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Unsteady

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Unsteady

Es war schon lange dunkle als ich meinen Blick von dem Ordner vor mir hob und mir die Augen rieb. Leise seufzend sank ich in meinen Sessel und schaute auf die Uhr über der Tür, 23:56 Uhr. Ich seufzte erneut. Seit fünf Stunden saß ich nun schon hier. Oder besser gesagt wir. Bei dem Gedanken sah ich zu dem anderen Mann in unserem gemeinsamen Büro. Für einen Moment beobachtete ich ihn, wie er konzentriert irgendein Dokument durchlas. Mit seinem Einsatzbericht war er wohl schon fertig. Meine Stirn legte sich in Falten, kein einziges Mal hatte ich ihn aufstehen gesehen. Er war weder zum Abendessen gekommen noch war er mal aufs Klo gegangen. Geschweige denn von dem zurücklehnen und entspannen wie ich es allein in der letzten Stunde mindestens ein Dutzend Mal getan habe. Alles war er den halben Tag zu sich genommen hatte war Kaffee, den ich im zwischendurch mitgebracht hatte. Ein weiteres Mal fuhr ich mir über die Augen. Für heute sollte es reichen, beschloss ich. Ich erhob mich aus meinem unfassbar unbequemen Sessel und knipste meine Tischlampe aus. Sofort lag der Raum im Dunklen abgesehen von dem Lichtkegel der auf den Tisch meines Vorgesetzten schien. Er blickte nicht einmal auf als ich langsam in seine Richtung ging:„ Es ist schon Mitternacht. Komm es reicht für heute.“ Keine Reaktion. Ich nährte mich ihm ein Stück mehr um sehen zu können an was er dort arbeitete. Es sah nach einem Einsatzbericht aus aber sicher war ich mir nicht. Mit einem Seufzen versuchte ich es ein weiteres Mal:„ Steh auf, Soap. Wir können morgen weitermachen.“ Diesmal bekam ich eine Rückmeldung, wenn auch nicht die, die ich mir erhofft hatte. „Geh schlafen, Ghost. Ich muss das noch fertig machen“, sagte er abwesend. Genervt rollte ich die Augen; warum musste er auch immer so verdammt stur sein. Ohne einen weiteren Kommentar drehte ich mich weg und lief zur Tür. Gerade als ich meine Hand auf der Klinke ablegte, hörte ich eine Stimme hinter mir. Erwartungsvoll drehte ich mich um aber alles war er sagte war `Danke für den Kaffee´. Ein schiefes Grinsen konnte ich mir dabei nicht verkneifen. Idiot.

Gähnend ging ich durch die spärlich beleuchteten Gänge unseres Hauptquartiers. Mein Ziel war mein Zimmer, welches glücklicherweise nah bei unserem Büro lag. Ich  lief an Soaps Zimmer vorbei und dachte das selbe wie nur wenige Minuten zuvor. Idiot. Müde öffnete ich die Tür zu meinem eigenen Zimmer, welches direkt nebenan war. Ich machte mir gar nicht erst die Mühe das Licht anzuschalten und zog mir mein schwarzes T-Shirt über den Kopf. Nachdem ich mich auf mein Bett habe fallen lassen schnürte ich mir umständlich die Kampfstiefel auf und strampelte mir die Hose von den Beinen. An jedem anderen Tag hätte ich den bloßen Gedanken an meine Kleidung über dem ganzen Boden verteilt kaum ausgehalten, ich schätzte Ordnung, aber in diesem Moment hätte es mir nicht egaler sein können. Geduscht hatte ich mich auch nicht aber, wie du es dir denken kannst, war auch mir auch das scheiß egal. Kaum hatte ich meine Augen geschlossen war ich auch schon eingeschlafen. Ich schlief unruhig und schreckte schließlich schweißgebadet und zitternd aus einem bösen Traum. Nein, kein Traum. Eine Erinnerung. Ich schüttelte den Kopf um die Bilder loszuwerden und versuchte nicht mehr daran zu denken. Ich schloss meine Augen wieder, wissend, dass ich nicht mehr so schnell einschlafen könnte. Nach einer gefühlten Stunde gab ich es dann doch auf und setzte mich auf meine Bettkante. Mein Blickt wanderte auf den Wecker auf meinem Nachttisch. 02:20 Uhr. Großartig. Ich hatte gerade einmal eine Stunde geschlafen. Genervt stand ich auf und ging zu meiner Kommode, welche neben meinem Schreibtisch stand, welchen ich jedoch kaum benutzte da ich lieber mit Gesellschaft (für die nur MacTavish in Frage kam da mir hier sonst jeder nach einer Weile auf die Nerven ging) Papierkram erledigte, schnappte mir frische Sachen und ein Handtuch und verließ mein Zimmer. Auch der Weg zu den Gemeinschaftsduschen war nicht lang, gerade einmal 5 Minuten brauchte ich. Trotzdem bevorzugte ich eigentlich die private Dusche in dem privaten Badezimmer unseres Captains. Es hatte ihn zwar nie gestört aber in Nächten wie diesen (oder auch generell nachts) wollte ich ihn nicht stören. In den Duschen wäre ich sowieso alleine also würde es keinen Unterschied machen. Als ich in dem Vorraum zu den Duschen ankam um mich auszuziehen merkte ich, dass ich nur in Boxerbriefs und einem Handtuch um den Schultern durch die Gegend gelaufen bin. Naja, auch egal. Durch die gegeben Umstände stand ich nach nur wenigen Sekunden unter lauwarmen Wasser und wusste nicht ob ich das Wasser nun kalt oder warm einstellen sollte. Oder es einfach so lassen sollte. Unentschlossen drehte ich an der Dusche herum bis ich mich irgendwann für kalt entschied. Kalt genug um den Kopf frei zu kriegen aber trotzdem nicht so kalt, dass es schmerzte. Ich legte den Kopf in den Nacken und entspannte mich. Ich ließ mir solange Zeit bis mir dann doch langsam kalt wurde und ich mich mit der erstbesten Seife, die ich auf die Schnelle finden konnte, einseifte. Als ich fertig war schaltete ich das Wasser ab und verließ den Duschraum. Trocken und in sauberen Klamotten (diesmal mehr als nur ein paar Boxer) machte ich mich auf meinen Rückweg. Ja, nun fühlte ich mich viel besser. Als ich vor meiner Tür stand hielt ich inne und sah zu der meines Nachbarn. Ich öffnete meine Tür und schmiss mein Handtuch und die berüchtigte Unterhose in mein Zimmer. Am nächsten Morgen würde ich mich für die Unordnung schämen. Als Lieutenant einer der besten Elite-Task-Forces der Welt und als grundsätzlich ordentlicher und sauberer Mensch hatte man nun mal gewisse Standards aber mir war immer noch alles egal. Also ging ich ohne weitere Zeit zu verschwenden zurück zu unserem Büro. Ich wusste er war nicht in seinem Zimmer.

