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Whether you want to or not

Chapter Text

 

 

Kira, rot vor Scham und Wut, sammelte vom Teppichboden die Seiten des Berichts, den sie fallen ließ.

Ihr Chef machte keine Anstalten, sich bei ihr entschuldigen zu wollen, er sagte absolut gar nichts. Sie war allerdings der Meinung, dass derjenige, der ungefragt mit dem Finger in fremdem Mund einen Geschlechtsverkehr nachahmt, sich definitiv entschuldigen sollte.

Gut. Seine Chancen, dass sie es ihm vergibt, sanken gegen Null. Sie wird auf der Stelle zum Chef-Direktor gehen und sich beschweren. Sie wird von Kandomere eine schriftliche Entschuldigung einfordern, selbstverständlich mit einer zufriedenstellenden Begründung, und es dann eingerahmt über ihrem Schreibtisch aufhängen. Wenn sie dann immer noch hier arbeiten darf. Sie seufzte. Kandomere hat sie hier eingestellt, und als Chef-Agent ist er mächtig genug, sie in Sekundenschnelle fristlos wieder raus zu werfen.

 

Das jedoch darf nicht passieren. Auf gar keinen Fall. Sie schluckte als sie sich die Konsequenzen vorstellte. Langsam beruhigte sie sich. Sie musste.

 

Was ist überhaupt in ihren Chef gefahren? Warum hat er so was getan? Paar Brandy hier oder her - sie hätte von ihm solches obszöne Benehmen nicht erwartet. Es passte doch absolut gar nicht zu ihm. Oder hat sie etwas Grundlegendes übersehen? Will er eine Affäre? Das erschien ihr unwahrscheinlich. Und ist er nicht angeblich mit seinem Sekretär liiert? Sie schaute zu dem vermeintlichen Lover durch die Glaswand. Verdeckt von seinem Bildschirm tippte Limahl an seinem Computer. Den Vorfall hat er gar nicht mitgekriegt. Ehrlich gesagt sah es nach keiner Beziehung zwischen ihnen aus, wenn da überhaupt etwas war, ist es längst vorbei. Soviel sie mitbekommen hat, waren Kandomeres spärliche Blicke in Sekretärs Richtung immer nur gleichgültig. Aber egal ob er einen, keinen, oder einen Haufen Geliebten haben sollte, der Chef hat sich immer korrekt verhalten.

Bis eben.

 

Sie konnte sich Kandomeres Fehltritt nicht erklären. Es gab nie ein Anzeichen, dass er an ihr interessiert wäre, genau so wie er auch an den Anderen hier kein Interesse hatte. So lange sie ihn kennt, hat er nicht mal ein Lächeln jemandem geschenkt. Er verhielt sich immer nur kalt und reserviert. Nun, Roses Gerüchteküche erzählte etwas von einer Menge Frauen, noch bevor Kira zum MTF kam...

Also - ist er irgendwann vor einem Jahr entweder asexuell geworden, oder kontrolliert er sich jetzt strikt.

 

Gut, aber in keiner dieser Fälle wäre einer seiner Finger in ihrem Mund gelandet.

 

Stand er vielleicht unter irgendeinem Stress? Es würde die Drinks erklären, deren Wirkung ihn wiederum zu solchem ungehemmten frivolen Benehmen verleiten könnte.

Aber warum entschuldigt sie ihn, er ist ein erwachsener Elf, alter Elf, 130 Jahre alt, wie man sagt. Er sollte genau wissen was er tut!

 

Was wohl passiert wäre, wenn sie ihn mit dem Biss nicht abgewehrt hätte? Was hatte er eigentlich vor? Hat er das geplant oder war es eine spontane Aktion? Sie dachte an den Moment seiner unmittelbaren Nähe, und dann erinnerte sie sich wieder, gegen ihren Willen, an die bezwingende Mondschein-Augen, seinen Duft..., und den sinnlich geformten, männlich breiten Mund... Sie verdrängte schnell diesen Gedanken.

 

Und Gott, ja, es wird Komplikationen geben. Sie wollte nicht daran denken, wie viele. Nichts mehr wird sein, wie es war.

 

Mit leicht zitternden Händen legte Kira den Bericht auf den Schreibtisch. Sie hielt sich dabei davon fern, Kandomere anzuschauen.

 

„Wenn das für heute alles wäre, Sir, würde ich...“ es war ihr nicht ermöglicht, zu ende zu sprechen.

 

„Ich werde dir mitteilen wann du gehen darfst.“

 

Kira war sich sicher, sie könnte lernen ihn zu hassen.

 

Wenn er wenigstens versuchen würde sich zu entschuldigen. Oder es Anzeichen gegeben hätte dass es ihm leid tut!

