mochte Männer und Frauen. Eigentlich reichten ihm schon Kleinigkeiten um in Stimmung zu kommen.
„Ich mag alles.“ Berührungen, Küssen, eng umschlungen auf dem Bett liegen, Streicheln. Er mochte rummachen manchmal mehr als den eigentlichen Sex, konnte das stundenlang tun. Hannah hatte ihn Schmusekater genannt. Mit Adam war es anders, klar.
„Wenn du dir einen runterholst, woran denkst du?“, fragte Adam.
„Ich brauch halt nicht viel“, sagte er, „bin einfach gestrickt.“ Ich denke an deine nackte Haut, dachte er, und wusste im nächsten Moment, dass er das nicht zu Adam sagen konnte. Weil ja, er hatte schon den Wunsch nach mehr, aber das hielt ihn nachts nicht wach. Er wollte nicht, dass Adam dachte, dass er unzufrieden war. Und Adam würde alles zu dem Thema als Zurückweisung empfinden, sich noch mehr bemühen, es Leo immer und überall zu machen, sich noch mehr anbieten als er das ohnehin tat. „Da fällt mir nichts konkretes ein“, wiegelte er ab. Adam bohrte nicht weiter, obwohl er die Stirn runzelte. In der Beziehung waren sie vorsichtig miteinander.
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„Komm her“, sagte Leo und schob Adam sanft aber bestimmt Richtung Sideboard.
„Was soll das, Leo?“ fragte Adam lachend und nichtsahnend.
„Tu, was ich dir sage, Adam“, flüstere Leo und versuchte die nervöse Anspannung aus seiner Stimme rauszuhalten. Er zeigte Adam, wo er seine Hände platzieren sollte. Direkt vor sich, beide Handflächen auf der Ablagefläche, wo sich sonst nur der Staub sammelte. „Nicht bewegen.“ Adams Atem setzte aus, kam flatternd zurück.
„Ich zieh dir-!“ Er unterbrach sich, legte seine Hände auf Adams Hüfte, gab ihm einen Moment um zu begreifen, was er vorhatte. Er zog ihm die Jogginghose runter, nur bis unter die Arschbacken.
„Ich komme gleich wieder, beweg dich nicht“, sagte er überdeutlich und verließ den Raum. Sein Kopf dröhnte. Wenn das gar nicht das war, was Adam meinte? Wenn er zurückkam und Adam würde mit verschränkten Armen auf der Couch sitzen und ihm erklären, dass er das Recht verloren hatte, ihn je wieder anzusprechen? Oder schlimmer noch, er Leo auslachen würde, weil er was versucht hatte, was „nicht sein Ding“ war?
Als er zurück stolperte, immer noch mit klopfendem Herzen und einem flauen Gefühl im Magen, stand Adam genauso da wie Leo ihm das aufgetragen hatte. Nur den Kopf hatte er in Leos Richtung gedreht.
„Was hast du vor?“ fragte er.
„Das willst du wohl wissen?“ gab Leo barsch zurück. Adams Mundwinkel zuckten, aber er nickte Leo zu, sah ihn weiter gespannt an. Leos Magen entknotete sich. Er stellte sich hinter Adam.
Adam wollte sich umdrehen, sehen, was Leo hinter ihm tat. Er ließ Leo nur selten aus den Augen, eigentlich nur, wenn Leo ihn fickte. Und dann auch erst, wenn er sicher war, dass Leo ein Kondom übergerollt hatte. Darüber hatten sie auch noch nicht gesprochen. Leo öffnete die Kappe des Gleitgels, stellte die Flasche dann neben Adam ab. Gab ihm Gelegenheit zu widersprechen.
„Los, mach die Beine breit, Adam.“
Adams Arme spannten sich an. Er reagierte nicht. Leo atmete tief durch.
„Ich hab gesagt, du sollst die Beine breit machen.“
„Und wenn nicht?“ fragte Adam heiser zurück.
Leo hatte lange hin und her überlegt, klar, dass war anders, was sie da machten, aber er konnte Adam nicht schlagen, nicht im Scherz und ohne Härte, das brachte er einfach nicht fertig. Er berührte Adam mit der Hand am nackten Hintern und Adam zuckte zusammen als hätte er vergessen, dass er mit runtergelassenen Hosen vor Leo stand. Seine Beine schoben sich minimal auseinander. Auch gut, dachte Leo und fuhr mit zwei vom Gleitgel nassen Fingern zwischen seine Arschbacken. Er drang nicht in Adam ein, massierte nur mit den Fingern über die Kimme, von oben nach unten, langsam. Adam hasste alles, was langsam war, Zeit in Anspruch nahm.
Als Leo Adams Hoodie am Saum zusammenraffte und der Stoff sich plötzlich eng um Adams Oberkörper schloss, entfuhr Adam ein Laut. Er konnte nicht mehr still stehen, hatte schon die Hand gehoben um Leo abzuhalten oder mitzuhelfen, er wusste es selbst nicht, hatte sich halb umgedreht, dann seinen Fehler bemerkt und sich zuletzt hastig wieder in die richtige Position geschwungen.
„Mach weiter, ich hab nicht-!“ Seine Stimme klang noch heiserer als sonst. Ausgefranst an den Enden. Als hätte sich ihm die Kehle so weit zugeschnürt, dass er kaum Worte rausbringen konnte.
„Kannst nicht stillhalten, wenn dich einer fickt?“ fragte Leo, das erste, was ihm durch die Kopf schoss.
Adam schüttelte den Kopf, atmete, atmete. Schluckte gegen die Trockenheit im Mund. Nichts half. Leos Hand mit dem Gleitgel war jetzt überall, er streichelte seinen Hintern, seinen Oberschenkel, ein kräftiges Striegeln, das Adam zittrig machte und ihn wegzucken ließ. Leo war nie fordernd. Das war alles neu. Seine Hose rutschte ein, zwei Zentimeter weiter runter. Leo sah wie sich Adams Armmuskeln anspannten, dass er hinter sich fassen und die Hose zurecht ziehen wollte. Die Kontrolle übernehmen wollte.