Ich wurde in meiner Annahme bestätigt als ich Licht durch die spaltbreitoffene Tür scheinen sah. Kopfschüttelnd griff ich nach der Klinke hielt jedoch im letzten Moment inne. Was war das für ein Geräusch? Angestrengt hörte ich genauer hin. Verwundert blinzelte ich blieb aber still. Soap... weint? Wieder schüttelte ich den Kopf; das konnte nicht sein. Obwohl ich mir sicher war, ich würde mir das nur einbilden hörte ich ein weiteres Mal genau hin. Vielleicht er nur eingeschlafen? Sofort verwarf ich den Gedanken wieder. Ich hörte klar ein unterdrücktes Schluchzen. Etwas in meinem Inneren zog sich bei dem Gedanken zusammen. Was musste passiert sein, dass er mitten in der Nacht weinend in seinem Büro saß. Einige Minuten stand ich unentschlossen vor der Tür. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Nach einer weiteren Minute griff ich dann doch nach der Tür und öffnete sie langsam so weit, dass ich hineinschauen konnte und schluckte schwer. Das was sich vorhin in meinem Inneren zusammengezogen hatte brach in diesem Moment. Ich sah in an seinem Tisch sitzen mit den Ellbogen auf der Tischplatte. Mit einer Hand hielt er seinen Nasenrücken und die andere fiel auf die Platte. Er ballte seine Faust und seine Hand, welche er zuvor an seiner Nase hatte, krallte sich in seinen schwarzen Mohawk. Ich beobachtete wie seine Tränen auf die Papiere vor ihm landeten und sein sonst so starker und großer Körper sich noch etwas kleiner machte. Ich wusste, dass ich etwas hätte tun sollen aber ich war wie gelähmt. Ohne Vorwarnung lehnte sich Soap abrupt nach hinten und fuhr sich mit beiden Händen über sein Gesicht. Ich schreckte zurück und versteckte mich tiefer im Schatten des Ganges aus dem ich etwas mit ansah was ich nicht sehen sollte. Was niemand hätte sehen sollen. Mich überkam ein schlechtes Gewissen. Wenn ich schon gaffte, dann sollte ich versuchen ihm zu helfen oder etwa nicht? Ich sollte ihm ein Freund sein und herein gehen aber ich tat es nicht. Das letzte was ich sah bevor ich mich umdrehte und leise ging war das verheulte Gesicht meines Captains, die traurigen Augen meines Freundes, welche verloren einen fernen Punkt fixierten.