 

Kandomere stand immer noch neben dem Stuhl, auf dem Kira zuvor saß. Er war ein Meter von ihr entfernt. Ein Tropfen Blut fiel gerade von seiner Hand, wo er gleich mit dem dunklen Teppich verschmolz. Sie hatte ihn wirklich kräftig gebissen.

Ja aber warum steht er nur seltsam herum und heilt er es nicht? Kleinere Wunden könnten doch sofort verheilen, wenn die Elfen ihre Hände drauf gelegt haben.

 

Kira überwand sich und sah ihm ins Gesicht. Er betrachtete sie auf eine unheimliche Art, die sie einschüchterte - es war ein wilder, bedrohlicher Ausdruck. Verängstigt senkte sie ihre Augen, und gleich bereute sie es. Denn ungewollt streifte sie jetzt mit ihrem Blick über diese deutliche Beule, die sie zwar aus dem Augenwinkel bereits vermutete, aber bis jetzt vermied da direkt hinzuschauen.

Ihr Chef bemühte sich gar nicht seine Erektion zu verbergen und beobachtete mit kaltem hungrigen Blick ihre Entdeckung.

 

Oh Gott... Natürlich. Die Bisse sind doch für die Elfen sexuell erregend!

Heißt es also etwa, dass er sich jetzt von ihr eingeladen fühlt?

 

Rot vor Scham wusste Kira nicht, wohin sie mit den Augen ausweichen sollte. Die Konfrontation mit seiner eindeutig harten Bereitschaft stellte sich jedoch als ihr kleinstes Problem heraus, denn ihr wurde plötzlich klar, was sie getan hat.

 

Sie hatte ihn markiert, sein Blut in sich aufgenommen...

 

Kira fing an zu schwitzen. Und - war es gerade eben nicht ein leichtes wildes Grinsen, das über sein Gesicht flog? So genau sah sie lieber nicht mehr hin.

 

Natürlich war es keine große Markierung - nur im Nacken, wo sich der blaue Lotos befand - wie die Äther-Chakra genannt wurde, hatten die Bisse eine bedeutende Auswirkung auf die Seele-Ebene, und nach der Paarung auch auf die Geist-Ebene. Und nur sie galten als ein offizielles Statement eines Paares über deren Verhältnis-Art.

 

Es war aber bereits eine kleine Bindung, die bestehen bleibt bis es vollständig heilt, und er sich auch entschließt alle Spuren des Bisses restlos zu entfernen. Bis dahin war schwierig einzuschätzen, welche Auswirkung der Biss haben wird - es könnte bei jedem individuell ausfallen.

Großer Gott.

Kiras Gesicht wurde plötzlich blass, denn ihr wurde bewusst, dass es noch nicht alles war. Seine Hand blutete jetzt nicht mehr, das hieß, die Narbenbildung wurde eingeleitet. Bald wird er also die Biss-Farbe sehen. Im Panik versuchte sie sich erinnern ob sie zu der Zeit, als sie ihn biss, über sich die Kontrolle hatte, aber es war ein Schock-Moment, sie war sich nicht sicher.

 

Kandomere bewegte sich plötzlich auf sie zu, immer noch mit diesem bedrohlichen Ausdruck in seinem Gesicht. Kira machte einen Schritt nach hinten, womit sich sein Jagdinstinkt aber nur noch verstärkte. Er hob schnell die Hand, ergriff ihr Handgelenk, und hielt sie fest.

 

„Ah...“Kira stöhnte auf. Das tat schrecklich weh – wenn er nicht aufhört, sie so fest zu drücken, wird dieser Stahlgriff ihre Hand zerquetschen und abtrennen. Männliche Elfen waren so ungeheuerlich stark. Schmerz-Tränen stiegen ihr in die Augen.

Kandomere erschrak. Er sah ihre Tränen, sie rüttelten ihn wach. Sie weinte, weil er ihr wehgetan hat. Er ließ sofort locker und nachdem er bemerkte was er verursachte, nahm wieder, diesmal sanft ihr Handgelenk in seine Hände und heilte es sorgfältig mit seiner Lebenskraft. Danach kontrollierte er, ob es wieder in Ordnung ist, und ließ schließlich Kira los.

 

 

Er schaute jetzt auf seine Uhr, dann auf sie, und meinte: „Doktor Kira, du kannst gehen. Und nicht vergessen, am Montag wieder hier um die gleiche Zeit.“

 

Sie sah zu ihm auf, sein Ausdruck war nicht mehr gefährlich wild, sondern wieder nur undurchdringlich und kalt wie immer, und vielleicht auch... ein bisschen traurig..? Bedauert er etwa doch seine Entgleisung?

Sie blickte zu seiner Hand - wenn sie es bloß erkennen könnte – zeigt sich die Farbe des Bisses bereits? Die Färbung war nur für die Elfen sichtbar.

