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Einfach nur Wir

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Endlich sind wir wieder zu Hause. Nach dem Gerumpel auf dem Kutschbock ist das ein richtiges Fest. Nur ein Feuer anzünden, etwas Einfaches kochen, und dann eine Weile sitzen. Vor allem letzteres. Mein Rücken bringt mich noch um.

„Geh doch schonmal in die Falle“, sagst du schließlich. „Ich komm gleich nach.“

„Ich will noch nicht schlafen.“ Nur auf dem Stuhl bleiben und schweigen. Ist das zu viel verlangt?

„Meinte ich auch nicht.“ Wunderlich, wie du manchmal bist, ziehst du ohne Erklärung dein Hemd aus und hängst es vor den Kamin. „Komm, deins kann auch runter.“

Ich sehe dich nur an und tue nichts.

„Ich will gleich mal deinen Rücken abreiben“, fügst du hinzu, und ich habe nichts dagegen, und nicke, und mache mich fertig. Allerdings …

„Und wie sieht es mit deinem aus? Bereit für dieses Spektakel?“

„Immer doch.“

Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn ich durch bin, werde ich dich auch richtig durcharbeiten …

Ich strecke mich auf unserem Bett aus, schließe die Augen und warte. Bald legst du etwas über mich. Dein Hemd. Der Stoff fühlt sich warm an, und wie er so an meinem Rücken ist … Vielleicht bin ich doch keine 100 Jahre alt. Wird schon ein bisschen besser.

Dann nimmst du ihn weg, und streichelst leicht über mich, und knetest meine Muskeln. Ich mag es, deine Hände zu spüren.

Es geht mir so gut inzwischen, ich könnte so liegenbleiben, einfach einschlafen. Aber es geht nicht, dass ich nur nehme. Geben will ich auch.

Ich setze mich auf, streiche über deinen Arm.
„Dann leg dich mal hin, los.“

„Da hat’s aber einer eilig.“ Du klingst amüsiert.

„Nun mach es einfach.“ Weil ich nichts dahabe, um dich vorab zu wärmen, lasse ich mich auf dich sinken. Nur ein wenig abgestützt, damit du es angenehm hast. Mir gefällt es auch, wie ich merke – aber das kann warten. „Keine Diskussionen. Sonst schlafe ich am Ende genau hier ein. Du hattest mich fast so weit.“

Du sagst nichts dazu, und ich löse mich von dir, und massiere dich. Fühlt sich gut an, dich zu berühren.

Nach einer Weile seufzt du behaglich, und drehst dich auf den Rücken, und bietest mir deinen ausgestreckten Arm an.
„Wenn du ganz so weit sein willst …“

Und ich lege mich neben dich, in deine Umarmung.