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In dieser Nacht schlief ich nicht. Alles was ich sah, wenn ich die Augen schloss war er. Ich machte mir Vorwürfe. Gerade ich hätte wissen müssen, dass ein Mann wie Soap, ein Soldat wie wir beide, nicht einfach mitten in der Nacht über Nichtigkeiten weinte. Ich wusste nicht was es war aber es musste schlimm sein und es war etwas was nur ihn selbst betraf, etwas womit er wahrscheinlich völlig allein war. Mit einem Knurren schlug ich die Hände über dem Gesicht zusammen. Ich war ein verdammter Idiot. IDIOT. Ich lag noch länger im Dunkeln und zerbrach mir den Kopf bis mich ein leises Knarzen aus den Gedanken riss. Gespannt lauschte ich und hörte leise Schritte in dem Raum nebenan. Instinktiv rutschte ich näher an die Wand zu meiner Rechten und wurde ganz still. Ich hörte das leise Quietschen des Bettes in dem anderen Raum aber sonst nichts. Nun war es völlig still. Die Wände waren dünn hier. Hatte man einen Albtraum, was in einem Gebäude voll mit erfahrenen Soldaten nicht selten vorkam, bekam das immer irgendjemand mit. Hier weinte jedoch keiner. Die meisten Männer und Frauen hier hatten jahrelange Erfahrung darin ihre Gefühle in sich zu behalten und obwohl wir hier eine Familie waren wollte sich keiner die Blöße des Weinens, der Schwäche so wie alle es sahen, geben. So waren Soldaten nun mal. Deshalb war es auch so wichtig jeden hier zwischendurch zu einem Psychologen zu schicken; nur damit sie für sich für einen Moment jemanden anvertrauen zu können und ich wusste, dass es den meisten insgeheim gefiel. Seit dem ersten Tag an hatten wir denselben Psychologen, Angel wie ihn alle nannten, und jeder hatte mit der Zeit Vertrauen gefasst und sich ihm, manche etwas mehr manche etwas weniger, geöffnet. Darauf hatte Soap seit Beginn dieser Task Force immer großen Wert gelegt. Ihm waren im Gegensatz zu den ganz hohen Tieren seine Soldaten nicht egal. Und ich Versager lag hier fast schon neben ihm und sah ihm beim weinen zu. Erst in diesem Moment fiel mir auf, dass er schon länger nicht mehr bei Angel war. Er war zwar fast nie da aber zwischendurch hatte er doch mal vorbei geschaut. Auch wenn es nur für die Akten war und nicht, weil ihm nach reden zumute war. Ich war mir ziemlich sicher, dass die beide immer nur ein Bier zusammen getrunken haben und über Football geredet haben. Aber das hatte Angel wohl zur Einschätzung und Beurteilung gereicht. Genauso wie es wohl auch Soap etwas Last von den Schultern genommen hatte. Mir fiel jetzt auch auf wie selten er in den letzten Wochen gelacht hatte. Das klang jetzt vielleicht etwas seltsam, weil einem immerwährender Leichtmut und herzhafte Lacher nicht unbedingt als erstes in den Sinn kamen, wenn man den Namen Captain MacTavish hörte, aber wenn man ihn näher kannte und er einem auf dieser Ebene vertraute, konnte er ein wahrer Sonnenschein sein. Ein etwas arschiger Sonnenschein aber trotzdem immer für einen Witz und manchmal auch einen kleinen Prank zu haben. Er war meine persönliche Definition der nahezu perfekten Gesellschaft. Er war humorvoll und gebildet, intelligent und ruhig, freundlich und geduldig, einfühlsam und auch selbst etwas tiefgründig. Würde mich jemand fragen wer mein bester Freund wäre würde ich ohne großartig drüber nachzudenken seinen Namen sagen. Ich hatte ihm meine Vergangenheit anvertraut, und wenn ich einen schlechten Tag hatte ging ich zu ihm. Nicht um darüber zu reden, nein ich gehörte auch zu diesen Menschen, die alles in sich hereinfraßen bis sie explodierten oder daran zerbrachen, sondern einfach nur zu wissen, dass da jemand war, der keine Fragen stellte, und wenn ich es wollte, zuhörte. Ja, er war mein bester Freund aber ich? Ich hatte ihn allein gelassen. Wütend schlug ich neben mich auf die Matratze. Ich habe ihn allein gelassen. Und nun betete ich zu was auch immer mich erhören würde, dass ich es nicht irgendwann wirklich bereuen würde nicht für ihn da gewesen zu sein, denn mir war klar, dass es nicht in dieser Nacht angefangen hatte. Seine Wunden waren alt und eine Wunde, die nicht verheilen wollte würde einen langsam aber sicher umbringen.