Er wird es sehen, und es ihr nicht verraten, er wird die Kenntnis gegen sie einsetzen. Sie wird mit dieser Unsicherheit zurecht kommen müssen, und extrem vorsichtig sein. Sie spürte eine aufkommende Übelkeit. Sie drehte sich und ging zu der Glastür, und raus aus dem Büro, und bevor sie hinter sich schloss, sagte sie: „Ja, bis Montag, Sir.“

 

 


 

 

Kandomeres Augen verfolgten Kira bis sie aus seiner Sicht verschwand. Könnte schlimmer ausgehen, und mit diesem Bonus hat er gar nicht gerechnet. Er strich sich mit der gebissener Hand über seine Härte.

 

Verfickte Scheiße. Vor sich selbst muss er sich nicht kontrolliert geben. Es ist verdammt beschissen gelaufen. Sie wird ihn hassen.

 

Sein Sekretär beobachtete ihn durch die Glastür. Zum Schluss kriegte er es doch noch mit, dass an dieser Besprechung etwas seltsam war. Auch er hat jetzt mit seinem geübten Blick den harten Schwanz seines Chefs bemerkt, und welche Ursache es auch dafür gab, jetzt sind nur sie zwei da allein, also schenkte er Kandomere das süßeste Lächeln das er auf Lager hatte. Er würde wissen was mit dieser delikaten Angelegenheit anzufangen wäre, signalisierte er.

Kandomere ging zu der verglasten Wand mit der Tür, und drehte an den Reglern, mit denen er jetzt alle Jalousien runter zog und die Lamellen gleich zuklappte. Keine störende Blicke mehr.

 

Was heißt übrigens sie wird ihn hassen, sie tut es bereits. Und da weiß sie nicht mal dass er soeben knapp davor stand sie mit Gewalt zu nehmen. Am Arbeitsplatz, und vor dem Sekretär. Ehrlich gesagt würde er es immer noch gern tun. Deshalb zog er es vor, sie lieber gehen lassen. Seine Erektion zuckte. Ja, er ist nicht nur wahnsinnig, er ist jetzt auch noch aggressiv. Aber vor allem ist er gefährlich. Was ist bloß los mit ihm. Was auch immer es aber sein mag, es wurde schlimmer.

 

Gott, warum hat er sie weggeschickt, er will dass sie zurück kommt. Er braucht sie.

Ja, nach dem er es so vermasselte, kann er viel brauchen. Was immer er will. Er wird es nicht bekommen.

Himmel, bitte, dann wenigstens ihren Geruch, damit er seine leidende Sinne täuschen kann.

Er braucht einen Gegenstand mit Kiras Duft, etwas was er anfassen und beschnuppern kann, einen Fetisch als Not-Ersatz für sie, für diese Wochenende, unbedingt, sonst wird er endgültig durchdrehen.

Er könnte durchsuchen ihr Schreibtisch nach etwas geeignetem, oder... Soll er es endlich doch wagen zu ihr zu fahren? Zum Beispiel könnte er sich dabei entschuldigen, für das was er gerade getan hat. Dann könnte er direkt sie beschnuppern.

Entschuldigen? Beschnuppern? Er weiß doch wie es enden wird, er verliert wieder die Kontrolle und ruiniert es vollständig. Aber er hat jetzt schon eigentlich nicht viel zu verlieren.

Verdammt. Er erinnerte sich plötzlich wieder, dass sie gleich zu ihrer Verabredung gehen will. Kandomere verspürte in diesem Augenblick einen rohen Drang zu töten. Er würde töten, ohne zu fragen, ohne zu überlegen.

Beruhigen. Er muss sich beruhigen.

 

Gut. Nach dem Abendessen wird er sich etwas einfallen lassen.

 

Er nahm Kiras Bericht vom Tisch, fuhr mit der Hand über das obere bedruckte Papierblatt - diesen Gegenstand hielt sie bis jetzt in ihren kleinen süßen Händen. Plötzlich stockte sein Atem. Er entdeckte das Hauptgewinn – neben seinem Schreibtisch lag am Boden ein rostig braunes Stück Stoff.

 

Kiras Schal!

 

Natürlich, er hat sich widerwärtig und anstößig benommen, kein Wunder dass sie gestresst war und nicht merkte als er ihr von der Schulter runter fiel. In seinem wilden Wahn bemerkte er es ja selbst nicht. Es passierte wahrscheinlich während sie die Bericht-Seiten einsammelte. Er hob ihn hungrig auf, und strich sich mit diesem, nach ihr duftenden Hauch vom Seide über die Wange.