Er zog seine eigene Hose runter, fummelte mit dem Kondom. Dann nahm er nochmal Gleitgel, ging Adam wieder zwischen die Beine. Adam krümmte sich nach vorn, bis seine Hüften hart gegen das Sideboard stießen. Leo packte den Saum des Hoodies fester, zog dran.
„Du wirst schön stillhalten. Wenn ich dich ficke.“
„Leo, nicht. Du kannst nicht-!“ Scheiße, scheiße. Das hieß nein. Leo öffnete die Hand. Gott. Er hätte zuerst mit ihm darüber reden sollen, nicht einfach davon ausgehen, dass Adam mit Überfallen das gleiche meinte wie Leo. Was war nur los mit ihm? Warum hatte er es darauf angelegt? Leo wurde fast schwindelig vor Stress, schwarz vor Augen. Adam fuhr unbeirrt fort: „Ohne Kondom. Ohne Kondom geht’s nicht, Leo. Das will ich nicht“, winselte er und schob seinen Hintern gegen Leos Schwanz. Mixed signals wie sie nur von Adam kommen konnten. Leo hatte natürlich eins übergerollt. Hatte Adam das nicht gemerkt? War der schon so abgedriftet?
„Denkst du ich würde dich ohne ficken?“ knurrte Leo. "Weiß ich, wo du dich vorher rumgetrieben hast? Wen du schon alles rangelassen hast?" Adam tastete mit der Hand hinter sich, griff nach Leos Schwanz. Leo packte sein Handgelenk und schob sie wieder zum Sideboard, wo Adam sich doch festhalten sollte. Dass Adam so eine schlechte Meinung von ihm hatte, denken konnte, dass Leo diese Grenze einfach überschritt, machte ihn plötzlich richtig wütend und diese Wut fuhr ihm durch alle Glieder direkt in den Schwanz.
„Was habe ich übers Bewegen gesagt?“ plautzte er.
„Leo, ich-!“
„Kannst nicht mal die einfachsten Anweisungen befolgen und zur Belohnung soll ich dich ficken?“ Er erkannte seine eigene Stimme kaum wieder. Je öfter er Adam anfuhr, um so leichter fiel es ihm. Er war Adam ganz nah, sah, dass seine Worte Wirkung hatten, dass Adam vor Geilheit wie unter Strom stand, ihm antworten wollte, aber nicht konnte.
„Du wirst mir jetzt versprechen, dass das nicht nochmal vorkommt, Adam. Dann können wir noch mal anfangen.“
Adam biss sich auf die Lippen, holte tief Luft, sagte mit matter Aufrichtigkeit: „Kommt nicht wieder vor.“
Guter Junge, dachte Leo. Er rieb sich erneut mit Gleitgel ein, denn das meiste von dem Zeug hatte sich auf Adams Hintern verteilt, als er so schamlos gegen ihn gerieben hatte. Nein sagen und ja meinen, das sah Adam ähnlich. Adam winselte praktisch, als Leo in ihn eindrang, stellte sich auf die Zehenspitzen, bis Leo ihn an der Kapuze zurückzog, weg von der Wand und der Kante des Sideboards. Adams Händen waren jetzt wie angeklebt, auch als Leo ihn mit Wucht zu ficken begann.
Adam stöhnte bald so laut und durchdringend, dass Leo sicher war, dass die Nachbarn es hörten. Er legte eine Hand über Adams Mund und Adam verstummte. So schlagartig als würde Leo ihm wirklich die Luft abschnüren. Leo verharrte, in Adam drin, gab ihm die Anweisung: „schön langsam jetzt, vor und zurück, fick dich“ und Adam tat es, wimmernd, schob sich Leos Schwanz tiefer rein, keuchte gegen Leos Hand, als er sich wieder nach vorn drückte. Viel Spielraum war da nicht, zwei Zentimeter Enge, weil Leo seinen Hoodie im Rücken zusammengerafft hielt und ihm immer noch die Hand auf den Mund drückte. Adam wurde hektisch, rollte sich wieder auf die Zehenspitzen, er begriff, dass es nicht reichen würde, weder für ihn noch für Leo, dass Leo ihn nur zappeln ließ. Er wollte sich diese Niederlage nicht eingestehen, machte weiter, fickte sich auf Leos Schwanz. Leo stöhnte „fick dich“ gegen seinen Nacken. Adam gab sich geschlagen, bettelte: „Leo, bitte, mach Leo, komm.“ Und Leo fragte: „Und wenn ich dich jetzt anfasse?“
Adam nickte heftig. „Ja. Ja.“ Leos Hand an seinem nackten Schwanz, endlich genug Reibung, Leos schwielige Fingerspitzen um seine Eichel, nur ein paar Mal vor und zurück, er war nass genug, weil er so nah dran war durchs Ficken und Leo ihn einfach an diesem Punkt festgehalten hatte. Er kam mit Leos Schwanz im Arsch und Leo wartete nicht mal ab, zog ihn raus, Adam atmete gegen den plötzlichen Schmerz an, Leo spritzte auf Adams Hintern ab bevor er wieder richtig zur Besinnung gekommen war. Sie keuchten beide wie nach einem scheiß Marathon. Bloß gut, dass er nicht der Einzige war, den das alles so mitnahm. Er zog sich die Hose mechanisch wieder hoch, Leo räumte schnell auf, ließ Adam auf der Couch sitzen, um sich die Hände waschen zu gehen, hockte sich dann vor ihn hin.
Sie sahen sich an. „Alles okay, Adam?“ Leo streichelte ihm über den Oberschenkel als hätte er sich gerade schlimm verletzt und müsste einen Schock und nicht den besten Orgasmus seines Lebens verarbeiten.
