Actions

Work Header

Der einsame Prinz

Chapter Text

Die Treffen im verlassenen Bad wurden eine Gewohnheit. Eine geliebte Tradition, die Percival nicht mehr missen wollte und die ihn mehr und mehr vergessen ließ, welches Risiko er mit seinen nächtlichen Eskapaden mit dem jungen Prinzen einging.
Aber wie konnte er es Credence verwehren? Ganz abgesehen von der Befehlsgewalt, die sein Prinz über ihn hatte, blühte dieser darüber hinaus in den nächsten Tagen so sehr auf, dass es eine noch größere Freude war, ihn anzusehen. Wo er sonst melancholisch oder lethargisch geworden war, sprühte er nun vor Leben, strahlte seine Güte und Liebe noch stärker aus und die Menschen, die ihn sahen, priesen seine Göttlichkeit darauf noch stärker. Für sie bestand kein Zweifel darin, dass der Segen der Götter ihn zu einem sündenfreien Wesen gemacht hatte, noch bevor er geboren worden war. Dass er zur Erde gesandt worden war, um hier zu herrschen und Wohlstand und Glück in das Land zu bringen. Die Lobeshymnen auf ihn schwollen weiter an, als Percival es für möglich gehalten hatte. Wo er auch hinkam, überall priesen sie den jungen Prinzen voll Inbrunst und verkündeten, dass die Zeit seiner Herrschaft bald beginnen würde. Percival vermutete, dass er selbst nicht ganz unbeteiligt war an dem Zeichen, das sie zu sehen glaubten. Das Zeichen, auf das sie warteten.
Denn wann er das Land übernahm, stand in den Sternen. Die Priester und Orakel befragten jeden Tag ihre Götter, lasen die Sterne und den Stand des Mondes, um zu erkennen, wann die Götter dem Prinzen die volle Verantwortung für das Land geben wollten, das bisher auch von seinem Großwesir und einigen wichtigen Ministern und Senatoren geleitet wurde.
Nicht jedem gefiel diese Wendung. Percival ahnte, warum der Großwesir dieser Tage ein immer verdrießlicheres Gesicht machte. War der Prinz auf dem Thron, wäre es schwerer, den eigenen Einfluss aufrecht zu erhalten. Wenn Stimmen lauter wurden, die ihn dort sehen wollten, dann setzten sie zugleich all jene unter Druck, die sich die Macht bis eben teilten.
All diese politischen Geschäfte beobachtete Percival nur am Rande. Er hatte früh erkannt, dass Credence zwar ruhig und unerfahren war, aber auch klug, gebildet und durchdacht. Percival machte sich keine Sorgen, dass er mit den aufkommenden Intrigen sehr gut allein fertig werden würde - und behielt ihn trotz allem im Auge, für den Fall, dass jemand einen körperlichen Angriff wagte.

Seine Sorgen verloren sich allerdings in einigen Momenten so sehr, dass er sie gar nicht mehr zu greifen vermochte. Etwa just in diesem Augenblick, als sich die Lippen des Prinzen tiefer über sein Glied senkten und es noch mehr in sich aufnahmen.
Gegen Percivals Bedenken, dass der Mund des heiligen Prinzen nicht so niedere Dinge berühren sollte, hatte Credence sich schließlich durchgesetzt und nun war er es, der Percival so sehr den Kopf verdrehte, dass er nicht klar denken konnte. Es zuckte Percival in den Fingern, die Hand zu heben und sie in das seidige schwarze Haar zu krallen. Er widerstand dem Drang, blieb unbewegt auf dem Bett liegen, das im hinteren Teil des Bades stand und schloss ergeben die Augen. Bei den Göttern, diese Zunge war zu viel für ihn. Und diese himmlischen Lippen... Er stöhnte auf, als sie sich enger um ihn schlossen. Womit hatte Percival es verdient, dass dieses perfekte Wesen sich so sehr für ihn interessierte, um DAS mit ihm zu tun?
Sicher, dass der Prinz unerfahren und neugierig gewesen war, hatte Percival früh bemerkt. Dass sie sich gegenseitig anziehend fanden und deshalb alles ganz schnell ging, kaum, dass sie einmal begonnen hatten, war naheliegend. Aber sie hatten in den letzten zwei Wochen so viele Dinge getan, dass ihm bei den Erinnerungen daran schwindelig wurde.