 

Durch den Duft stieg in ihm wieder verstärkt die Sehnsucht nach ihr. Nein, wahrscheinlich wird es ohne sie bis Montag nicht überleben, selbst mit einem Fetisch nicht. Er schaute auf seine Hand mit der weiteren kostbaren Trophäe. Der Biss verfärbte sich schon leicht. Es dauert noch, aber er sah schon, dass es dunkel wird. Fast verschluckte er sich. Purpur, dunkles purpur...

Aber sicher, sie sehnt sich nach dir, sie will dich so sehr. Du Elfen-Trottel. Es wird kein dunkles purpur sein, es wird schwarz. Der Hass? Es würde ihn nicht mal überraschen.

Er wagte es nicht weiter auf den Biss zu schauen. Er wollte das aufkommende Schwarz nicht sehen.

 

Er lehnte sich in seinem Sessel zurück, Kiras Schal hielt er sich im Gesicht, die gebissene Hand legte er sich auf seine Erektion. Kiras Geschenke.

Es wurde ihm bewusst, mit dieser neuesten Aktion wurden die Würfel erneut geworfen, also bräuchte er einen neuen und besseren Plan.

Er wollte darüber nachdenken, aber sein Geist rief unwillkürlich nur noch die Bilder ihres Gesichtsausdrucks hervor, der ihm Enttäuschung und Abneigung zeigte. Er erinnerte sich an den Duft ihrer Furcht. Die Vorahnung eines Desasters hat sich also erfüllt. Glückwunsch, sie ekelt sich jetzt vor ihm. Sein neuer Plan wird ausgesprochen genial sein müssen, wenn er es noch retten will.

 

 

 

Der Aufzug klimperte. Kandomere hörte hin. Sein Herz machte einen Sprung. Kommt sie zurück zu ihm? Ja, sie kommt ihr Schal zu holen. O.k. Er kann sie hier im Büro nicht festhalten, aber den Schal wird er ihr nicht aushändigen, er gehört jetzt ihm – er stopfte sich den leichten Stoff hinter seine Brokat-Weste.

Es klopfte an der Bürotür. Kandomere öffnete.

 

Eine elegante schöne Elfe stand da und lächelte ihn verführerisch an. Ah, ja. Kandomere bot ihr die Hand und führte sie hinein:

 

„Guten Abend, Ninuve.“

 

Er schloss die Tür hinter ihr - der Elf im Vorraum begleitete das Geschehen mit einem verletzten Blick. Sein Arbeitstag war vorbei, er wird nicht erfahren, was es mit dieser Besucherin auf sich hat. So ein Mist aber auch.

 

Gleich wenn sie ungestört waren, schmiegte sich die Elfe an den Chef-Agent und begrüßte ihn mit einem leichten Wangenkuss.

 

„Lieferung der Bestellnummer 23, Sir.“

 

Sie war für eine Elfe sehr klein, schön wohlgeformt, mit feinen Gesichtszügen, ihr eigenes silber-blondes Haar war jetzt schwarzbraun gefärbt. Sie trug es hochgesteckt, mit freigelegtem Nacken. Der Kunde wünschte es so.

 

„Einen Drink?“

 

„Danke, aber nein, Sir.“

 

Kandomeres Hand glitt um ihre Taille, zog sie noch näher ran. Es war reine Höflichkeit, die erst mal nur einleiten sollte was als nächstes passieren wird. Sie roch es - trotz seiner physischen Bereitschaft, hatte er kein wirkliches Verlangen nach einem Sex mit ihr. Schade, denn sie hoffte bei diesem Kunden auf eine echte Interesse. Ob es vielleicht für immer vergebens war? Warum beeilen sich die Forscher nicht mit dem neuen Heilmittel...

 

Die Elfe drückte sich mit ganzem Körper an Kandomere. Nach dem sie es bereits vorher witterte, spürte sie jetzt seine Härte direkt an ihrem Bauch. Er war also schon erregt, das war ungewöhnlich.

 

„Warst du mir untreu, mon cheri? Du machst mich heute ja nahezu arbeitslos.“

 

Sie atmete noch mal tiefer ein - jetzt roch sie eine komplizierte Spannung zwischen Kandomere und einer menschlichen Frau die eben hier war. Interessant. Allerdings war diese Frau, warum auch immer, nicht in der Lage diesen Elf zu befriedigen. Im Gegensatz zu ihr. Ninuve zückte ihre scharfe Fingernägel, und zog sie über Kandomeres Bizeps, was sich für ihn durch das dünne Hemd doch angenehm anfühlte. Sie witterte es natürlich. Gut, das war schon ein kleiner Erfolg.

 

„Ja womöglich verkürzen wir uns diesmal etwas die endlose Folter.“

 

Kandomere begutachtete die kleine Elfe, nahm einen Bleistift von seinem Schreibtisch den er ihr in ihre Hochsteckfrisur reinsetzte, und führte sie dann zu einer Ledersessel-Gruppe in der Ecke des Büros.