Für einige Stunden döste ich vor mich hin bis mich dumpfe Schritte auf dem Gang hörte, die mich zurück in die Realität warfen. Müde suchten meine Augen meinen Wecker, 07:04 Uhr. Murrend saß ich mich aufrecht hin und rieb mir die brennenden Augen. Was für eine scheiß Nacht das gewesen war. Während ich mich umzog und meine Kleidung von letzter Nacht notdürftig auf den einzigen Stuhl im Raum warf (wodurch er offiziell zu `Dem Stuhl´ wurde), machte ich mir eine mentale Notiz heute irgendwie mit John zu reden. Vielleicht sogar schon in wenigen Minuten. Er war der einzige, der vor nur 2 Minuten an meiner Tür hätte vorbei kommen können. Niemand sonst kam hier vorbei. Ich verließ mein Zimmer und machte mich auf den Weg nach draußen wo ich Soap vermutete. Vorher machte ich noch einen Abstecher in den Gemeinschaftsraum um zwei Becher Kaffee zu besorgen. Auf meinem Weg traf ich ein paar einsame Seelen und grüßte sie. Es war leer und still in dem Gebäude und wahrscheinlich auch auf dem Rest des Geländes. Weihnachten stand vor der Tür und die meisten waren bei ihren Familien. Andere, die noch hier waren würden auch bald gehen. Heute waren es noch sechs Tage bis Weihnachten. In sechs Tagen würde ich mit Soap im Gemeinschaftsraum sitzen und Football gucken; er mochte Football. Vielleicht wären noch ein oder zwei andere aus der TF141 mit uns hier aber wahrscheinlich wären wir wie letztes Jahr allein. Was mich jedoch nicht im Geringsten störte. Bei dem Gedanken an die letzten zwei Jahre mit John legte sich ein Lächeln auf meine Lippen. Vorher war ich nach der Sache mit meiner Familie immer allein gewesen und selbst als sie noch lebten habe ich mich bei ihnen nicht richtig gefühlt. Ich hatte sie geliebt, tat es noch, aber ich hatte das Gefühl eine Enttäuschung zu sein. Aber nun verbrachte ich die Feiertage mit Soap und ich würde es mir nicht anders wünschen. Als ich durch den Haupteingang ging traf mich ein kalter Wind. Sofort drückte ich meine Arme an meinen Körper und hielt die zwei heißen Becher etwas fester in den Händen. Ich blickte hoch zum Himmel und er war wolkenfrei. Noch war es dunkle aber ich hatte da eine Vorahnung, dass es heute ein schöner und warmer Tag werden würde. Entspannt lief ich etwas durch die Gegend bis ich beim Schießstand vorbeikam. Ich hörte keine Schüsse also ging ich weiter und schon sah ich ihn. Er lehnte an einem geparkten Humvee, der in einer Reihe vor dem Hangar, in dem sich der Schießstand befand, stand und sah ein paar Soldaten bei trainieren zu. Obwohl seine Augen den Bewegungen der Männer folgten war sein Blick abwesend. Ich ging auf ihn zu. Erst als ich direkt neben ihm stand blickte er auf. Sein leichtes Zusammenzucken war mir nicht entgangen. Ich lächelte ihn leicht an, als ich ihm den Kaffee anbot, den er ebenfalls leicht lächelnd annahm. Auch ich lehnte mich nun an den Wagen und trank meinen ersten Schluck. Genüsslich schloss ich die Augen. Gesegnet sei der, der diese neue Maschine angeschafft hatte. Ich vergrub meine linke Hand in meiner Jackentasche und sah nun auch den Soldaten beim trainieren zu. Sie liefen unterschiedliche Hindernisläufe auf Zeit. Manche von ihnen sahen zu uns rüber aber ich kannte keinen von ihnen. Sie gehörten nicht zur TF141. Auch sie schienen mich nicht zu kennen, denn sie schauten verwirrt, als sie den Captain erkannten. In diesem Moment fiel mir auf, dass ich meine Maske vergessen hatte. Das war mir zuvor nie passiert. Ich hatte sie zwar nicht immer an, doch führte ich sie immer mit mir. Diese Jungs hatten mein Gesicht noch nie zuvor gesehen und wussten nicht wieso ich neben einem Captain einen Kaffee trank und nicht mit ihnen trainierte so wie jeder andere Untergeordnete es tat. Ich nickte lächelnd und hob meinen Kaffee zum Gruß. Bevor sie jedoch antworten konnten wurden sie schon von jemandem angeschrien und rannten sofort weiter. Ich musste innerlich lachen. An meinem Kaffee nippend drehte ich meinen Kopf nach rechts um meinen Captain ansehen zu können. Auch er führte seinen Becher an die Lippen und nahm einen kleinen Schluck. Ich beobachtete wie er entspannt ausatmete und kurz die Augen schloss. Er schien mein Starren nicht zu bemerken oder es war ihm einfach egal. Mein Blick wanderte von seinen Lippen über seine Nase zu seinen Augen. Wie schon zuvor folgten sie den armen Seelen, die bei Minusgraden über Hindernisse gejagt wurden. Naja immerhin schneite es nicht, noch nicht. Die dunklen Ringe, die schon seit längerer Zeit unter seinen Augen lagen, sahen heute sogar noch ein kleines Bisschen düsterer aus als gestern noch. Mit einem hochgezogenen Mundwinkel stupste ich in mit meinem Ellbogen an. Verwundert sah er zu mir rüber. Ein warmes Lächeln legte sich auf seine Lippen und er zog seine rechte Augenbraue kaum merklich fragend hoch. Für eine Sekunde stockte ich; mir fiel zum ersten Mal auf wie charmant sein Lächeln war. Verwirrt blinzelte ich und spürte wie meine Wangen heiß wurden. Was war plötzlich los mit mir? Als wäre nichts gewesen fragte ich ihn dann wie es ihm ginge. Heuchler, rügte ich mich innerlich. Er gab mir ein schlichtes „gut“ als Antwort und nach einem Moment fragte er auch mich. „Super“, antwortete ich ebenfalls schlicht. Wir beide richteten unsere Blicke wieder auf die Soldaten. Als ich nach einer kleinen Ewigkeit mit meinem Kaffee fertig war fragte ich ihn wieder:„ Und? Irgendwelche Pläne für heute?“ Dieses Mal beließ er es bei einem Kopfschütteln. Auch er nahm nun seinen letzten Schluck und stieß sich von dem Humvee ab und ich folgte seinem Beispiel. Stillschweigend liefen wir an den Fahrzeugen vorbei bis wir an dem Schießstand ankamen. Er stieß die schwere Metalltür des Hanges auf und trat in die große Halle. Als ich hinter ihm tiefer herein ging blinzelte ich der Dunkelheit entgegen. Nach nur wenigen Sekunden hörte ich wie Soap den schweren Hebel umlegte und schon flackerten die alten Glühbirnen, die nackt von der hohen Decke hingen auf und erfüllten die Halle mit ihrem spärlichen Licht. Mit einem tiefen Atemzug sog ich den Geruch von Spanholzplatten und Schießpulver in meine Nase und sofort überkam mich ein heimischen Gefühl; das Gefühl von Geborgenheit und Normalität irgendwo warm in meiner Brust. Manchmal fragte ich mich aber doch, ob es mich nicht beunruhigen oder betrüben sollte, dass ich eine Militärbasis mein Zuhause nannte aber da ich sonst nichts und niemanden hatte, war das wohl so in Ordnung. Es war gut. Kaum hatte ich diesen Gedankengang zu Ende gedacht zog Soap meine ganze Aufmerksamkeit auf sich indem er seine Waffe lud und entsicherte. Er verschwendete keine Zeit und ließ einen Kugelhagel auf die Pappterroristen niederregnen. Ich beobachtete jede noch so kleine Bewegung seines Körpers. Ich beobachtete wie er bei jedem Schuss minimal zurückgestoßen wurde, wie eine Muskeln sich an seinem Arm bei jedem Abdrücken noch stärker abzeichneten als sie es sonst im entspannten Zustand schon taten und wie er sich nach jeder Salve neu positionierte. Ich musste mir eingestehen, dass es schon heiß aussah wie er da vor mir stand und professionell Pappauftsteller ermordete. Irgendwie... WTF Simon? Ich war eindeutig übermüdet.

