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Jeder Augenblick

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Jede Sekunde
Auf die eine Seite wälzen
Ich liege wach und kann an nichts andres denken
Wo bin ich?
Wer bin ich?
Was bin ich?
Lüge ich mich selbst an
oder hab ich mich bis jetzt belogen?
Auf die andere Seite wälzen
Egal ob auf der Straße, vor dem Fernsehr,
im Schutz meines Zimmers,
im Deutschunterricht, wenn wir Gedichte schreiben
Ist das alles was ich geworden bin?
Bin ich nur noch das?
Werde ich jemals soweit sein da sich nicht alles darum dreht zu
jeder Sekunde

Jeder Moment
Mein Kopf tut weh, meine Augen tränen
du fährst weiter gerade aus und merkst nichts
Was auch? Außerhalb meiner Gedanken ist nichts passiert
Die Worte schlagen gegen ihre Gitter
doch wenn ich die Tore öffne
weichen sie zurück
Ich will weiter, ich will vorwärts
Ich will raus aus dieser Starre
Ich will meinen Kopf wieder leer, nützlich, frei
Ich lehne mich zurück und schließe die Augen
Du fährst weiter,
machst einen Witz
und merkst nichts
Jeder Moment

Jeder Augenblick
Es pocht im Hintergrund meines Verstandes
Selbst hier werd ich es nicht los
Glauben sie mir? Wie sehen sie mich?
Sitz anders, die Handlung war zu feminin
und meine Stimme
zu hoch, zu weich, verräterisch
Jede Bewegung analysiert,
bewertet,
nichts gut genug um mein Gehirn zum schweigen zu bringen
Bitte glaubt mir.
Bitte seht mich.
"Ich meine, du bist schließlich ein Junge."
Gesehen.
Das Pochen wird lauter,
nur überschattet von der Freude,
die durch mich schießt
Werde ich mich jemals daran gewöhnen?
Wird es jemals zum Alltag, zur Selbstverständlcihkeit?
Wir wenden uns unserem neuen Projekt zu
und das Pochen,
das Wissen,
die Sorge,
der Gedanke,
blendet in den Hintergrund
Leiser, doch stetig, immer da
zu jedem Augenblick