 

„Ich weiß nicht wovon du redest, cheri. Dir Freude zu bereiten ist für mich das größte Vergnügen und keine Folter. Deine Ausdauer ist einfach beneidenswert und einzigartig.“

 

Diese Begleitung war auf die älteste männlichen Elfen spezialisiert, bei denen nach dem vorzeitigen Tod ihrer Gefährtin die Partnerkrankheit ausbrach. Bei ihnen wirkte das Medikament nicht so gut wie bei den jüngeren. Sie waren also auf eine einfühlsame und spezielle Hilfe angewiesen.

Ninuve hielt Kandomere für einen von den alten, bei denen das Heilmittel fast wirkungslos war.

 

„Wie dem auch sei, da ich bereits hart bin, sollte man es schnell ausnutzen bevor es sich legt.“


Kandomere vermutete, dass die Sitzung mit Kira ihn leicht erregen könnte - deshalb hat er sich die Begleitung zeitgenau bestellt, heute ausnahmsweise in sein Büro. Allerdings - der unerwartete Biss war so köstlich, dass er sogar richtig steinhart wurde. Diese Überraschung war der letzte Tropfen, der ihn in einen wilden Zustand versetzte. Er war endlich bereit für Kira. Er musste sich nicht mehr nur vorstellen, was er tun würde, er könnte es wirklich tun. Der Entschluss ist auf der Stelle gefallen, er wird sie nehmen, er wird sie endlich bluten sehen. Er ignorierte alles andere um ihn herum, er wollte sie gleich ficken, sofort, vor den Augen des Sekretärs, vor der ganzen Welt, es war ihm egal. Die Proteste seines Verstandes zertrat er erbarmungslos. Kira war nur ein Griff entfernt, er packte sie, dabei entschied er sich für die schnellste Version - er wird sie drücken zum Boden, exakt da wo sie stand, die Kleidung wird in Sekunden zerrissen sein…. bis er plötzlich ihren Schmerz und ihre Tränen bemerkte. Er hat seine Kraft vergessen zu regulieren. Er hätte sie fast ernsthaft verletzt... Danach besann er sich zum Glück etwas, und ließ sie gehen.

 

 

"Oh, heute willst du es schnell. Es ist eine Abwechslung, auch wenn mir deine hervorragende Ausdauer lieber ist. Nicht jeder kann so lange wie du.“ Ja, Ninuve war einfühlsam, und ihre Lügen waren lieb.

 

„Magst heute noch etwas spezielles, cheri?“ fragte sie, auch wenn sie es in etwa wusste, der Ablauf war festgesetzt.

 

„Ich bleibe angezogen.“

 

„Ja, ob ich das aushalte, deinen Körper ist so Exquisit...“

 

Aber egal ob nackt oder bekleidet, dieser blauhaarige Lieblingskunde war heiß. Für einen Elfen war er durchschnittlich groß, aber ziemlich muskulös und überaus attraktiv. Mit seiner blendenden männlichen Präsenz war er bestimmt gewöhnt des Interesses von anderen - natürlich roch er jetzt, dass Ninuve ihn auch privat haben wollen würde. Gut für den Zweck. Selbst die kleinste Unterstützung war hilfreich. Ninuve begutachtete mit Genuss seine Bekleidung - er war schick angezogen wie immer auf die klassische Weise, mit einer dunkelblauen feingestreiften Anzughose aus edlem Stoff, elegantem weißen Hemd mit hochgeschnittenem Kragen und blauer Brokat-Weste, ergänzt mit Platinschmuck und dem Silber-Gorget, das besonders von Elfen in wichtigeren Funktionen und Positionen in dem staats-königlichen Dienst getragen wurde. Elfen über Alle. Elfen über Alle. Seine extravaganten Tagore-Markenstiefeln waren ein Zeichen des höchsten Luxusstatus. Plus das Accessoire - der Ärmelhalter und Ascot-Krawatte, beides im aussagekräftigen Weinrot. Wie alle Elfen liebte er die Feinheiten und die Symbolik der Bekleidung.

 

Sie selbst zog sich jetzt langsam komplett aus, nicht dass sie ihn mit ihrer Nacktheit erregen hoffte – die Wahrscheinlichkeit, dass dies passieren würde war gering, sie sah nackt wohl etwas anders aus als seine verstorbene Gefährtin - sondern weil dieser Akt nicht ganz reinlich verlaufen wird.

 

Kandomere beobachtete sie. Als sie völlig nackt war, sah sie auf zu ihm und wartete auf seine weiteren Anweisungen.