„Ja und bei dir?“ fragte Adam zurück. Er reagierte auf Autopilot, war noch ganz aufgelöst von diesem Orgasmus, wollte das jetzt nicht durchkauen.
„Ich glaube, dass ist mein Ding“, sagte Leo träumerisch und dann schoss ihm Röte ins Gesicht und Adam lachte gequält auf.
„Wie kannst du jetzt noch rot werden? Meine Fresse, wie geht das?“
Leo zog die Schultern hoch. „Ich weiß nicht, ob das noch normal ist.“
„Wer will denn normal sein?“ erwiderte Adam beißend und dachte plötzlich an die normalen Fassaden, hinter die sie regelmäßig bei der Arbeit blickten. Hinter einer hatte er doch selbst seine Kindheit verbracht. Für Leo gab es diesen Zwiespalt nicht. Der war so aufgewachsen wie man es sonst nur in Büchern liest. Heile Welt bei Familie Hölzer, bis er Adam kennen gelernt hatte. Deswegen hatte Leo auch lange nicht gerafft, was mit Adam passierte. Und seine Reaktion war umso heftiger ausgefallen. Jetzt hatte Adam ihn auch hier mit reingezogen.
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Klar hatte Leo damit ein Problem und Adam verstand das, wirklich. Er wusste selbst nicht so richtig, was ihn dabei so anmachte, nur, dass es eben so war. Er hätte sich in den nächsten Tagen gerne bedankt bei Leo und wollte auch gleichzeitig zeigen, dass Leo sich zu nichts verpflichtet sehen sollte. Sie konnte es weiter normal machen wie vorher, aber Adam konnte das genauso wenig sagen, weil das war ja nicht normal, was er da mit Leo veranstaltete. Leo hatte was besseres verdient. Es machte ihn fertig, dass da was zwischen ihnen war, das er nur durch Reden aus der Welt schaffen konnte. Echt nicht seine Stärke.
Konnte er Leo nicht einfach kurz auf Whatsapp eine Nachricht schicken? Mach dir keine Sorgen, das nächste Mal ohne Vergewaltigungsspielchen. Zwinkeremoji. Oder Emoji mit Herzaugen, er war sich nicht sicher, was besser zum Ausdruck brachte, dass sie das doch einfach vergessen konnten.
Leo war eben doch der Mutigere von ihnen beiden, denn er suchte das Gespräch, als sie zusammen an diesem Abend im Bett lagen, beide mit ihren Handys beschäftigt. Adam hatte noch ein Buch neben sich zu liegen, damit er zur Not auch darin noch lesen konnte bis Leo dann mitteilte, dass er müde war, sie das Licht ausmachen und sich schlafen legen konnten. Er vermisste ihn jetzt schon.
„Du Adam“, begann Leo.
Adam machte „hmm“, sah aber nicht von seinem Handy auf, scrollte weiter durch den Kollegenchat mit den unmöglichen Memes und den ewigen Diskussionen über den Zustand der Kaffeeküche. Sollte jeder doch seine eigene Kaffeetasse abwaschen, wo war da das Problem und wer die Küchenmikrowelle benutzte, dem war echt nicht mehr zu helfen, warum hatte er den Mist nicht längst von seiner Kontaktliste gelöscht?
Leo stupste ihn mit dem Fuß an. „Adam?“ Er könnte Leo doch jetzt diese Whatsappnachricht schicken, dachte er mit einem Anflug von Panik. Äußerlich blieb er ruhig.
Adam drehte den Kopf, hörte ein Knirschen im Nacken, weil er schon zu lange mit aufgestützten Ellenbogen dalag, sein Rücken schon in dieser Position eingerastet war. Leo fragte schlicht und entwaffnend: „Kann ich dich küssen?“ Adam legte sein Handy zu Seite, das konnte er ihm nicht verwehren, beugte sich über Leo, der ihm ganz sanft die Hände auf die Schultern legte.
„Wir können auch“, begann Adam, küsste ihn, „im Bett“. Er lehnte sich soweit vor, dass Leo nach hinten fiel und er sich halb auf ihn legen konnte, fing an seinen Hals zu küssen. Leo hatte total empfindliche Ohrläppchen und auch sonst konnte Adam nicht viel falsch machen, solange er Leo nur anfasste. Als er eine Hand gegen Leos Schwanz drückte, rollte Leo sie herum, packte Adams Hand und zog sie nach oben, neben Adams Kopf. Er saugte an Adams Unterlippe, wich spielerisch zurück als Adam den Kuss vertiefen wollte und hatte plötzlich auch Adams anderes Handgelenk gegen die Matratze gedrückt. Er schaute bedächtig auf Adam runter, lockerte seine Griffe, aber es war unmissverständlich.
Leo war schwer. Viel stärker als Adam. Wenn er gewollt hätte, Adam hätte sich nicht befreien können. Adam überlief es, er versuchte sich probehalber aufzusetzen und Leo ließ ihn sofort los, half ihm sogar hoch, so dass er sitzen und Leo anschauen konnte. Leo ließ eine Hand auf seinem Bein ruhen, der einzige Kontaktpunkt zwischen ihnen.
„Leo hör mal, wir müssen nicht.“ Er war hart in seiner Pyjamahose und Leo hatte es sicher gefühlt wie schnell das bei ihm gegangen war.
„Sag mir… sag mir doch was ich machen soll“, bat Leo ihn leise.
„Gar nichts, du musst gar nichts tun“, erwiderte Adam schnell. Er küsste Leo energisch, zog ihm die Hose runter, begann seinen Schwanz zu reiben.
„Hey, wart mal“, sagte Leo und schob ihn wieder weg.
Adam starrte nach unten, wo Leos Schwanz über seiner Hose hing, noch nicht komplett steif aber auf dem besten Weg dahin. Gott im Himmel hatte der Kerl einen schönen Schwanz. Adam überlegte, ob er es ihm schon mal gesagt hatte, ob jetzt ein guter Zeitpunkt war, um ihm ein Kompliment zu machen.