Meist hatte Percival den Prinzen verwöhnt. Er hatte ihn berührt, ihm schöne Worte ins Ohr geflüstert und ihn mit Händen und Mund befriedigt. Mehr hatte er nicht gewagt. Mehr erlaubte er sich auch jetzt noch nicht. Dass der Prinz immer öfter verlangte, den Gefallen erwidern zu dürfen, hatte er erst abgelehnt und sich schließlich nicht mehr dagegen wehren können.
Und bei den Göttern, er war ein Naturtalent! Percival, der seine Hände zu Fäusten geballt hatte, um den Prinzen nicht aus Versehen zu berühren, hatte sich so sehr angespannt, dass seine Muskeln zitterten. Die Selbstbeherrschung aufrecht zu erhalten und Credence nicht zu überwältigen, wie er es sich heimlich ersehnte, war schwer. Ihm dabei zuzusehen, wie er sich eine schwarze Locke hinters Ohr strich, während seine Wangen hohl wurden, weil er an Percivals Glied saugte, raubte dem Älteren fast den Verstand. Und es trug dazu bei, dass Percival schneller den Orgasmus herannahen sah, als ihm lieb war.
“H-Hört auf”, keuchte er atemlos und hob eine Hand, hielt allerdings in seinem Bestreben, den Prinzen von sich zu schieben, inne, weil er sich noch immer nicht daran gewöhnt hatte, ihn ungestraft berühren zu können.
Credence ignorierte seine Bitten, warf ihm einen Blick aus glitzernden Augen zu und machte weiter.
Verdammt, dieser Blick raubte Percival den letzten Nerv.
“Mein Prinz”, stöhnte er matt. Er konnte nicht mit dem Frevel leben, den Mundraum des Prinzen mit seinem Sperma zu benetzen. Also legte er nun doch eine Hand an dessen Stirn und schob ihn von sich, bevor es zu spät war.
Heftig atmend schaute er zu Credence hinunter, der sich mit dem Handrücken den Mund abwischte. “Du bist nicht gekommen”, stellte der Prinz sachlich fest.
“Das wage ich nicht”, hauchte Percival und stützte sich auf seine Unterarme, in eine halbsitzende Position.
Credence lachte leise. “Immer noch gehemmt, Percival?”, fragte er und kroch katzengleich zu ihm hinauf, bis er auf seinem Bauch saß und zu ihm hinunterschaute. Anders als Percival, der vollkommen nackt war, trug er noch all seine Kleidung.
Aber der Prinz hatte leicht reden. Er würde nicht mit der Todesstrafe bestraft werden, wenn man entdeckte, was sie hier trieben.
“Die Götter können nur ein gewisses Maß an Sünde verzeihen”, sagte Percival und schaute zu Credence hinauf. Er hoffte, dass sie ihm verziehen, dass er diesen Anblick liebte. Credence nicht anzusehen, wie er es eigentlich sollte, war mittlerweile undenkbar. Zu sehr hatte er sich in das verliebt, was er erblickte.
Credence schien von seinem Argument nicht überzeugt. Er schnaubte ungläubig. “Und wer bestimmt dieses Maß?”, fragte er neckend, beugte sich zu Percival hinunter und ließ seine Lippen über die des Älteren streichen.
Percival hielt den Atem an. “Mein Prinz, Ihr verlangt zu viel”, flüsterte er. Es gab Grenzen, die er nicht überschreiten wollte. Etwa, dass sein eigener, niederer Saft den Prinzen benetzte, egal an welcher Stelle. Wie könnte er sich je wieder in die Augen sehen, wenn er ihn derart entehrt hatte.
“Bisher schien dich das nicht zu stören”, säuselte Credence und eine Hand langte hinter ihn. Er fand, was er suchte und Percival sog scharf die Luft ein, als der Prinz sein Glied umgriff.
“Ich befehle dir, dass du für mich kommst, Percival”, schnurrte Credence weich und biss Percival sanft in die Unterlippe, während seine Hand am Glied hinauf und hinab glitt. “So, wie ich jedes Mal für dich komme. Um der Fairness willen.”