Er fuhr mit dem Handrücken und dem Zeigefinger zart über ihre Wange.

 

„Geh auf die Knie.“

 

„Ja, Sir.“

 

Sofort sank sie gehorsam zu seinen Lederstiefeln.

Mit etwas Druck in der flachen Hand berührte sie gleich die noch von dem Stoff verdeckte Erektion. Als seine Härte leicht zuckte, schaute sie zufrieden in Kandomeres Augen. Er beobachtete aufmerksam alle ihre Bewegungen. Dann öffnete sie seine Hose und holte seinen steifen Schwanz heraus, und sogleich fing sie an, ihn mit beiden Händen zu streicheln.

 

Auch wenn er eine Erektion hatte, gab es aber keine Garantie, dass er auch kommen würde, und schon gar nicht schnell - Kandomere platzierte die Aktion deshalb schon mal zu einer Marmorsäule neben der Ledersessel-Gruppe wo er sich mit einer Hand stützte, es wird länger dauern.

 

Die Elfe wisperte: „ Ich mag dich cheri... du bist so erregend... “ und ihre plötzliche Röte und Duft verrieten ihre eigene Erregung. Und dass die letzte Worte diesmal kein Trost waren... Sie befestigte sich jetzt schnell an ihren scharfen Zähnen einen für diese Tätigkeit hergestellten speziellen Zahn-Schutz. Danach setzte sie seine dicke Spitze an ihren Mund und gleich begann sie sie zwischen ihren Lippen zu massieren. Dann wiederum nahm sie die Eichel in sich und saugte sie leicht, dies tat sie abwechselnd. Dabei sah sie immer wieder zu Kandomere auf, beobachtete seinen Gesichtsausdruck, kontrollierte seine Reaktionen. Gefällt es ihm? Das tat es sichtlich – er wuschelte sie mit der freien Hand in ihrem Haar.

 

Jetzt drückte Ninuve ihre Zunge fester auf die Unterseite der Glied-Spitze und fing an, kräftiger, aber nur über die große Eichel, zu gleiten, rhythmisch und fest, vor und zurück. Sie wollte ihn damit provozieren, und diese Rechnung ging kurz später tatsächlich auf. Mit einer Hand war er gestützt an der Säule, mit der anderen fasste Kandomere jetzt gröber ihre Haare im Hinterkopf und drückte ihren Kopf mit einem Schub gegen seinen Schwanz, den er gleichzeitig gegen sie stieß - er rammte ihr ihn direkt in den Hals. Ninuve unterdrückte einen Würgereflex, stöhnte gedämpft, ihr Mund bis tief hinein war gefüllt mit seinem Schwanz. Er ließ sie nicht mal ausatmen, und gleich fing er an, in ihre Kehle zu stoßen.

 

Verdammt, sein Schwanz war zu groß und dick, aber sie machte alles mit, packte Kandomeres festen Arsch, und drückte sich gegen ihn, um ihm zu härteren Stößen zu verhelfen. Kandomeres Atem vertiefte sich - mit dieser Haarfarbe und jetzt auch etwas unordentlicher Frisur sah sie fast wie Kira aus. Er versuchte sich vorzustellen, dass diese Elfe wäre Kira, nackt, auf den Knien vor ihm - er wurde noch härter, stieß noch schneller zu. Wenn er jetzt weiter so macht, und dann noch die spezielle Behandlung bekommt, wird er mit Sicherheit den Höhepunkt erreichen.

 

Die Elfe schwitzte inzwischen, Ihre Haare klebten ihr auf der Stirn, aber sie machte mutig weiter, obgleich die dynamische Stöße mit einem Schwanz von solchem Umfang von ihr einiges abverlangten.

Es ging so weiter, er brauchte eine gute Weile, bis er schließlich meinte, dass er für den nächsten Schritt bereit wäre, und dann sagte er zu ihr:

 

“Du kannst anfangen..“

 

Ja, sie hoffte dass es diesmal besser laufen wird. Letztes mal haben sie mit der abschließenden Phase zu früh angefangen, die dann zu lang gedauert hat. Seine Verletzungen waren furchtbar - durch den Schmerz und in der Erwartung der Befreiung röchelte er zum Schluss extremst. Sie weinte als sie ihn so leiden sah, diesen alten Elfen, attraktiven alten Elfen, und ihre salzige Tränen flossen in seine Wunden, wo es zusätzlich schrecklich brennen musste, Gott, das wollte sie nicht...

Wie lang ist er schon wohl allein, wann ist seine Partnerin gestorben, hatte sie einen Unfall gehabt, oder war sie ein Opfer von etwas noch Schlimmeren... Sie wagte es nicht ihn zu diesem Thema anzusprechen, als Kunde sollte er nicht ausgefragt werden.