„Hey Adam, eyes up here.“
Adam schnaubte, dachte, dann zieh dich halt wieder an, bemerkte, dass Leo ihn genauso mit Blicken taxierte und Adam wusste jeder normale Mensch hätte jetzt sein Shirt ausgezogen. Ohne Probleme.
„Dann mach’s mir halt nicht so schwer“, sagte er. Leo nahm sich in die Hand wie zum Beweis, dass er Adam noch viel fuchsiger machen konnte. Er begann ganz langsam, als hätte er alle Zeit der Welt, sah Adam dabei eindringlich an. Adam fühlte sich plötzlich heiß unter seinem alten Hoodie, den er über das Schlafanzugoberteil gezogen hatte, bevor er ins Bett gekrochen war. Das machte er, seit er 13 war. Das ging nicht einfach weg.
„Zeig mir deinen“, begann Leo, brach ab, suchte nach Worten. Adam spürte so was wie Panik in sich aufsteigen. Schrecken und Lust mischten sich. Hörte Leo schon sagen, er solle sich endlich ausziehen. Dann setzte Leo neu an, warf ihm einen Halbsatz hin: „...wenn du es dir mit den Fingern machst. Zeig mir das.“
„Wir können ins Bad gehen“, willigte Adam sofort ein. Er wollte erstmal nur weg aus dem Bett, es wäre ihm nicht recht zuerst zu ficken und dann genau an der Stelle zu schlafen.
„Okay“, sagte Leo und stand auf. Er schob Adam vor sich her, als der die Beine nicht richtig hob. Im Bad lagen ja Kondome und Gleitgel rum, nur dass Leo ihn gar nicht ficken wollte, sondern Adam in die Ecke der Dusche, deren Boden noch nass war, schubste und sagte: „So und jetzt mach’s dir. Mit den Fingern, Adam.“
Adam fühlte sich wie im Rausch, Gleitgel auf die Finger, er war geübt darin, nichts auf die Hose kommen zu lassen, zog die auch nicht runter, aber Leo durchbohrte ihn trotzdem mit Blicken. Leo lehnte an der gefliesten Wand, die Dusche und Klo voneinander trennten, schaute Adam wortlos zu. Er hatte es immer noch nicht eilig mit dem Wichsen und das ärgerte Adam plötzlich, dass Leo diese Kontrolle hatte, obwohl er hier so eine Show abziehen sollte. Er drehte sich trotzig weiter zur Wand, stützte sich mit dem Unterarm auf. Er schloss die Augen.
„Wie viele Finger sind es?“ fragte Leo.
„Zwei“, nuschelte Adam in seine Armbeuge. Leo zog ihm die Pyjamahose runter, mit spitzen Fingern, ohne Adam zu berühren, spähte dahin wo Adams Hand zwischen seinen Arschbacken lag.
„Ich lüge nicht“, sagte Adam und meinte, schau nach, überzeug dich.
„Kannst du auch drei?“ fragte Leo und Adam dachte gar nicht darüber nach, nahm einfach noch den Ringfinger mit dazu.
„Mensch Adam, dabei bist du doch immer so scheißeng.“ War das ein Kompliment? Hieß das gut so? Weitermachen? Adam wollte, dass Leo weiterredete, irgendwas sagte. Er hielt den Atem an.
„Tut’s weh?“ fragte Leo unwirsch und kam doch ein Stück näher. Seine freie Hand platzierte er neben Adams Kopf, sein heißer Atem kitzelte Adam im Nacken, löste eine Gänsehaut aus. Aber er berührte Adam nicht. Alles mit Absicht. Adam fühlte sich ausgeliefert, sah nach unten, dorthin, wo Leo nun doch richtig wichste, die Faust fest rauf und runter bewegte. Als würde es ihn Kraft kosten. Leo, der plötzlich gar nicht mehr gelassen zuschauen konnte, der so gehetzt war wie Adam sich fühlte.
„Nein, nein. Tut nicht weh. Ich kann noch weiter.“
„Nein, drei reichen. Oder? Reichen dir drei, Adam? Um zu kommen?“
Taten sie. Leo spritze wieder auf Adams Hintern ab, erwischte auch seine Pyjamahose, „guck mal zu was du mich gebracht hast“ was komisch klingeln würde, wenn Adam nicht verzweifelt den eigenen Höhepunkt gejagt hätte, drei Finger im Arsch und sich selbst in die linke Faust fickend nachdem Leo ihm Erlaubnis gegeben hatte, fast schon bewundernd „fass dich endlich an, Adam“ geraunt hatte. Nur mit Leos Hand auf seinem Rücken, die wie Feuer brannte. Adam duschte sich danach noch mal ab, zog sich eine andere Hose an. Als er zurück ins Zimmer kam, saß Leo auf der Bettkante.
„Hey, Adam komm her.“
Adam setzte sich neben ihn, fühlte sich irgendwie anders als sonst und das Gefühl verschwand erst, als er Leo lange über den Rücken streichelte und mit seiner Wange gegen Leos Schulter rieb.
„Hat das Spaß gemacht?“ flüsterte Leo nach einer halben Ewigkeit.
Jetzt wäre es der Zeitpunkt um zu sagen, dass er diese Spielchen nicht brauchte, aber ehe Adam antworten konnte, gestand Leo: „Mir macht’s Spaß. Dich rumzukommandieren. Ich weiß nicht, was das über mich aussagt. Ich weiß nicht ob ich das mag, was das mit mir macht.“
Leo war blass, er blinzelte angestrengt. Adam legte ihm eine Hand auf den noch immer harten Nacken. „Hey, hey, du hast nichts gemacht, was ich nicht wollte. Ich hätte dir das gesagt, wenn’s zuviel wird.“
„Sicher, Adam?“ Leo sah ihn müde an.
Adam schaute weg, weil er hätte weitergemacht, wenn Leo gesagt hätte, nimm vier.