Percival schwieg angestrengt. Er versuchte, sich zurückzuhalten. Es nicht zu tun. Die Hand des Prinzen würde beschmutzt werden und er wäre schuld. Percival gab sich Mühe, an etwas unerotisches zu denken, aber als Credence sich tieferbeugte, bis er auf ihm lag und sein Hintern dabei gegen das Glied drückte, das sich gegen ihn rieb, fiel es Percival immer schwerer, die schmutzigen Fantasien nicht zu beachten, die in ihm aufkommen wollten. Er biss sich auf die Unterlippe, die der Prinz wieder und wieder mit zarten Küssen bedeckte und konzentrierte sich so sehr darauf, nicht zu kommen, dass er die Fingernägel in die Handflächen grub. Doch gegen die zarte Hand und ihre geschickten Bewegungen war es ein aussichtsloser Kampf. Percival stöhnte ein letztes Mal auf, als er fühlte, wie der Orgasmus über ihn hinwegrauschte und er sich in Credences Hand entlud.
Der Prinz hörte nicht auf, ihn zu massieren, bis er, vor Überreizung zitternd, die Augen aufschlug und zu ihm aufschaute.
Credence hielt inne, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen. Er zog die Hand vor und Percivals Augen weiteten sich, als er langsam über seine Handfläche leckte. Ein verruchtes Funkeln war in seinem Blick aufgetaucht, während er Percival ansah. “Du schmeckst interessant”, sagte er leise.
Percival schwieg überwältigt. Bei den Göttern, was hatte er nur getan? Er hatte den unschuldigen Prinzen in eine verruchtere, beinahe dämonische, Version verwandelt, weil er ihm diese Welt gezeigt hatte.
Credence lachte leise über seinen geschockten Blick. “Percival, entspann dich”, flüsterte er leise und ein zarter Kuss fand Percivals Lippen, “Kein Blitz wird auf dich herabfahren. Keine Erde wird sich unter uns auftun und dich verschlingen.”
Percival schwieg. Dann nickte er tapfer.
Credence sah ihm an, dass er nicht überzeugt war. “Dir ist bewusst, dass ich dich nicht gegen deinen Willen zu etwas zwingen möchte, nicht wahr?”, fragte er und setzte sich auf. Nun sah er fast ein wenig enttäuscht aus, wie er zu Percival hinuntersah. “Solltest du das Interesse oder die Lust an unseren Treffen verloren haben, dann... sag es frei heraus. Eine Bestrafung musst du für deine Ehrlichkeit nicht fürchten.”
Percival schwieg. Er schaute zu dem Prinzen auf, der mit jedem Wort unsicherer geworden war, als fürchtete er eine Zurückweisung. Aber wie könnte Percival ihn verschmähen, wo er wertvoller war, als alles andere, was Percival kannte?
Er hob eine Hand und streichelte Credence über die Wange. “Es sind nicht die Momente, die wir teilen, die mir Sorgen bereiten, mein Prinz”, erklärte er leise, “Sondern das Risiko der Trennung, die sie bergen. Entehre ich Euch, werde ich dafür zur Rechenschaft gezogen, sobald die Götter entschieden haben, wie mit mir zu verfahren sei. Und bis dahin könnten immer noch die Menschen auf mein Tun aufmerksam werden. Welche Strafe sie für meine Sünden wählen, wage ich mir nicht auszumalen.”
Credence, der sich in die Handfläche geschmiegt hatte, hörte ihm zu. Sein Blick wurde trauriger mit jedem Wort, das Percival sprach. “Ich möchte nicht, dass du fürchten musst”, sagte er betrübt. “Frei zu lieben sollte auch dir vergönnt sein.”
“Nur leider habt Ihr nicht die Macht”, gab Percival zu bedenken, obwohl er die Stimmung nicht zerstören wollte, “Die Regeln, die das Verhalten Euch gegenüber festschreiben, können von niemandem geändert werden.”
Credence nickte. Er wirkte nachdenklich. Dann sank er auf Percivals Brust und schmiegte sich an ihn. “Wirst du morgen dennoch wieder hier sein?”, fragte er leise.
“Wenn Ihr es wünscht?”, erwiderte Percival.
“Das tue ich”, antwortete der Prinz.

Percivals Angst konnte ihm niemand nehmen, nicht einmal der Prinz. Zwar stimmte es, dass die Götter ihn noch nicht mit Blitzen oder anderem Unheil gestraft hatten, doch er fürchtete den Tag, an dem sie es taten. Oder an dem die Menschen um sie herum begriffen, was da vor sich ging.