 

Nach einer Paarung verteilte sich die Lebensdauer den beiden so um, dass beide für den Lebensrest exakt gleich lang bekamen, damit sie zusammen bleiben könnten bis zum Schluss. Aber das Schicksal war für einige wenige grausam - es gab Fälle, dass einer der Gefährte vorzeitig ums Leben kam.

 

Wie lange wird dieser Elf noch leben, leiden und um sie trauern... Die Alterungs-Endphase dauerte 70 Jahre, und die hat bei diesem Elfen noch nicht begonnen, er befand sich noch in seinem statischen Alter.

Bei den alten Elfen, bei denen die Partner-Krankheit sie ihrer Lebenslust und ihres würdevollen Sexuallebens beraubte, verhinderte Doktor Cassians Arznei nur das Schlimmste - in den Wahnsinn fallen, sich zu Tode trauern, und die Selbstmordgedanken zu beseitigen. Das Forschungsteam sollte jedoch laufend an dem Heilmittel arbeiten, damit auch den Ältesten geholfen werden könnte. Gut so.

 

Sie schaute zu Kandomere um sicher zu gehen. Er sollte seinen Wunsch bestätigen.

 

„Tu es.“

 

O.k., wird sie.

 

Aus einem bestimmten Grund hatte Ninuve provokativ auffällige, gehärtete Fingernägel. Sie aussahen eher wie scharfe Krallen. Diese Nägel und ihre scharfen Elfen-Zähne waren ihre Werkzeuge, mit denen musste sie ihren Kunden weh tun . Diese männlichen Elfen könnten nur zusätzlich mit starken physischen Reiz sexuell befriedigt werden - mit dem Schmerz. Mit einem speziellen Schmerz, ganz in der Tradition der elbischen Vorliebe.

 

Kandomere stieß weiterhin in ihre Kehle - die Dauer diese Handhabung belastete ihren Körper, aber sie musste gerade nicht viel tun, sie musste es nur aushalten. Er hielt sie weiterhin an ihren Haaren am Hinterkopf und drückte sie rhythmisch gegen die fick-Bewegungen seiner Hüfte. Gleich wird es sich aber ändern, wenn sie es übernimmt.

Er schaute sie dabei die ganze Zeit an, dabei atmete hörbar. Ninuve wusste aber - er sah nicht sie, er visualisierte in ihr Umriss eine andere. Die einzige die er wollte, seine Gefährtin.

 

Sein Wahl fiel nicht zufällig auf Ninuve, es war sicher, dass sie seiner verstorbenen Partnerin ähnelte. Alle diese betroffene Elfen suchten nach einem möglichen Ebenbild ihren verstorbenen Liebsten in der Begleitung-Auswahl – denn meist nur bei ihnen wurden sie erregt. Ninuve benutzte für diesen Zweck eine Instant-Haarfarbe des Kosmetik-Labels Mortice, das als einzige eine patentierte Haarfarbe mit sofortiger Wirkung in Kapselform zum einnehmen im Angebot hatte. Dies Mittel wäre zwar selbst für Elfen auf Dauer nicht ganz billig, aber ihre Kunden zahlten ihr gerade zu sagenhafte Summen für ihre Dienste. Alte Elfen waren reich, sehr reich.

 

Seine Stöße wurden immer heftiger. Er hoffte, dass er heute nur durch den gängigen Oralsex kommt, aber er hoffte es jedes mal. Er hat nicht freiwillig gewählt was jetzt folgen wird, er wollte es nicht, musste es aber über sich ergehen lassen, wenn er den Orgasmus erlangen wollte.

Ninuve nahm ihre Hände von seinem Arsch, packte den Schaft und rieb ihn eine Weile. Langsam begann sich seine Hüfte wieder im Takt mit ihr zu bewegen.

Und dann, ohne Vorwarnung, stoppte sie, und durchstach mit ihren spitzen Krallen plötzlich die Haut an dem Schaft und der Schwanzwurzel. Kandomeres Hüfte stoppte, sein rauer Atemausstoß kam noch vor den ersten Bluttropfen. Seine Hand ließ Ninuve los und gesellte sich zu der anderen an der Marmorsäule, er muss sich jetzt mit beiden Armen stützen.