„Mensch Leo.“
Sie hatten die Arme um die Schulter des anderen gelegt, Adam schnaubte frustriert. „Weiß nicht warum das immer so kompliziert sein muss.“ Er wollte nicht mehr darüber reden. Es war weit nach Mitternacht. Sie mussten beide früh raus.
„Weil ich kann deine Gedanken nicht lesen, Adam“, erwiderte Leo ungewohnt heftig, nahm Adams Hand, führte sie zum Mund und küsste seinen Handrücken, die Knöchel, wie zur Entschuldigung, eine dieser romantischen Gesten, die Leo wohl im Repertoire hatte. Jetzt für Adam auspackte.
„Du kannst das gut, Leo. Mich lesen. Das im Bad...“ Er zog die Hand weg, aber bedeutete Leo, dass er sich nur hinlegen wollte. Als sie nebeneinander lagen, hielt er wieder Leos Hand. Leo knipste die kleine Lampe auf dem Nachttisch aus, nur die Handys gaben noch ihren schwachen Schein ab und die Straßenlaternen von draußen, die ja ohnehin die ganze Nacht brannten.
„Das im Bad vorhin“, begann Adam erneut. Er schuldete Leo das. „Das können wir nochmal machen, genauso.“ Ihm wurde schon wieder heiß vor Scham. Er überlegte. „Oder was anders. So wie im Wohnzimmer.“
„Was wenn ich mich nicht bremsen kann?“ fragte Leo so leise, dass Adam automatisch den Kopf näher neigte, um ihn besser zu hören.
Leo zog seine Hand weg, drückte den Handballen gegen die Stirn, rieb dann über seine Augenhöhlen, als wollte er Kopfschmerzen loswerden.
„Wie nicht bremsen?“
Leo sagte zur Zimmerdecke: „Weiß du, was ich die ganze Zeit gedacht habe? Dass ich dich einfach hätte ficken können, aber nicht wie sonst, verstehst du? Ich dachte echt die ganze Zeit, wenn ich es mache, zieh ich dir erst den blöden Hoodie über den Kopf, damit ich wenigstens deinen Rücken sehen kann. Und dann habe ich mir vorgestellt“, hier brach Leo ab, schluckte, zwang sich weiter zu sprechen: „dass dir das gar nicht gefallen würde, dass du wahrscheinlich versuchen würdest, dich zu verstecken. Ich dachte: das macht ihm Angst und genau deswegen wollte ich das machen. Damit du Angst kriegst“, sagte Leo mit Nachdruck.
„Okay“, sagte Adam schlicht. Leos wütender Gesichtsausdruck vermittelte ihm sofort, dass das die falsche Reaktion war.
„Okay? Okay?“ wiederholte Leo fassungslos. Adam dachte: zwing mich. Wenn du mich zwingst, ist mir alles recht. Aber Leo drehte sich abrupt um, klopfte sein Kissen zurecht. „Es ist spät. Wir sollten echt schlafen. Wir reden morgen weiter. Das ist noch nicht vorbei, hörst du?“ Adam war sich nicht sicher ob Leos Ärger sich gegen ihn oder sich selbst richtete, aber er schlief praktisch sofort ein, wahrscheinlich weil Leo ihm das gesagt hatte.
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Am nächsten Tag war Leos Laune so hundsmiserabel, dass das ganze Büro, quatsch die ganze Abteilung, wenn nicht das ganze Haus etwas davon mitbekam. „Was ist denn hier los?“ fragte Pia, die vom Außendienst zurückkam und Adam erst die Bäckertüte und Leo dann einen viel zu dicken Ordner hinhielt. Leo blieb ihr eine Antwort schuldig, forderte sie nur auf, Bericht zu erstatten anstatt ihm hier die Papiere auf den Tisch zu knallen. Adam hätte es ja lustig gefunden, wenn er nicht das ungute Gefühl hätte, dass Leo sich seit einigen Stunden eine Ansprache für ihn zurecht legte. Dass es so nicht weitergehen konnte mit ihnen und so weiter und so fort.
Leo hielt auf dem Weg nach Hause bei so einer kleinen, ramschigen Pizzabude an und holte ihnen zwei medium Pizzen. „Dipsoße war aus“, sagte er und reichte Adam die Kartons rein bevor er sich selbst wieder hinters Lenkrad klemmte. „Deswegen keine Pizzabrötchen.“
Der Boden der einen Pizza war ziemlich verkohlt, schmecken taten sie beide. Leo hatte kein Bier hingestellt sondern eine Flasche Wasser neben der Couch platziert.
„Wir müssen reden“, sagte er, ehe Adam das dritte Stück Pizza richtig angebissen hatte.
„Wir brauchen das nicht-“ Leo unterbrach ihn. „Doch wir müssen reden.“
Adam legte sein Stück wieder in den fettigen Karton. „Nein, ich meine wir brauchen das nicht mehr machen. Die Sache im Bad. Wirklich nicht. Ist okay.“
Leo sah ihn entgeistert an. Und dann dachte Adam, oh scheiße. Leo wollte nicht nur nicht mehr diesen Kram mit ihm machen, er wollte gar nicht mehr. Und jetzt würde er Schluss machen, weil… weil…
„Ich dachte du magst das! Und ich hab doch gestern gesagt, dass ich es auch mag, das hast du schon begriffen, Adam? Oder hast du da auf Durchzug gestellt, als ich dir das gesagt habe?“
Adam nahm wieder das Stück Pizza in die Hand, nur um was zu tun zu haben und weil er sich keine Kippe anstecken konnte.