Trotzdem konnte er nicht aufhören. Den Prinzen ansehen zu dürfen, ihn berühren zu dürfen, machte ihn zum glücklichsten Mann des Landes. Ihm einige Momente des Glücks schenken zu dürfen, war eine Ehre. Und obwohl er geglaubt hatte, den Prinzen mit seinem Samen entehrt zu haben, schien dieser von den Göttern gesegnet wie zuvor.
Trotzdem gab es eine Hürde, die Percival nicht überschreiten würde.
Und genau diese forderte Credence ein, wenige Tage später.
Er hatte erfahren, wie Menschen sich vollends miteinander verbinden konnten – eine Information, die man bisher erfolgreich vor ihm hatte verbergen können - und nun verlangte er von ebenjenen Akt.
Percival hatte Mühe, ihm diesen Wunsch auszureden. Es gelang ihm nicht. Mit ihm zu schlafen, in ihn einzudringen, würde bedeuten, ihn von innen heraus zu beschmutzen. Wie konnte Percival sich diese Dreistigkeit erlauben, die an Frevel und Schande nicht zu übertreffen war? Waren die Götter bisher noch nicht zornig auf ihn, würden sie es danach sein.
Doch weil er sich diesem Wunsch mehr verweigerte als den vorherigen, hörte der Prinz auf, ihn darum zu bitten.
Percival, der gehofft hatte, ihn überzeugt zu haben, bemerkte bald, dass Credence trübsinniger und schlechter gelaunt wurde. Sein inneres Strahlen verblasste jeden Tag mehr. Er schottete sich sogar vor Percival ab, lud ihn nicht mehr zu geheimen Treffen ein und wirkte derart kraftlos und niedergeschlagen, dass er Percival leidtat.
Als einige Tage ins Land gegangen waren und sich seine Stimmung nicht gebessert hatte, lenkte Percival schließlich ein. Er wollte den Prinzen nicht so betrübt sehen und wissen, dass er der Grund dafür war. Wenn Credence an ihn dachte, sollte es ihn glücklich machen, nicht traurig.
Also sagte er ihm eines Nachts, bevor sie sich verabschiedeten, dass sie es versuchen könnten.
Und Credence war derart Feuer und Flamme, dass sie sich noch am gleichen Abend trafen.
Es kostete Percival einige Überwindung, den jungen Prinzen mit diesem Thema vertraut zu machen. Er hatte Öl dabei und benutzte es. Credence, der sehr schnell auf den Geschmack gekommen war, ihn in sich eindringen zu lassen, anstatt seinerseits einzudringen, fand Gefallen daran, wie sie es taten.
Und so taten sie es öfter.
Jeden Abend.
Credence wurde verwegener, je mehr Erfahrungen er sammelte. Er forderte mehr – eine Eigenart, die man als Kronprinz vermutlich von selbst irgendwann entwickelte – und trieb Percival abermals an seine Grenzen.

So wie heute, als er auf ihm thronte, sein Glied tief in sich und die Hände um Percivals Handgelenke geschlungen, die neben dem Kopf des Leibwächters ins Bett gepinnt worden waren. Er ritt ihn in einem Tempo, bei dem Percival schwindelig wurde und gab dabei Geräusche des Entzückens von sich, jedes Mal, wenn es ihm gelungen war, dass Percivals Schwanz bei seinem Auf und Ab gegen die Prostata stieß.
Percival konnte solche Momente durchaus genießen, so überwältigend sie auch waren. Nur war das bereits die zweite Runde am heutigen Abend und Credence hatte ihm dazwischen keine Pause gelassen. Dass sein Glied noch so hart war, lag einzig daran, dass es weiter gereizt wurde, obwohl Percival bereits gekommen war. Er zitterte überreizt und keuchte flach atmend, aber er war nicht imstande, dem Prinzen Einhalt zu gebieten. Ihn derart entfesselt zu sehen, machte Percival zu trunken vor Lust.
“Großer, starker Leibwächter”, schnurrte Credence an seinen Lippen, “Du zitterst so sehr. Hast du keine Kraft mehr für mich?”
Als Percival außer einem unterdrückten Stöhnen nichts weiter hervorbrachte, lachte Credence leise und drückte sich in einem kräftigen Zug wieder hinunter, wodurch Percival so heftig gereizt wurde, dass er atemlos den Kopf in den Nacken legte. “Ihr Götter”, hauchte er.
