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Einfach nur Wir

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Ich mag die Leichtigkeit, die du an dir hast – eigentlich bei allem. Beim Schwingen in den Sattel. Beim Angehen neuer Aufgaben, in unserem Haus und überhaupt. Beim Ausziehen (und es ärgert mich kaum noch, wenn dabei etwas auf dem Boden landet und du es erst anderntags wegräumst) … Auch beim Umgang mit mir, ja.

Aber du hast dir die Hand verstaucht, darum braucht nun manches mehr Zeit. Du schaffst es, deine Hose anzuziehen und sie unfallfrei zu schließen. Auch, dir das Hemd halb zuzuknöpfen. Trotzdem ist es ein ziemliches Gefummel – wie denn auch nicht?

Du bittest nicht um Hilfe. Und ich will mir das schließlich nicht länger ansehen.

„Lass mich das machen.“

Ich trete vor dich und mache dort weiter, wo du aufgehört hast. Du sagst nichts, und legst eine Hand auf meinen Rücken, und lässt sie langsam tiefer gleiten. Ich spüre deinen Blick auf mir. Mir wird warm. Aber ich bin noch nicht fertig. Als es geschafft ist, hole ich noch dein Bandana aus deiner Tasche und binde es dir um. Ich trage nur eines, wenn ich es für die Arbeit brauche. Du immer noch so gut wie jeden Tag. Wie früher. Wie damals.

Du nickst dankend. Und dann ziehst du mich zu dir heran.