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Mit dem Klicken des Magazins, welches Soap gerade nachlud ging ich selbst rüber zu den Waffen und nahm mir die Erstbeste, die mich ansprach, eine MP5. Heute war mir nicht danach wählerisch und ordentlich (besonders das nicht) zu sein. Ich positionierte mich neben meinem CO und schoss drauf los.

Als ich die letzte Kugel meines dritten Magazins perfekt ins Schwarze beförderte, hörte ich John schon zum siebten Mal nachladen. Ich beschloss, dass es mir für heute reichte und brachte meine Waffe weg. Gemächlich ging ich danach zurück und betrat, mit dem Sperrfeuer meines Vorgesetzten in den Ohren, die kleine Treppe der Beobachtungsplattform vor dem Schießstand und stelle mich dann hinter seine Kabine. Gespannt stützte ich meine Unterarme auf das Geländer vor mir und beobachtete ihn. Nicht lange später sicherte und entlud er dann doch sein Gewehr und legte es vor sich ab. Ich sah zu wie er seine Hände neben der Waffe ablegte und seinen Körper dagegenstemmte. Den Kopf ließ er zwischen seine Arme fallen. Stirnrunzelnd verließ ich die Plattform und ging zu ihm. Ich schob mich neben ihm in seine Kabine und lehnte mich mit dem Rücken an die Absperrwand.