Er wusste, dass er Credence würde von sich schieben können, wenn er wollte. Zumindest seine Körperkraft überragte die des Prinzen. Aber nun, da sie jegliche Regeln gebrochen hatten und er aufgehört hatte, sich wegen seiner Sünden zu quälen, war er gierig geworden. Wenn er schon eines Tages dafür bezahlte, wollte er es nun wenigstens auskosten.
Dass Credence ihn nach einem Orgasmus nicht in Ruhe ließ, war überwältigend genug, dass Percival wusste, dass das jede Strafe wert war.
“Die Götter werden dir nicht helfen können, Percival”, säuselte Credence in sein Ohr und stöhnte dann auf, weil seine eigene Hüftbewegung dazu geführt hatte, dass Percivals Schwanz über seine geschwollene Prostata rieb.
“Doch ruf sie weiter an, wenn du es möchtest”, fuhr er atemlos fort und zog abermals sein Tempo an. Percival, dem der Schweiß aus den Poren trat und der fühlte, wie sich in ihm trotz der brennenden Überreizung ein zweiter Orgasmus aufbaute, ergötzte sich an dem Bild, das Credence bot. Seine Haut glänzte im schwachen Licht der Fackeln. Seine dunklen Augen glitzerten hungrig. Er griff Percivals Handgelenke fester und lächelte teuflisch.
“Vielleicht erlauben sie mir dann einen Harem”, sagte Credence zwischen flachem Atmen und leisem Stöhnen, “Ich könnte dich zu meiner ersten Haremsdame machen.”
Percival stöhnte erneut auf, weil sich Credence um ihn herum zusammenzog bei den Worten. Er fühlte, dass ihn der Gedanke erregte, obwohl er sich nie in der Rolle einer Frau gesehen hatte.
“Du müsstest mir hörig sein, wann immer ich Lust habe”, schnurrte Credence ihm verträumt ins Ohr, “Wir könnten Dinge wie diese am helllichten Tag tun. Vor den anderen Wachen. Sie würden dich über deine Position beneiden.”
Percival entwich ein Wimmern, von dem er nicht wusste, woher es kam. Vermutlich von dem Bild, das der Prinz malte. Die Vorstellung, ihn jederzeit berühren zu dürfen, sich mit ihm dieser Lust hingeben zu dürfen, war zu gut. Sie heizte seine Erregung weiter an.
“Ich würde dir teure Stoffe schenken”, fuhr Credence atemlos fort und an dem Holpern in seiner Stimme erkannte Percival, dass auch er kurz davor war. Er war bisher noch nicht gekommen und durch die alleinige Reizung an der Prostata war das schwieriger.
“In teure, durchsichtige Kleider, in denen ich deine Nacktheit sehen kann”, sagte Credence und ein hohes Stöhnen mischte sich in seine Worte.
Percival, der sich seinem eigenen Orgasmus näherte, bewunderte die Fähigkeiten des Prinzen, Dirty Talk zu betreiben. Das nutzte Credence noch nicht sonderlich lange. Dafür war er unerhört talentiert.
Bevor Percival ihm das sagen oder sonst wie auf seine Worte reagieren konnte, zog sich Credence mit einem Wimmern zusammen, riss den Kopf in den Nacken und stieß ein Stöhnen aus, ehe sein heißer Samen Percivals Bauch benetzte und dieser, bestärkt durch das Gefühl der engen Muskeln, die ihn umschlungen hielten, ebenfalls kam.
Sie atmeten heftig, während sie sich von der Anstrengung erholten. Credence, der Percivals Handgelenke losgelassen hatte, sank auf seine breite Brust und sein Leibwächter legte die Arme um ihn.
“Eine schöne Idee“, kommentierte er endlich die Fantasie des Prinzen.
Dieser lachte leise. “Noch ein wenig Zeit“, antwortete er leise und er klang seltsam ernst und entschlossen, “Wenn ich einmal König bin, werde ich das durchsetzen.”
Percival schmunzelte über so viel jugendlichen Optimismus. Er glaubte nicht daran. Gesetze zu ändern, war schwer. Vor allem, wenn man einen so besonderen Status hatte, wie der Prinz, der von den Göttern gesandt worden war.
Doch anstatt ihm das auszureden, sagte Percival: “Ich freue mich darauf.”
Credence hob träge den Kopf und setzte einen Kuss auf seine Lippen. “Ich mich auch”, antwortete er.