„Das versuche ich dir schon die ganze Zeit zu sagen. Wir müssen das nicht machen wenn’s dich so mitnimmt. Ohne ist doch auch schön.“
Leo schüttelte nur ungläubig den Kopf. „Adam das war der beste Sex meines Lebens. Ich will damit nicht aufhören. Ich will nur, dass wir da Regeln aufstellen. Ich will dein Wort, dass du mich aufhältst, wenn ich was mache, was du nicht willst.“
„Da gibt es nichts, was ich nicht will. Okay? Wenn du mir sagst spring von einer Brücke, dann würde ich springen, Leo. Das weißt du doch. Leo, ich liebe dich.“ Adam starrte runter auf die Pizzakartons, Leo hatte noch gar nichts gegessen, nur erstmal alle Pizzastücke mit dem Messer geteilt und auseinander geschoben. Eine dieser Marotten, die man erst kennen lernte, wenn man verdammt viel Zeit in seiner Gesellschaft verbrachte. So wie Adam erst nach Wochen gemerkt hatte, dass Leo eigentlich ein Morgenmuffel war und das vor ihm verstecken wollte. Oder das er allen ernstes Polizeiserien im Fernsehen anschaute. So einen Mist wie Tatort. Und jetzt hatte er Leo auch noch im unpassendsten Moment gesagt, dass er ihn liebte. Scheiße. Das nannte man dann wohl emotionale Erpressung.
Leo setzte sich neben ihn auf die Couch, zog seine fettigen Hände zu sich und streichelte Adams Handrücken. „Ich liebe dich auch“, sagte er einfach und küsste Adam dann. Einfach so.
Die Pizzen schmeckten echt gut, vor allem, als sie dann doch eine Flasche Wein leerten. Diese Pizzeria, die immer irgendwas gerade nicht vorrätig hatte und in der es permanent nach angesenkter Pappe roch, wurde zu ihrer Stammpizzabude. Sie lag halt auf dem Weg.
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Sie hatten das ganz offiziell verabredet, was Adam den ganzen Abend über in eine Hochstimmung versetzt hatte, während des Anstellens beim Popcorn und dem Kinofilm, der irgendwie an ihm vorbeizog und ihm trotzdem deutlich in Erinnerung blieb. Leo hatte gesagt, dass er, wenn sie zurückkehrten, dass er was mit ihm, Adam, machen würde. Auf keinen Fall vorher, erst wenn sie in der Wohnung waren.
Er war sich sicher, dass Leo auch die ganze Zeit daran denken musste. Adam hatte für ihre Tickets bezahlt, 18+ Horror am Sonntagabend, der Saal war gut besetzt, die Stimmung aufgeheizt, viel Gekreische bei den Schockszenen, wo literweise Kunstblut floss.
„Waren die schon immer so blutig?“ fragte Adam, als sie das Kino verließen. Adam wusste nicht, dass es eine Reihe war, hatte eigentlich nur den ersten Film gesehen, aber Leo sagte, der letzte vor dem heute war noch gar nicht so alt. Und die wären schon immer reichlich brutal gewesen.
Als sie ihre Schuhe und die Jacken ausgezogen hatten, blieb Adam unschlüssig im Flur stehen. Sie waren schließlich in der Wohnung. Auch Leo wirkte kurz unsicher, baute sich dann vor Adam auf und sagte in einem gleichmäßigen, ruhigen Tonfall: „Knie dich hin und kriech zum Sofa.“ Dann drehte er sich um und ließ Adam allein. Er hatte also keine andere Wahl, als langsam zu folgen, auf Händen und Knien. Leo saß in der Mitte des Sofas, der Couchtisch war weg, er hatte die Beine breit, Adam wusste also wo er hin sollte, dachte es zumindest, bis Leo ihn mit einer Hand aufhielt.
„Du hast jetzt die Wahl, Adam, Bad oder hier.“
„Was ist im Bad?“ fragte Adam unsicher. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er jetzt entscheiden sollte.
„Eine Aufgabe für dich. Ich guck zu und sag dir ob du’s gut machst.“ Er lehnte sich vor und berührte Adams Haare, strich eine Strähne hinter sein glühendes Ohr. „Wird vielleicht schwierig, aber du hast ja schon mit drei Fingern geübt oder?“
Adam fühlte sich jetzt schon ganz hinüber und dabei hatten sie noch nicht mal angefangen. Er war hart und schaute angestrengt auf Leos Schritt, wollte die Bestätigung, dass es Leo genauso ging. Leo trug dunkle Jeans und einen dunklen Pulli, hatte nur die Ärmel etwas hochgeschoben. Und die Lampe hinter der Couch tauchte Leo in einen tiefen Schatten. Adam war der im Licht. „Und hier?“ fragte er, immer noch zögernd.
Leos strich mit dem Daumen über seine Lippen, hin und her, bis sich Adams Lippen öffneten. Leo nahm die Hand weg, bevor Adam richtig reagieren konnte, er knöpfte seine Jeans auf, zog den Reißverschluss runter, und zog Adam am Hinterkopf und einem Ohr ruckartig vor, so dass er fast das Gleichgewicht verlor und mit den Knien ungeschickt nach vorn rutschen musste, dicht an Leo ran, seine Hitze, seinen Geruch schon in der Nase.
„Hier kannst du dich nützlich machen. Ich will kein Wort von dir hören und ich will, dass du deine Hände hinten hältst, auf dem Rücken, ja so.“ Leo zog sich die Boxershorts runter und drückte Adams Kopf in seinen Schritt. Adam hatte kaum den Mund um Leos Schwanzspitze, da ging der Fernseher an. Leo lehnte sich weiter zurück und ignorierte Adam komplett. Er ließ Adam einfach machen. Naja, zumindest bis Adam den Abstand zwischen ihnen einmal falsch einschätze und Leos Schwanz aus seinem Mund glitt, mit einem unüberhörbarem, speichelnassen Schmatzen.
Leos griff in seine Haar und zog ihn unsanft zurück. „Was habe ich dir übers Leise sein gesagt?“ Adam antwortete nicht, er war zu geflasht von der Situation, schaffte es nicht mal die Hände wieder auf den Rücken zu nehmen. Und Leo? Was machte Leo? Der bewegte seine Hand sachte vor und zurück, so dass Adam folgen konnte, wenn er nicht wollte, dass Leo so richtig an seinen Haaren zog.