 

Die kniende Elfe begann um die Wunden leicht zu kratzen, dann immer fester, und wieder bohrte sie die Nägel in ihn rein, die Eichel saugte sie dabei. Ihr Mund bewegte sich immer rhythmischer, sie nahm den Schaft wieder Stück für Stück tiefer hinein - Kandomeres Keuchen wurde lauter und unregelmäßiger. Sie bestimmte jetzt die Stöße in ihrem Mund, sie bewegte sich selbst, immer heftiger, als sie plötzlich stoppte und ihn biss. Kandomere stöhnte. Dann Ninuve abwechselnd leckte an seinem Schwanz und biss ihn, immer stärker, immer häufiger, zwischendurch kratzte ihn, und bohrte ihre Fingernägel in sein Fleisch. Er blutete, ihr Gesicht war davon rot verschmiert, ihr Mund war voll mit dem metallischen Geschmack, sie vernahm schon die Bindung zwischen ihnen durch die Menge des Blutes, könnte aber nicht tiefer in seinen hinteren Seelen-Reich sehen, denn das hat er für sie versperrt. Sie dürfte einsehen nur seine Wünsche und Empfindungen zum aktuellen Sex-Akt zwischen ihnen, und sie fühlte es, er war so erregt, trotzdem dem Höhepunkt noch fern. Er brauchte einen stärkeren Anreiz.

 

Gut, wird sie machen. Sie nahm ihren Zahn-Schutz ab, und legte wieder ihre Hände zurück auf seinen Arsch, um sich vorzubereiten. Sie nahm sein Glied wieder in den Mund und wartete nicht weiter - sofort hat sie ihn mit ihren spitzen Zähnen gebissen. Kandomere röchelte kurz, dann drückte seine Stirn gegen die Marmorsäule. Immer wieder tat sie es, zuerst kamen ein paar Stöße, dann ein Biss.

 

Und dann - biss sie wieder zu, ließ aber nicht los, und so glitt sie über den Schaft - sie fing an, ihn mit ihren scharfen Zähnen zu ficken. Kandomere schrie auf – seine Erektion wurde dadurch noch härter, aber trotz der hohen elbischen Schmerzverträglichkeit war es die empfindlichste Stelle des Elfenmannes - es war sehr schmerzhaft. Er versuchte sich ihr zu entziehen. Das erlaubte sie ihm aber nicht, sie war vorbereitet, ihre Hände auf seinem Hintern drückten ihn mit ihrer Elfenkraft wieder in ihren folternden Mund zurück - sie wird das brutale Spiel mit ihren Zähnen nicht beenden. Sie fuhr mit ihnen über seinen jetzt fast abgeschürften Schwanz, das Blut aus den Wunden floss über seine Hose und spritzte bei den Bewegungen auf ihre Brust, aus seinem Mund kamen röchelnde Laute eines verletztes Raubtieres, der Schmerz war zu stark. Er war jetzt steinhart, kam aber seinem Orgasmus immer noch nicht viel näher. Sie bemerkte, dass es beim jedes mal immer schwieriger wurde ihn zu befriedigen. Sie verstand es nicht, bei ihren anderen Kunden dieser Sorte war es umgekehrt. Die Elfen gewöhnten sich mit der Zeit an ihre liebevolle Fürsorge, die ihre Kummer milderte - sie akzeptierten sie als Ersatz. Nur Kandomere reagierte auf Ninuve anders. Sein Körper lehnte sie zunehmend ab.

 

Ninuve befürchtete, dass er diesen rauhen Akt diesmal nicht mehr lang fortzusetzen können würde. Sein Körper sträubte sich einfach gegen sie. Sein Geschlechtsteil war in einem schrecklichen Zustand, mit blutigen Bissen und Wunden durchlöchert, die Haut fast zerfetzt - sie kratzte ihn mit den scharfen Zähnen jetzt nur über die Eichel, er stöhnte vor Schmerz auf. Und dann sah sie wie er schwer keuchend hinter seine Weste griff, und ein hell-rostbraunes, feines Seiden-Knäuel raus zog und es sich aufs Gesicht drückte. Er atmete in das Stoff tief schnaufend. Die Tür zu seiner Seele öffnete sich plötzlich einen Spalt, und sie erkannte durch die Verbindung die Umrisse einer dunkelhaarigen weiblichen Gestalt, die ihr tatsächlich ähnelte. Sie spürte ganz leicht Kandomeres Gefühle zu ihr, und wie er diese Gefühle in der Vergangenheit schon mal erfolglos versuchte auszulöschen.

 

Ja, sie wusste von der grausamen Tragik wenn ein Elf von seiner Familie gezwungen wurde, die Liebe zu seiner verstorbenen Gefährtin abzutöten, damit er weiterleben kann. Ihre Augen wurden feucht. Und dann fühlte sie es.

Er kam in die Orgasmus-Phase. Er drückte seinen Schwanz tief rein in ihren Mund, sie hörte ihn schwer atmen. Und heiser befiehl er ihr:

 

„Schluck es.“

 

Natürlich, alles was er möchte, deshalb ist sie da. Und dann spürte sie die Kontraktionen seines gefolterten Geschlecht-Gliedes, die Ejakulation-Schübe direkt in ihre Kehle, die sie zum schlucken automatisch zwangen.