Mit verschränkten Armen neigte ich ihm meinen Kopf entgegen. Er sah auf und drehte sein Gesicht zu mir. Darüber lag ein dunkler Schleier aber was er genau fühlte, blieb mir verborgen. Ich neigte meinen Kopf in einer stummen Frage und hoffte darauf, dass ich irgendetwas in seinem Gesicht erkennen konnte aber er schob nur kurz seinen Unterkiefer nach vorne und schnaufte leise. Wortlos richtete er sich wieder auf und folgte meinem Beispiel. Nun lehnte er mir mit ebenfalls verschränkten Armen gegenüber. Ich bemerkte meine ungewollt ablehnende Haltung und ließ meine Arme langsam sinken. Weil ich nicht wirklich wusste wo ich mit meinen Händen hinsollte hakte ich meine Daumen in meine Gürtelschlaufen. Er wiederrum verkrampfte sich kaum merklich und verharrte in seiner Position. Flüchtend wanderten seine Augen durch die Halle. Er sah überall hin abgesehen von meinen Augen. Er wich mir aus, doch ging er nicht.

Nun konnte ich den Kampf in seinem Inneren an seiner ganzen Ausstrahlung sehen. Ich wusste genau was er sich gerade fragte. Er wusste nicht ob er bleiben oder gehen sollte, er wusste nicht ob er etwas sagen sollte oder nicht. Jeder war im Leben irgendwann mal an diesem Punkt gewesen völlig unabhängig von den Umständen und Gründen. Man fragt sich ob man drüber reden will oder es doch lieber für sich behalten sollte; besonders ich war oft in solchen Situationen gewesen. Auf dieser Seite hatte ich jedoch fast nie gestanden. Ich gehörte nun mal nicht zu den Personen, welchen man sein Herz ausschütten würde. Menschen vertrauten mir nicht oder waren eher von mir eingeschüchtert, als dass sie sich sicher fühlten. So ein Mensch war eher der Captain. Und ausgerechnet wir beide standen uns nun gegenüber, beide leicht mit der Situation überfordert.

Obwohl ich nicht genau wusste wie ich mich am besten verhalten sollte spürte ich etwas warmes irgendwo ganz tief in meiner Brust. Er war noch immer da. Er war nicht gegangen oder hatte mit ausweichenden Worten abgelenkt. Er stand einfach nur da. Als würde er reden wollen aber sich nicht wirklich dazu überwinden können. Vielleicht wusste er auch einfach nicht wie er anfangen sollte. Er dachte tatsächlich darüber nach über das, was ihn beschäftigte- was auch immer das war- mit mir zu reden. Ausgerechnet mir von allen Menschen. Erstaunt blickte ich ihn an- oder besser gesagt sein Profil, da er noch immer erfolgreich meinen Blicken auswich. Das unbekannte warme Gefühl in meiner Brust wich jedoch schnell meinem schlechten Gewissen.

Erst letzte Nacht hatte ich ihn allein gelassen. Hatte ihm beim Weinen zugesehen und bin dann weggelaufen. Schuldbewusst biss ich die Zähne zusammen. In dieser Sekunde gab ich sowohl mir als auch John das unausgesprochene Versprechen dies wieder gut zu machen und ab diesem Zeitpunkt an zumindest zu versuchen ihm zu helfen, so wie er es in der Vergangenheit schon für mich und unzähligen anderen getan hatte. Ohne großartig darüber nachzudenken griff ich vorsichtig nach seinem Kinn und drehte seinen Kopf zu mir. Ich atmete leise ein bevor ich mit sanfter aber zuversichtlicher Stimme danach fragte, was mich die ganze Nacht hatte wachliegen lassen: „Was ist passiert, John?“ Er öffnete seinen Mund langsam, schloss ihn dann aber wieder und ließ stattdessen die Arme sinken. Es verpasste mir einen kleinen Stich meinen sonst so starken und sicheren Kameraden so verloren zu sehen.

Da ich nie gut mit Worten war dachte ich nicht lange darüber nach, richtete mich auf und legte ihm ganz vorsichtig eine Hand auf die Schulter. Sanft zog ich ihn an mich und als ich schon dachte er würde mich wegstoßen, schlossen sich zwei starke Arme um mich und er vergrub sein Gesicht in meiner Halsbeuge. Instinktiv schloss ich ebenfalls meine Arme um ihn. Ich strich ihm langsam über den Rücken und drückte selbst eine Gesichtshälfte an seinen geschorenen Kopf. Meine Nase vergrub ich dabei in seinem Mohawk. In diesem Moment war mein einziges Bestreben ihn von allem Bösen abzuschirmen. In meiner Brust war wieder dieses warme Gefühl, welches ich so nie vorher verspürt hatte, ich verstand es nicht. Trotzdem wollte ich nicht, dass es geht. Es fühlte sich gut an; richtig. Ich wusste nicht woher dieser Gedanke plötzlich kam aber ich wünschte mir ihn ewig so halten zu können; ewig... beschützen zu können.