„Sorry“, brachte Adam endlich raus. Starrte auf Leos Schwanz, wollte mit der Zunge weiter machen, ihn so tief nehmen wie er es gerade noch ertrug, nicht mehr von Leo angestarrt werden. Leo legte seine andere Hand um seinen Hals, weich, keinerlei Druck, aber Adams Herz machte trotzdem einen Satz. Leo lehnte sich noch weiter vor, er wirkte so wahnsinnig beherrscht, so als hätte Adam ihm nicht seit 15 Minuten Abendprogramm einen geblasen.
„Ich glaub wir müssen was anderes für dich finden, hmm? Ins Bad, Adam?“ Adam nickte, ließ sich nach oben ziehen, Leo war weder sanft noch grob, aber er bestimmte die Richtung, wartete vor der Badtür, bis Adam wieder die Hände auf den Rücken nahm. Im Bad machte er eine kleine Lampe an, die er extra für den Zweck gekauft haben musste. Die Dusche lag nun im Halbdunkeln, davor breitete sich der Kegel aus schwachem, warmweißem Licht aus. Da war es dann auch leichter, die Hose auszuziehen, als Leo ihm das befahl.
„Die Unterhose, Adam?“ fragte Leo und es war eine Frage, eindeutig. Adam wusste, er hatte die Wahl, aber eben auch nicht, weil Leo es wollte. Er zog sie aus, dachte nicht weiter drüber nach, Leo ging eh zum Badschrank, öffnete eine Schublade, drehte sich um, hielt den Dildo hoch. Adam begriff erst nicht richtig, was Leo wollte, als Leo kurz den Wasserhahn aufdrehte, dann fragte: „Auf den Knien oder stehend, wie machst du es dir am liebsten?“ Der Sinn der Frage erschloss sich ihm nicht. Leo setzte den Dildo in Hüfthöhe auf die Fliese in der Dusche und drückte ihn am Saugfuß fest.
„Guck mal da.“ Leo deutete in die Ecke, wo Gleitgel bereit stand. Mein Gott, er hatte das alles geplant und Adam wusste nicht wohin mit sich, seinen Händen, konnte da gar nicht hingucken, wo dieses Teil hing. Leo spürte es, streichelte ihm wieder über die Wange, küsste ihn ganz zärtlich, flüsterte dann in sein Ohr. „Na komm, Adam. Erst mit den Fingern. Zeig’s mir. Was du machst, wenn du allein bist, erst den einen und so weiter. Und dann versuchst du’s.“
Adam nickte, er fühlte nicht mehr richtig, was er machte, reagierte nur. Auf Leo. Leo, der ihm sagte, er sollte sich umdrehen, „beug dich vor, ich will’s sehen“, der Adam so zum Stöhnen brachte, dann freundlich fragte, ob er Adam erlaubt hatte, laut zu werden. Adam fühlte sich wie in Watte eingepackt, schwebend leicht, er wollte nicht mal kommen, nur dass Leo weiter auf ihn einredete. „Ich glaube weiter geht’s nicht mit den Fingern. Denkst du, du kannst das jetzt?“ fragte Leo irgendwann. Adam wollte gar nicht wissen, was für einen Anblick er Leo bot. Leo, der eine Hand um diesen Dildo legte, vielleicht um ihn festzuhalten und das weiche Silikon in die richtige Richtung zu lenken, vielleicht auch um Adam davon abzuhalten, alles viel zu schnell zu wollen.
„Ich wusste, dass du das kannst, Adam.“
Adam dachte gerade, dass das Leo doch nicht viel geben konnte, denn es war ja gerade nicht Leos Schwanz, der da in seinem Arsch verschwand, als Leo sagte „scheiße ist das geil, du machst mich so geil, Adam.“
Und Adam sagte hilflos: „Du kannst doch meinen Mund haben, ich kann dich doch blasen.“ Leo zog ihn praktisch von dem Dildo runter, drückte seine Schultern, bis Adam doch in der Dusche kniete, den Dildo unter sich, Leos Hände in seinen Haaren, Adam musste alles blind machen, da hatte sich der Dildo schon am Boden festgesaugt und Adam musste zurückrutschen, ungelenk mit der Hand zwischen seine Beine fassen.
„Hast du’s?“ fragte Leo ungeduldig. Adam stöhnte wieder auf, als er draufsank und Leo schob ihm seinen Schwanz in den Mund, stieg über Adam Beine, mit denen er breit über dem Dildo knien musste. Adam lehnte sich weiter zurück und zum Dank spürte er praktisch sofort, wie die überdehnten Muskeln in seinen Oberschenkeln zu schmerzen begannen. Im Takt mit dem Rauschen in seinen Ohren und seinem eigenen keuchendem Atem. Leo begnügte sich mit schnellen, kleinen Stößen in seinen Mund, erwartete nicht, dass Adam jetzt mithalf.
Leo brachte ihn zum Husten, trat einen Schritt zurück. Adam fuhr sich wütend mit der Hand übers Kinn, wischte die Spucke weg. Er konnte das doch besser, er wollte es Leo zeigen wie gut er das konnte. Leo befahl ihm stattdessen sich richtig gut zu ficken. Er würde das jetzt immer so machen mit Adam, damit er es einfacher hatte, wenn er Adam rannahm. Adam war einfach zu eng, wusste Adam das nicht, sie würden üben müssen, damit Leo ihn leichter ficken konnte. Adam kam in seine Faust, starrte Leo mit tränenverschleierten Augen an, Leo bedeutete ihm, aufzustehen. Adam musste sich an der Wand abstützen, die Muskeln in den Oberschenkeln schrien, die Beine wollten nicht. Leo sah ihn ungerührt an, zog sich ein Kondom über und drehte Adam mit dem Gesicht zur Wand. Das langsame Ficken, das folgte, tat auf diese gute überreizte Weise weh und Leo wusste es, grollte in sein Ohr „willst du noch mal kommen?“ und kam dann selbst Minuten später vor Anstrengung zitternd mit einem erstickten Keuchen.