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Fünf Tage waren nun schon seit meinem Versuch, mit ihm zu reden vergangen. Viel war in der Zwischenzeit nicht passiert. Einige von unseren Jungs und Mädels hatten sich auf den Heimweg gemacht und der Rest würde heute aufbrechen. Roach war gestern gegangen; natürlich nicht ohne uns, wie im letzten Jahr schon, zu sich und seiner Familie einzuladen um zusammen die Feiertage zu verbringen. Mit uns meinte ich John und mich. Wie im Jahr zuvor lehnten wir jedoch dankend ab, was verschiedene Gründe hatte. In meinem Leben war vieles schief gelaufen und heute war ich einfach nur dankbar etwas Vertrautes und Sicheres zu haben.

Und das waren die Feiertage mit meinem Boss. Bei ihm musste ich mich nicht verstellen, so wie ich es bei Garys Familie hätte tun müssen. Ich zweifelte es nicht im Geringsten an, dass es angenehme und großherzige Menschen waren und ich hatte mir vorgenommen sie eines Tages kennen zu lernen aber ich hätte dort nicht rein gepasst. Die meisten Menschen mochten mich nicht; nicht einmal die, mit dem liebsten Herzen und der größten Geduld. Ich hätte nur die Stimmung herunter gezogen und einen dunkeln Schatten über das Fest gebracht, da war ich mir sicher.

Ich hatte MacTavish und bei ihm war ich glücklich. Er fühlte sich nach Heimat an. Bei dem Gedanken schlich sich ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Nachdenkend lief ich weiter den kleinen Trampelpfad entlang. Es schneite leicht und ich vergrub meine Hände tiefer in meinen Jackentaschen nachdem ich mir den Kragen gegen den eisigen Wind hochgeschlagen hatte. Ein wohliges Grummeln konnte ich mir nicht verkneifen. Ich genoss das Gefühl der Kälte, die ihren Weg durch meine Maske auf mein Gesicht fand; genoss wie ein Zittern durch meinen Körper schoss.

Ich liebte den Winter. Schon immer hatte ich mich in seiner Kälte lebendig gefühlt. Und mit dem leisen Knacken der dünnen Schneeschicht unter meinen schweren Stiefeln lief ich zurück in Richtung Basis. Vor etwa zwei Stunden war ich losgegangen um mir etwas die Beine zu vertreten und den Kopf frei zu kriegen. Schon kurz nachdem ich hier her- nach Hereford- geschickt wurde, entdeckte ich einige schöne Fleckchen außerhalb des Stützpunktes.

Mein Lieblingsplatz war auf einer alten Bank, welche unter einer noch viel älteren Weide stand. Im Sommer blühte alles, die Vögel sagen und der kleine Bach, der nahe am Baum lag plätscherte. Es kam dann nicht selten vor, dass sich kleine Vögel und Eichhörnchen zu mir auf die Bank gesellten, da ich der einzige war, der dort hin ging und fast immer ein paar Körner oder Krumen dabei hatte. Letzten Sommer hatte sich ein Eichhörnchen sogar so weit getraut sich auf mein Knie zu setzen und aus meiner Hand zu essen.

Andere folgten seinem Beispiel und von dem Tag an hätte ich immer etwas auf meinen Schultern oder meinem Kopf sitzen. Grinsend erinnerte ich mich an Jett, den treusten und anhänglichsten und mit Abstand fettesten von meinen kleinen pelzigen Freunden. Das entspannte Lächeln auf meinem Gesicht blieb den ganzen Weg zurück zur Basis. Freundlich grüßte ich am Tor die Wachen und lies sie meine Daten überprüfen. Sie ließen mich rein und ohne Umwege ging ich zu dem Gebäude, in dem unter anderem die 141 zuhause war.

Von Weitem konnte ich eine einsame Gestalt in der Nähe der Eingangstür an der Wand lehnen sehen. Sofort erkannte ich meinen alten Freund und ging unbewusst einen Schritt schneller in seine Richtung. Als ich näher kam konnte ich Zigarettenqualm sehen und mein Lächeln wich einem Stirnrunzeln. Sonst rauchte er nur eine von seinen Zigarren nach jeder erfolgreichen Mission. Als ich ihn einmal darauf ansprach, sagte er mir mit einem sanften Lächeln, dass es Tradition wäre, und dass er es von einem alten Freund hätte.

Lange später erfuhr ich dann von Price. Aber Zigaretten hatte er stets abgelehnt. Als ich noch rauchte- was ich früh wieder aufgehört hatte- begleitete er mich zwar immer raus wann immer ich das Bedürfnis nach einer hatte (und das um jede Uhrzeit und bei jedem Wetter) aber nie rauchte er mit. Er lehnte sie aus dem Grund ab aus dem ich aufgehört hatte; es ging auf die Lunge und somit auf die Leistung. Ich musste als Soldat immer 110% geben können und außerdem hatte ich nicht die letzten fast schon zwei Jahrzehnte damit verbracht jeden Tag hart zu trainieren, nur um das selbst mit Rauchen zunichte zu machen.

Deshalb wunderte es mich auch so John rauchen zu sehen. Dazu kam, dass er mich erst bemerkte, als ich vor ihm stand. Er blickte zu mir auf und sofort wich sein harter Gesichtsausdruck einem warmen Lächeln. In seinen Augen jedoch blieb eine gewisse Müdigkeit- ein Schatten lag über ihnen. Er sah traurig aus und uns beiden war klar, dass ich es sehen konnte. Ich lächelte zurück. Dies sah er jedoch nur durch meine Augen, da ich noch immer meine Maske trug. Er zog ein letztes Mal an dem Stummel, zerdrückte ihn dann an seiner Schuhsohle und stopfe ihn in seine Hosentasche.

Das hatte er sich also auch bei mir abgeguckt. Unsere Bosse sahen es nicht gerne, wenn es hier schmutzig war, noch weniger auf Grund von Zigarettenstummeln. Außerdem gab es hier etwas wie ein Rauchverbot. Das galt zwar eher für die rangniedrigeren Soldaten aber würde jemand so offensichtlich seine Spuren hinterlassen, würde es immer auf Soap zurückfallen. Es war einmal vorgekommen, danach nie wieder. Sie hatten aus ihren Fehlern gelernt, dafür hatte der Captain gesorgt. Er stieß den Qualm aus seiner Nase und lehnte sich zurück gegen die Wand, die Beine über Kreuz und die Hände in den Jackentaschen.

Nach einem Moment der Stille fragte ich:„Du rauchst?” „Manchmal. In letzter Zeit öfters.” „Wieso?” Er sah wieder zu mir auf und sah mich einen Moment schweigend an. Dann hob er seine Hand und ich erstarrte, als er diese auf meinen Kopf legte, eine Faust machte und mir schnell aber vorsichtig die Maske vom Kopf zog. Ich wusste nicht wie ich mit dieser Situation umgehen sollte und starrte für einige Sekunden auf seine Brust, den Kopf dabei gesenkt. Ich spürte jetzt die eisige Luft auf meinem Gesicht. Die Hand, welche noch meine Maske hielt legte sich an mein Kind und hob es.

Ich sah zu ihm auf und sah ein schiefes Grinsen. Mit geneigtem Kopf fragte er:„ Habe ich dich gerade traumatisiert?” Jetzt musste ich auch leise lachen; jedem anderen hätte ich wohl eine reingehauen. Er warf mir die Maske ins Gesicht und ich stopfte sie mir in meine Brusttasche. Locker lehnte ich mich neben ihn an die Gebäudewand und atmete tief aus, sodass sich dicke Wölkchen bildeten, die vor meinem Gesicht aufstiegen. Wieder legte sich eine angenehme Stille über uns und ich schloss kurz die Augen. Nach einigen Minuten riss ich dann plötzlich die Augen auf und spürte sofort wie meine vorher eiskalten Wangen heiß wurden.

„Was hast du gesagt?”, fragte ich ohne ihn anzublicken. Wieder lachte er leise auf und wiederholte:„ Ich habe gesagt, dass du ein schönes Lächeln hast und es nicht verstecken solltest. Zumindest nicht vor mir.” Darauf stieß er sich von der Wand ab und ging die wenigen Meter zur Eingangstür. „Kommst du?”, seine tiefe Stimme riss mich aus meiner Starre und ich eilte ihm schnell hinterher. Drinnen war es um einiges wärmer. Ich schüttelte kurz den Kopf um meine Gedanken zu ordnen und drängte die unzähligen Fragen, welche ich jetzt hatte zurück.

Er hatte mir ein Kompliment gemacht, keine große Sache. Also straffte ich kurz die Schultern und rieb mir meine Hände aneinander warm. Im Vorbeigehen schnappte ich mir ein kleines Lebkuchenherz von dem Weihnachtsbaum, welchen Roach und Toad vor drei Wochen besorgt, aufgestellt und geschmückt hatten. Er ging mir etwa bis zur Schulter und geschmückt war er mit ein paar roten Kugeln, einen Haufen Lebkuchen und Zuckerstangen (jedoch waren von diesen nur noch wenige da), ein paar zufälligen Gegenständen wie n Päckchen Kondome und eine Zahnbürste (welche Meat in seiner Güte gespendet hatte) und zwischendurch konnte man auch ein paar Granatenstifte finden.

Sie hatten es sogar geschafft eine Lichterkette aufzutreiben. Er sah tatsächlich ganz gut aus. Vor mir schnappte sich Soap eine Zuckerstange, was mich zum grinsen brachte. Sie waren seine Schwachstelle und es war schon fast lächerlich was er bereit war für sie zu tun. Letztes Jahr hatte er Archer aus dem Fenster gestoßen und Ozone mit einem Gummigeschoss abgeschossen, als diese versucht hatten die letzten Zuckerstangen an sich zu reißen. Passiert war ihnen dabei nichts, lustig war es allemal gewesen. Ich holte Soap ein und wir liefen beide naschend durch die Gänge zu unserem Teil des Gebäudes.