Danach nahm er Adam in den Arm. Sie zitterten beide, obwohl es im Bad nicht kalt war.
Das war das Erste, was Adam sagte: „Hast du die Heizung angemacht?“
„Ja, dachte dann sind die Fliesen nicht so kalt?“ Leo sah betreten aus.
„Es ist September.“ Leo zuckte die Schultern.
Adam ließ den sauberen Dildo nach dem Duschen wieder im Badschrank verschwinden. Leo ging im Wohnzimmer hin und her, als er reinkam. Er hatte die zweite Lampe neben dem Fernseher angemacht, zwei Flaschen Bier und den Öffner auf dem Couchtisch platziert. „Wollen wir fernsehen?“ fragte er hastig, noch ehe Adam richtig im Raum war, wie auf einem ersten Date.
Adam legte ihm den Arm um die Schulter und Leo rührte sich nicht mal, wo er doch sonst immer Berührungen sofort erwiderte. Adam knetete ihm die Schulter, merkte wie steif Leo noch war.
„Das war richtig gut, Leo“, sagte Adam dann und Leo drehte sich unbeholfen in die Umarmung. Er brauchte dieses Kompliment, Adams Worte nahmen ihm eine Last ab. Adam bugsierte ihn zum Sofa. Legte seinen Arm um ihn. Er hatte gedacht, dass es was werden konnte, dann hin und her überlegt, verschieden Szenarien durchgespielt. Adam hatte sich einfach vor ihm ausgezogen, vielleicht weil Leo nicht viel Aufhebens darum gemacht hatte. Das mit dem Sextoy hatte ihm besser gefallen, als er es für möglich gehalten hatte. Irgendwas daran, dass Adam musste, seinen Befehlen Folge zu leisten hatte, das war ihm durch Mark und Bein gegangen. Und dass Adam sich nicht hatte beherrschen können, trotzdem gestöhnt und gekeucht hatte. Leo hatte es ihm größtenteils durchgehen lassen. Adam konnte ziemlich schweigsam sein, wenn er es wollte. Dass er es heute nicht war, hatte Leo geholfen, obwohl er ja ganz anders geredet hatte. Er konnte sich kaum noch dran erinnern, was er gesagt hatte, nur dass Adam eng war, das war ihm wieder rausgerutscht.
Adam saß halb auf seinem Schoß, er hatte seinen Kopf gegen Leos Brust gelegt, strich ihm immer noch über den Rücken. Das war tröstlich, obwohl Leo das Gefühl hatte, dass er doch bei Adam was gutzumachen hatte und nicht andersrum.
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Adam hielt sich mit ausgestreckten Händen am Kopfteil des Bettes fest. Er steckte noch halb in seinem Hoodie, denn er hatte in seiner Hast nur die Vorderseite über den Kopf ziehen können, bevor Leo ihn wieder aufs Bett gedrückt hatte und ihm befahl sich festzuhalten. Jetzt konnte er sich nicht mehr befreien und Leos Hände waren überall.
Leo hatte gefragt ob das mit dem Hoodie in Ordnung war, in einer ganz anderen Stimmlage und Adam hatte auch ganz normal antworten können, dass es ihm nichts ausmache. Dann war Leo wieder in diese Rolle gefallen, die er manchmal spielte. Wo Leo die Oberhand hatte und Adam so tat, als ob er das alles gar nicht wollte. Sie hatten darüber geredet, dass auch mal draußen zu versuchen. Adam dachte an Zelten irgendwo, wo es abgeschieden war. Daran, dass Leo ihm ja abends auflauern könnte und Adam wirklich, wirklich leise sein musste, damit niemand was mitbekam. Leo hatte es lustig gefunden, dass Adam sich so mühelos zum Campen überreden ließ, eine Freizeitaktivität die er in der Vergangenheit als „sinnlose Zeitverschwendung“ bezeichnet hatte. Adam hatte nur ungerührt geantwortet, dass Leo einfach sich und seinen Körper anbieten musste, damit Adam zu allem ja sagte. Was ja auch irgendwie stimmte.
„Bitte nicht, nicht so fest“, flehte Adam jetzt, was eigentlich hieß, mach’s mir härter. Leo packte Adams Hüften und zog ihn zu sich. Adams Griff an der Kopfseite löste sich und er kam auch nicht mehr ran, also versuchte er Leo von sich wegzustoßen, ohne viel Erfolg natürlich, gerade genug Widerstand, dass Leo sich gegen ihn pressen konnte.
„Nicht, ich hab doch noch nicht-!“ Adams Stimme überschlug sich fast vor gespielter Angst.
„Was du bist noch Jungfrau?“ nahm Leo den Faden auf. „Glaub ich nicht. So eine kleine Schlampe wie du?“ Er hob Adams Arsch an sich ran, drang in ihn ein. Adam warf seinen Kopf in den Nacken und unterdrückte ein Stöhnen.
Leo fuhr mit den Händen nach oben, streichelte über das Tattoo in der Mitte seiner Brust und fächerte seine Finger auf Adams Rippen auf. Adam stellte jeden Widerstand ein, schlang einen Arm um Leos breiten Rücken und schob die rechte Hand zwischen ihre verschwitzten Körper um sich anzufassen.
„Kannst du doch schon richtig gut, dich ficken lassen. Dir gefällt’s doch“, flüsterte Leo in Adams Ohr, weil er wusste, dass Adam auch ein bisschen Zuspruch brauchte. So wie Adam wusste, dass Leo unbedingt hören wollte, wie sehr es ihm gefallen hatte, besonders und vor allem wenn Adam Minuten zuvor noch das genaue Gegenteil behauptet hatte, wenn er Leo sogar angefleht hatte, es nicht zu tun. Sie waren eben ein echtes Traumpaar.
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